Es gibt noch freie Plätze

Musikschule hat einen neuen Trompetenlehrer

Nikolaus Tschöpe ist neuer Trompetenlehrer in der Musikschule an der Islandstraße. Foto: Claudia Radzwill
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Nikolaus Tschöpe ist neuer Trompetenlehrer in der Musikschule an der Islandstraße.

Nikolaus Tschöpe unterrichtet Schüler ab vier Jahren.

Von Claudia Radzwill

Hückeswagen. Mit Nikolaus Tschöpe begrüßt das Team der Musikschule Hückeswagen ein neues Gesicht. Am 1. März hat er den Unterricht im Fach Trompete übernommen. Drei Schüler habe er derzeit, berichtet er. Freuen würde er sich über noch mehr Schüler und Schülerinnen, es gibt noch freie Plätze.

Bisher hat Nikolaus Tschöpe in der Musikschule Neuss unterrichtet. Im Unterricht mit seinen Schülern dient ihm das Lehrbuch als „roter Faden“, sagt der neue Dozent. Wichtiger sei es allerdings, auf die Schüler und das, was sie spielen möchten, einzugehen. Dabei fasst er nicht nur den Einzelunterricht ins Auge, sondern auch das Spiel in einer Gruppe. „Im Musizieren mit anderen, im sozialen Kontakt findet man Bestätigung, die motiviert“, so seine Erfahrung.

Kinder fangen am Kornett an

Der Trompetenunterricht ist ab vier Jahren möglich. Dafür gibt es extra ein Instrument, genannt „Kornett“. „Es ist kürzer, kleiner“, erklärt der Trompetenlehrer. Im Jugendalter wechsele man auf die „große“ Trompete.

Um dem Instrument Töne zu entlocken, brauche es Technik und ein wenig Übung. „Manche pusten mit zu viel Luft hinein, andere trauen sich nicht so recht und halten zu viel Luft zurück. Ich erkläre meinen Schülern, dass sie sich vorstellen müssen, so zu pusten, dass eine Kerze flackert, aber nicht ausgeht“, sagt er.

Auch wenn - wie derzeit auch in Hückswagen - durchweg männliche Spieler Trompetenunterricht nehmen: „Es ist ein Klischee, dass die Trompete mehr etwas für Jungen und Männer ist“, stellt Nikolaus Tschöpe klar. „Es gibt Trompeterinnen, die auf Weltklasseniveau spielen.“ Sogar an der Musikschule in der Schlossstadt gab es schon eine Trompetenlehrerin, seit das Fach 2014 ins Leben gerufen wurde.

Tschöpes derzeitige Schüler sind 13 und 19 Jahre alt, der Dritte im Bunde ist im Rentenalter. Nikolaus Tschöpe war zwölf Jahre alt, als er das Trompetenspiel erlernte. Die Passion fürs Instrument entdeckte er bereits als Kind. „Mein Vater hörte Schallplatten mit Blasmusik“, erzählt er. „Da habe ich mich in die Trompete verliebt. Ich war vier oder fünf Jahre alt.“ Damals galt allerdings noch: Vor dem Zahnwechsel sollte kein Blasinstrument gespielt werden, erinnert sich der heute 64-Jährige. „Ich wollte gerne spielen, wurde aber vertröstet.“ Dafür gab es erst einmal Blockflötenstunden, bis er dann zum Blasinstrument wechseln konnte.

Obwohl die Liebe zur Trompete nicht aufhörte, hörte er mit 15 Jahren mit dem Unterricht auf. Er absolvierte zunächst eine handwerkliche Ausbildung. Die Weichen zum Berufsmusiker wurden erst in der Bundeswehr gestellt: Nikolaus Tschöpe spielte fürs Heeresmusikcorps vor und wurde Mitglied des Orchesters. Das Trompetenspiel ließ ihn jetzt nicht mehr los. Nach der Bundeswehrzeit besuchte er die Musikhochschule in Wuppertal, unterrichtete nach dem Studium in Haan und Neuss. Nikolaus Tschöpe ist Mitglied im Symphonieorchester „Instrumentalverein Wuppertal“, das zu den ältesten Laienorchestern Deutschlands gehört. Er spielte in mehreren Blechbläserensembles, gehört heute zum Kreis des Remscheider Blechbläserquintetts.

Sein Vorbild in jungen Jahren war Maurice André. „Er war einer der bedeutendsten klassischen Trompeter,“ erklärt Tschöpe. Trompete spielen heißt, in vielen Musikgenres zu Hause zu sein: Der Bogen spannt sich über die Klassik, den Jazz, sakraler Musik und dem Big Band-Sound. Nikolaus Tschöpe selbst mag am liebsten die Kammermusik, die Renaissance- und Barockstücke.

Längere Zeit schon hatte Musikschulleiter Eckhard Richelshagen nach einem Trompetenlehrer gesucht. Über mehrere Ecken hinweg kam der Kontakt zu Tschöpe zustande. Der Musiker ist im vergangenen Herbst in die freigestellte Altersteilzeit gegangen. Er erinnert sich: „Freitag hatte ich den letzten Tag in der Musikschule Neuss. Montag kam der Anruf von Herrn Richelshagen.“ Eigentlich hatte er sich schon auf die freie Zeit eingestellt, daher bat er zunächst um Bedenkzeit, erzählt Nikolaus Tschöpe. Er brauchte dann aber nicht lange, um zuzusagen - zur Freude von Eckhard Richelshagen.

Hintergrund

Nikolaus Tschöpe bietet seit 1. März dienstags Trompetenunterricht in der Musikschule Hückeswagen an. Es sind noch Plätze frei. Instrumente können über die Musikschule gestellt werden. Kontakt: Tel. (0 21 92) 53 21 oder per E-Mail: musikschule-hueckeswagen@gmx.de

Die Öffnungszeiten des Musikschulbüros haben sich geändert: Geöffnet ist dienstags, mittwochs und donnerstags 11 - 15 Uhr.

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