Kultur-Haus Zach

Pete Gavin entfacht das Blues-Gefühl

Im Kulturhaus Zach ließ Pete Gavin Hückeswagen vergessen und entführte zum Baumwollpflücken in Amerikas Süden. Foto: Roland Keusch
+
Im Kultur-Haus Zach ließ Pete Gavin Hückeswagen vergessen und entführte zum Baumwollpflücken in Amerikas Süden.

Im Kultur-Haus Zach nimmt der britische Musiker seine Zuhörer mit in den Süden der USA.

Von Sabine Naber

Blues-Fans erlebten am Freitagabend im Kultur-Haus-Zach ein eindrucksvolles Konzert in der Veranstaltungsreihe „Blues-Night“.

Zu Gast war Pete Gavin, ein bekannter Blueskünstler, der als Solo-Musiker überzeugte. Und zwar als Slide-Gitarrist und Mundharmonika-Spieler ebenso, wie als Sänger. Auf seiner glänzenden Metallgitarre spielte er Blues-Klassiker und Eigenkompositionen und schaffte es in kürzester Zeit, bei seinen Zuhörern Bluesfeeling pur auszulösen.

Der in England aufgewachsene und jetzt in Berlin lebende Musiker, der sich mit schwarzer Baskenmütze auf dem Kopf, rotem Hemd und schwarzem Anzug vor dem Mikrofon präsentierte, startete mit dem Song „You make my Hair curl“. Und erzählte dann, dass es vier verschiedene Arten von Blues gibt: „Den Delta-Blues, den spiele ich später, den Chicago-, den Westcoast- und den Texas-Blues.“

Und während seine Zuhörer mit einem Glas in der Hand entspannt an den runden Tischen saßen oder von einem der Stehtische aus zuhörten, nahm Pete Gavin sie mit zum Baumwollpflücken in den amerikanischen Süden. „Es ist eine kleine Melodie. Singen Sie den Refrain mit“, forderte er seine Gäste auf, und die fielen mit „hela, hela“ stimmkräftig mit ein. Gavin hat die ideale Stimme, um den Blues zu singen. Aber wenn er zwischendurch mal eine kleine Pause davon macht und beispielsweise Pop-Songs von Roy Orbison singt, dann klingt das auch hervorragend. „My dreams of you“ war so ein Song, den er mit seiner facettenreichen Stimme wunderbar stimmig interpretierte. Mal klingt seine Stimme tief und erdig, dann aber auch sanft und sehr melodisch.

Bei „Kansas City darf das Publikum mitsingen

Ein Höhepunkt sicher auch „Nobody but you“ von Luther Allison, den Gavin als einen der „letzten großen Chicago-Blues-Sänger“ bezeichnete. Beim Titel „Kansas-City“ aus dem Jahre 1952 lud er sein Publikum zum Mitmachen ein.

„Wir sind Blues-Fans und kommen immer hierher, wenn die Blues-Nacht auf dem Programm steht“, erzählen Petra und Horst Frielinghaus aus Hückeswagen. Pete Gavin kannten die beiden vorher noch nicht. „Aber wir lassen uns ohnehin immer überraschen, was das Programm hier angeht. Enttäuscht worden sind wir noch nie, denn es war bisher immer gut“, ist sich das Ehepaar einig.

Pete Gavin, der eigentlich Physiklehrer ist, seinen Job aber nach eigener Aussage „irgendwann hingeschmissen hat“, war zunächst als Straßenmusiker unter anderem in der Schweiz, in den Niederlanden oder auch in Japan unterwegs. 1984 landete er schließlich in Berlin: „Und das war ja Anfang der 80er Jahre ein ziemlich kultureller „Melting-pot“, erzählt er.

Zu Sechs bis sieben Blues-Nächten lädt das Kultur-Haus-Zach in jedem Jahr ein. Die nächste soll im Oktober stattfinden.

AUFTRITTE

PROGRAMM Am 6. August kommt das „Shamrock-Duo“ unter der Überschrift „Der Zauberer von Os“ mit Irish-Folk, Märchen und Harfe, ins Kultur-Haus-Zach. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Am 14. August steht ein Kino-Sonntag mit Filmklassikern von Doris Day auf dem Programm. Zusätzlich zum Filmvergnügen werden Kaffee und eine Waffel serviert. Einlass ab 14.30, Beginn ist um 15 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare