Gemeinde

Musik der Kelten begeisterte

„Summertime“ in der Pauluskirche.

Von Cristina Segovia-Buendía

HÜCKESWAGEN Mit dem enormen Ansturm am Sonntagnachmittag auf die Pauluskirche hatte Patricia Jantke nicht gerechnet: „Ich habe für das Konzert 50 Programmflyer gedruckt, weil ich ja keine Ahnung hatte, dass die Kirche so voll werden würde“, sagte die „Chefin“ der Folk-Band bei ihrer Begrüßung mit sichtbarer Freude, die sie nicht unterdrücken konnte.

So gut wie jede Bank des Gotteshauses war besetzt, und alle Zuhörer schauten erwartungsvoll auf die Musiker. Wer konnte und noch ein Flyer ergattert hatte, teilte sich diesen mit dem Sitznachbarn, denn neben dem Programmablauf und einigen Notizen zu Herkunft und Inhalt der einzelnen Lieder fanden sich hin und wieder auch Refrains der keltischen Lieder.

Konzert verführte zum Träumen

Der Eroberungsstreifzug der Kelten ist bis heute noch in der Kultur einiger Regionen erlebbar. So teilen sich beispielsweise Iren, Schotten, Franzosen aus der Bretagne und Spanier aus Galizien einen ähnlichen Musikstil. Bretonische Tanzstücke haben vieles mit den wohlbekannten irischen Melodien aber auch den nordspanischen Muiñeiras gemeinsam. Eine Kostprobe davon lieferte No. 4 Mill Street am Sonntagnachmittag.

Kurzweilig, entspannend und gar zum Träumen verführte ihr gut einstündiges Konzert. Patricia Jantke wechselte zwischen den Stücken nicht nur regelmäßig zwischen Gitarren und Flöten, sondern erzählte in ansprechender Art und Weise Wissenswertes über die Lieder. Das Stück „Ellen Vannin“ etwa thematisiert die Geschichte eines gleichnamigen Post-Dampfers, der bei einem schweren Sturm am 3. Dezember 1909 in der irischen See vor Liverpool sank.

Das schottische Stück „A Mhòr a Ghaoil“ erzählt von einem Fabelwesen, das tagsüber Mann ist und nachts als Wasserpferd zurück ins Meer muss und seine Liebsten bittet, das gemeinsame Kind nicht auszusetzen. In beiden Stücken durften die Zuhörer als spontan formierter Chor beim Refrain unterstützen.

Zwei Zugaben rang das begeisterte Publikum der Band mit seinem langanhaltenden Beifall und Zugabe-Rufen heraus: „Ein letztes Lied noch, dann schicken wir sie aber wirklich nach Hause“, sprach Patricia Jantke zu den bereits stehenden Zuschauern, die der Darbietung der Band weiter anerkennenden Applaus zollte. Es war ein durchweg sehr gelungenes und wohltuendes Konzert.

Am kommenden Sonntag, 28. August, endet die kleine sommerliche Konzertreihe in der Pauluskirche. Zum Abschluss treten ab 17 Uhr unter der Leitung von Kantorin Inga Kuhnert die Sopranistin Veronika Madler, sowie Beate Fabig und Elvira Persian an den Blockflöten auf. Der Eintritt ist wie immer frei, es wird aber um eine Spende gebeten.

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