Kommunalwahl

Parteien sehen Defizite bei ÖPNV und Straßenausbau

Für den Ausbau der Infrastruktur für E-Bikes und den Radverkehr allgemein möchte sich die FDP starkmachen. Archivfoto: Doro Siewert
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Für den Ausbau der Infrastruktur für E-Bikes und den Radverkehr allgemein möchte sich die FDP starkmachen.

Wahlprüfsteine: Wie sollen sich Verkehr und Mobilität entwickeln?

Von Jennifer Preuß

Für den 13. September sind auch die Hückeswagener zur Kommunalwahl aufgerufen. Gewählt werden der Bürgermeister, die Zusammensetzung des Stadtrates, der Landrat/die Landrätin sowie die Zusammensetzung des Kreistags. Der RGA hat dazu Wahlprüfsteine formuliert: Fragen, die den demokratischen Parteien zugegangen sind. Heute geht es um den Verkehr.

Frage: Wie sollen sich Verkehr und Mobilität entwickeln?

CDU: Die CDU spricht sich ganz klar für eine weitere Beruhigung der Innenstadt aus. Für das Zusammenwachsen von Islandstraße und Etapler Platz ist es erforderlich, die Bahnhofstraße als Bundesstraße zu entwidmen. Dafür wiederum ist der Ausbau der Umgehungsstraße K 5 erforderlich.

Die Taktungen und die Fahrzeiten der Busse insbesondere in die Nachbarstädte Wermelskirchen, Remscheid oder Radevormwald kritisiert die SPD.

Diesen Plan verfolgt die CDU seit 50 Jahren. Wir werden nicht müde, hierfür weiter zu kämpfen. In der Folge könnte der Wilhelmsplatz als großer Markt- und Flanierplatz umgestaltet werden. In der innerstädtischen Mobilität sollte dem Fußgänger- und Fahrradverkehr der größte Raum gegeben werden. Bei den Straßen, wo uns die Möglichkeiten gegeben sind (Gemeindestraßen) sollten Fahrradstreifen eingeplant und umgesetzt werden. Bei der Hauptverkehrsachse sollten wir darauf hinwirken, dass auch hier entsprechende Radfahrstreifen umgesetzt werden. Die Verbindungen des ÖPNV sollten mit einer Schnellbusverbindung nach Köln ausgeweitet werden.

SPD: Für kurze Strecken sollte das Fahrrad eine echte Alternative zum Auto werden. Hierzu benötigen wir sichere Radwege. Um zur Arbeit in unsere Nachbarstädte zu kommen, ist der Öffentliche Personennahverkehr leider schlecht geeignet. Die Taktung, die Tageszeiten und die Fahrzeiten sind so unattraktiv, dass nur die Wenigsten im Linienverkehr nach Remscheid, Rade oder Wermelskirchen fahren. Aus diesem, sowie aus Gründen des Klimaschutzes, sollten daher alle Möglichkeiten der Beförderung mit Bussen auf den Prüfstand. Auch über Sammeltaxis und Ausweitung des Bürgerbusverkehrs sollte nachgedacht werden. Mit gutem Willen und deutlich weniger Kirchturmdenken ist hier vieles möglich.

FaB: Aufgrund der ländlichen Struktur wird das Auto weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Da sich die Antriebstechniken in den nächsten Jahren radikal wandeln werden, müssen wir hierfür eine verbesserte Infrastruktur anbieten.

Für den Ausbau der Umgehungsstraße K 5 setzen sich die CDU sowie auch die Liberalen in Hückeswagen ein.

Gefördert werden müssen Normalladepunkte mit einer Ladeleistung bis 22 Kilowatt, Schnellladepunkte mit mehr als 22 Kilowatt, sowie der erforderliche Anschluss an das Nieder- und Mittelspannungsnetz. Hier müssen wir schnellstmöglich Gespräche mit der BEW oder Kooperationspartnern suchen, die eine schnelle Umsetzung ermöglichen. Auch die Anbindung in die Metropolregionen müssen verbessert werden.

FDP: Wir brauchen dringend die äußere Ortsumgehung, um den Stadtkern vom Verkehr zu entlasten. Die Buslinien der OVAG müssen mit den Ankunft- und Abfahrtzeiten der Züge am Bahnhof Lennep verknüpft werden. Einrichtung einer Schnellbuslinie nach Köln. Mittelfristig versuchen, die Bahn wieder zu reaktivieren, ohne dass der Radverkehr beeinträchtigt wird. Die Infrastruktur für den Radverkehr muss erweitert werden, zum Beispiel durch eine Ladestation für E-Bikes.

Die Partei: In Hückeswagen haben wir die einzigartige Chance, die Radtrasse zu nutzen, als auch unsere großen Parkflächen in der Innenstadt auf Elektromobilität vorzubereiten. Dazu sollte man allerdings beobachten, wie sich die Nutzung verändert.

Bündnis 90/Die Grünen: Ein schneller ÖPNV zu den Ballungszentren ist uns wichtig für die Schloss-Stadt, daher muss der Schnellbus nach Köln beziehungsweise Leverkusen realisiert werden. Wir Grünen stehen für moderne Mobilität, wie die Umsetzung von Car-Sharing und Mitfahrerbänke in Hückeswagen, als auch für den weiteren Ausbau des Radwegenetzes mit effizienter Lade- und Park-Infrastruktur.

AfD: Reaktivierung des Schienenverkehrs für eine umweltbewusste Mobilitätswende samt Öko-Bonus. Die Eisenbahn schließt eine Fahrradtrasse nicht aus! Bau der Umgehungsstraße.

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