Brunsbach

Neue Wohnhäuser auf altem Firmengelände

Auf dem Gelände der ehemaligen Metallwarenfabrik Herm. Friedrich Sessinghaus sollen Wohnhäuser entstehen.
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Auf dem Gelände der ehemaligen Metallwarenfabrik Herm. Friedrich Sessinghaus sollen Wohnhäuser entstehen.

Aus dem Betriebsgelände Sessinghaus in Brunsbach soll ein kleines Wohnquartier werden.

Von Brigitte Neuschäfer

Hückeswagen. Schon vor einigen Jahren hat das Unternehmen Sessinghaus seinen Betrieb in Brunsbach eingestellt. Nun will der Eigentümer das Gelände zwischen der B 237 und der Ewald-Gnau-Straße neu nutzen – nicht mehr gewerblich, sondern als kleines neues Wohnquartier. Die Entwurfsplanung dafür stellte Rolf Körschgen, geschäftsführender Gesellschafter des vom Eigentümer beauftragten Architektur- und Planungsbüros, jetzt im Planungsausschuss vor.

Mit der Stadtverwaltung wurde das Projekt vorab besprochen; im Rathaus wird es ausdrücklich begrüßt. Das unterstrichen Bauamtsleiter Andreas Schröder und auch Bürgermeister Dietmar Persian in der Sitzung.

Stadt unterstützt das Anliegen des Grundstückeigentümers

Geplant sind auf dem Gelände drei zwei- bis dreigeschossige Wohngebäude, Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht kleineren Wohnungen, überwiegend Zwei-Raum-Appartements. Sie sollen sowohl als Eigentums- als auch als Mietwohnungen vermarktet werden.

Die Stadt unterstützt das Anliegen des Grundstückseigentümers, weil so stadtnah dringend benötigte neue Wohnungen entstehen, und zwar auf einem ohnehin schon versiegelten Grundstück. Für den Neubau wird also keine bis dahin freie Fläche verbraucht. Das entspricht der grundsätzlichen Zielsetzung der Stadt, neuen Wohnraum zu schaffen, ohne dafür neue Flächen zu versiegeln. „Verdichtung nach innen“ heißt das Schlüsselwort für diese Strategie.

Ganz problemfrei wird das Neubauprojekt am Rand der Hückeswagener Innenstadt nicht, so wurde im Ausschuss schnell deutlich. Das liegt vor allem daran, dass es keine Zufahrt von der Bundesstraße aus auf das alte Firmengelände geben wird, weil der Landesbetrieb Straßen die Genehmigung dazu nicht gibt.

Deshalb wird der Weg zu den neuen Wohnhäusern am Bolzplatz in Wiehagen vorbei durch einen Teil der Ewald-Gnau-Straße führen, wo dann die Zufahrt zum Grundstück darunter angelegt wird. Das bedeutet bei 24 Wohnungen und voraussichtlich etwa ebenso vielen Autos mehr Verkehr auf der schmalen Ewald-Gnau-Straße. Auch Probleme mit dem ruhenden Verkehr sind nicht auszuschließen.

Mehr als 28 Stellplätze sind wegen Hanglage nicht möglich

Auf dem Grundstück selbst sollen 28 Stellplätze in einer Tiefgarage angelegt werden – mehr sind wegen der steilen Hanglage nicht möglich. Nach den rechtlichen Vorgaben der Landesbauordnung ist das auch mehr als genug, dennoch kamen im Fachausschuss Fragen dazu auf, wo zum Beispiel Besucher der Bewohner ihre Autos abstellen sollen.

Tatsächlich bleiben für sie als Parkraum nur die Ewald-Gnau-Straße und der Parkplatz am Kindergarten dort, der aber auch so schon stark frequentiert ist. Einige Stellplätze gibt es zudem unterhalb des Bolzplatzes und damit nahe an der geplanten Zufahrt zum neuen kleinen Wohnquartier.

Architekt und Planer Rolf Körschgen sieht keine größeren Parkprobleme. Angesichts der überschaubaren Größe der neuen Wohnungen sei nicht von mehr als einem Auto pro Haushalt auszugehen, eher von weniger. In Zwei-Raum-Wohnungen zögen nun mal keine Familien ein.

Körschgen: „Je kleiner die Wohnungen sind, desto häufiger ziehen ältere Menschen ein, die nicht mehr alle ein eigenes Auto haben.“ Da die Wohnungen barrierefrei gebaut werden, bieten sie sich für Senioren an.

Die Verwaltung will nun einen Bebauungsplan für das Gebiet aufstellen. „Wir hoffen sehr, dass der Stadtrat dieses Projekt genauso positiv begleitet wie wir als Verwaltung das tun“, sagte Bürgermeister Persian.

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