Neue Grundschule wird modern und offen

So sieht der Eingangsbereich der Schule im Vorentwurf aus – egal, für welche Variante sich der Rat entscheidet. Grafik: Planungsbüro Assmann
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So sieht der Eingangsbereich der Schule im Vorentwurf aus – egal, für welche Variante sich der Rat entscheidet. Grafik: Planungsbüro Assmann

Zwei Varianten liegen vor. Der abgespeckte Bau spart rund 870 000 Euro. Der Stadtrat wird am 18. Juni entscheiden.

Von Karsten Mittelstädt

In einer gemeinsamen Sitzung von Schul- und Bauausschuss stellte Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Planungsbüros Assmann in Dortmund, mit Architekt Michael Stehle den Vorentwurf für die Löwengrundschule vor, die bis Ende 2021 im Brunsbachtal zwischen Bürgerbad und Kletterwald gebaut werden soll. Das Büro legt zwei Varianten vor, die Jörg von Polheim (FDP), Vorsitzender des Bauausschusses, nach einer zweistündigen Diskussion so zusammenfasste: „Wir haben die Wahl zwischen zwei großen Lösungen.“

„Wir wollen keine Flurschule“, sagte Schneider über den Entwurf, in den die Vorschläge und Ideen eines Workshops, der Schulen und der Verwaltung eingeflossen sind. Damit meinte Schneider die frühere Bauweise, in der die Klassen von langen Fluren abzweigen. Die Löwengrundschule soll offene Lernbereiche bekommen. Insgesamt sind vier Baukörper geplant. In der Mitte ebenerdig ein großzügiger, offener Eingangsbereich. Links davon das Gebäude, in dem sich Aula und Mensa sowie im Obergeschoss die Verwaltung befinden werden. Rechts und im hinteren Bereich in den Hang gebaut stehen die dreigeschossigen Gebäude, in denen sich nicht nur die Klassenräume, sondern Jahrgangscluster befinden, wie Schneider die Bereiche bezeichnet, in denen die einzelnen Jahrgänge unterrichtet werden.

„Wir wollen und werden eine gute Schule nach neuen pädagogischen Gesichtspunkten bauen.“

Dietmar Persian, Bürgermeister

Rund um einen offenen Lernbereich befinden sich die Klassen-, Mehrzweck-, Gruppen- und OGS-Räume. Der Bereich der offenen Ganztagsschule soll nicht mehr vom schulischen getrennt werden. Die Aula hat eine mobile Wand, so dass sie sich für große und kleine Veranstaltungen nutzen lässt. Im Außenbereich befinden sich drei Pausenhöfe (Spatzen-, Amsel- und Eulenpausenhof), die allen Altersstufen gerecht werden sollen.

„Wir wollen und werden eine gute Schule nach neuen pädagogischen Gesichtspunkten bauen“, fasste Bürgermeister Dietmar Persian die Pläne zusammen. Zu Beginn hatte er auf das Engagement des verstorbenen Ratsmitgliedes Jörg Kloppenburg für die Löwengrundschule hingewiesen.

Zu einer guten Schule gehört für Persian aber auch, die Kosten im Blick zu behalten. Deshalb wurde das Büro Assmann gebeten, eine Alternative zu entwickeln, die die Kosten von fast 17 Millionen Euro reduziert. Auch die stellte Schneider vor. Sie unterscheidet sich optisch so minimal von der Grundvariante, dass die Unterschiede auf dem Vorentwurf kaum erkennbar sind. Es bleibt bei den Jahrgangs-clustern, allerdings gehen Flächen im Offenen Lernbereich sowie je ein Gruppen- und ein OGS-Raum verloren. Die Kosteneinsparung liegt infolge der kleineren Gebäudegrößen bei rund 871 000 Euro. Das sind noch keine konkreten Zahlen, stellte Dieter Klewinghaus von der Hückeswagener Entwicklungsgesellschaft als Bauherr fest. Diese könnten nach oben und unten noch um 15 Prozent abweichen.

Nahezu alle Mitglieder beider Ausschüsse finden den Vorentwurf gut. Allerdings befürchtet die FaB, dass die kleinere Variante später teurer werden könnte, wenn mehr Schüler als erwartet eingeschult werden. „Allein im Neubaugebiet Eschelsberg mit 48 Baugrundstücken werden sich viele junge Familien mit kleinen Kindern ansiedeln“, sagte Oliver Junginger. Diese Ansicht teilt Persian nicht, obwohl er zu Beginn der Sitzung tendenziell steigende Schülerzahlen (» Kasten) einräumen musste. Die Löwengrundschule wird dreizügig geplant. Das reiche für die erwarteten Schülerzahlen. Der Neubau sei aber so konzipiert, bestätigte Schneider, dass vorübergehend auch vierzügig unterrichtet werden könne.

Weil die vorgelegten Schülerzahlen noch ganz frisch sind, wollen die Fraktionen sie erst bewerten, bevor sie entscheiden, welche Variante weiterverfolgt werden soll. Spätestens in der Ratssitzung am 18. Juni soll die Entscheidung fallen. Das ist auch notwendig, damit der geplante Zeitrahmen eingehalten werden kann. Ende 2021 läuft die Betriebserlaubnis für das alte Gebäude der Löwengrundschule ab. Wenn der Beschluss dann gefasst wird, solle der endgültige Entwurf mit genauerer Kostenberechnung Mitte Oktober vorliegen. „Das schaffen wir“, versicherte Schneider.

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