Wettbewerb

Mit „DrinkMore“ zum Finale nach Berlin

Die EvB-Schüler Timon Kaul (l.), Florian Bahr (M.) und Lukas Krämer haben eine StartUp-Idee bei einem Wettbewerb eingereicht - und sind damit jetzt im Finale in Berlin.
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Die EvB-Schüler Timon Kaul (l.), Florian Bahr (M.) und Lukas Krämer haben eine StartUp-Idee bei einem Wettbewerb eingereicht - und sind damit jetzt im Finale in Berlin.

Bei „StartUpTeens“ haben es drei EvB-Schüler aus Hückeswagen, Kürten und Wipperfürth mit ihrer Idee geschafft.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Die vergangene Woche war für die drei Schüler Timon Kaul aus Hückeswagen, Florian Bahr aus Kürten und Lukas Krämer aus Wipperfürth, die alle die Jahrgangsstufe Q1 am Wipperfürther Engelbert-von-Berg-Gymnasium (EvB) besuchen, durchaus  spannend. Und das  nicht  aus rein schulischen Gründen. „Wir haben bei einem Startup-Wettbewerb mitgemacht, wobei wir im Sozialwissenschafts-Unterricht zuvor bereits mit allen Mitschülern beim Deutschen Gründerpreis mitgemacht haben“, erzählt Lukas Krämer. Per Internetrecherche hätte ihr Dreier-Team dann vom bundesweiten StartUpTeens-Wettbewerb erfahren, sagt der 17-jährige Wipperfürther weiter. „Der wurde in den Sozialen Medien ziemlich beworben.“

Ihre Idee habe schon beim Deutschen Gründerpreis recht gut abgeschnitten, daraufhin hätten die drei Schüler sie auch beim StartUpTeens-Wettbewerb eingereicht. „Wir haben es dabei schon in die Top fünf in der Kategorie ,Consumer Products‘ geschafft. Damit wir zum Finale nach Berlin dürfen, mussten wir  aber unter die Top drei. Wer  im Finale in seiner Kategorie auf Platz eins kommt, bekommt ein Preisgeld von 10.000 Euro“, erzählt Timon Kaul. Lukas Krämer ergänzt: „Wir brauchten dafür vor allem Online-Stimmen – dafür haben wir natürlich jede Menge Werbung in unserem privaten und schulischen Umfeld gemacht.“

Am Ende hat es gereicht: Die drei Gymnasiasten sind in ihrer Kategorie sogar auf dem ersten Platz gelandet. „Wir haben bis zum vergangenen Donnerstag, so lange konnte man online abstimmen, jede Menge Werbung gemacht – überall, wo es nur möglich war“, sagt Timon Kaul. Eigens dafür hat das Team einen Instagram-Account eingerichtet, um auch damit noch mehr Menschen zu erreichen.

Die Idee, mit der die drei Schüler nun so erfolgreich gewesen sind, ist dabei ganz simpel – wie es ja meist bei erfolgreichen Ideen der Fall ist. „Wir haben uns überlegt, dass viele Menschen zu wenig trinken. Unsere Idee war dann, dass wir eine Trinkflasche entwickeln, die automatisch die getrunkene Flüssigkeitsmenge registriert – und den Besitzer der Flasche dann per App daran erinnert, mehr zu trinken“, erläutert Lukas Krämer. Damit das funktionieren kann, wird unter die Flasche eine Basis montiert, die die Flüssigkeitsmenge registriert.

Grundsätzlich gehe es bei dem Wettbewerb in erster Linie um die Idee. Die müsse allerdings technisch umsetzbar sein, dürfe also nicht nur ein theoretisches „Hirngespinst“ sein. „Wir haben dazu tatsächlich Berechnungen und Modellierungen am PC vorgenommen“, sagt Timon Kaul. Außerdem hätten sie durchaus einige andere Ideen entwickelt, die allerdings den Praxistest  nicht bestanden hätten. „Da war viel Brainstorming mit dabei“, erzählt Florian Bahr. „Insgesamt haben wir rund ein halbes Jahr mit der Entwicklung unserer Idee verbracht, haben uns dafür etwa einmal in der Woche getroffen – außerhalb der Schule.“  

Um sich zu bewerben, hätten sie einen Businessplan einreichen müssen. „Den haben wir per Mail einreichen können, es gab dafür Informationen und einen Fragenkatalog, den wir abarbeiten mussten“, sagt der 16-jährige Timon Kaul.

Zunächst sei dann die Information gekommen, dass die drei EvB-Schüler mit ihrer Idee, der sie den Namen „DrinkMore“ gegeben haben, unter die besten Fünf gekommen seien. „Danach sind wir natürlich komplett auf heißen Kohlen gesessen“, sagt Florian Bahr lachend. Die Aufregung habe sich allerdings gelohnt, wie sich nur ein paar Tage später gezeigt habe. „In nur sieben Tagen haben wir tatsächlich so viele Stimmen bekommen, dass es für den ersten Platz gereicht hat“, berichtet Timon Kaul.

Auf der Internetseite des Wettbewerbs kann man die Idee der EvB-Schüler in einem kurzen zweiminütigen Imagefilm ansehen. Darin wird auch deutlich, dass die Zielgruppe für „DrinkMore“ tatsächlich umfassend ist. „Trinken ist nun einmal lebenswichtig, für Kinder, Erwachsene und Senioren“, heißt es in dem Film.

Die drei EvB-Schüler haben die (künftige) Arbeit untereinander aufgeteilt – Florian Bahr kümmert sich um Finanzen, Logistik und Vertrieb, Lukas Krämer um Technik, Beratung und Präsentation auf Messen, Timon Kaul um Marketing, Social Media und Design. Das ist im Moment zwar auch noch theoretisch – aber kann durchaus einmal konkreter werden.

„In Berlin stellen wir in einem sogenannten Pitch unsere Idee vor, da sind dann viele Unternehmer da – wer weiß, was sich daraus entwickeln kann“, sagt Lukas Krämer. Große Produkte fangen schließlich immer mit einer kleinen Idee an. . .

Hintergrund

Wettbewerb: Die 21 Teams, jeweils drei Erstplatzierte in sieben Kategorien, sind nun zum Finale eingeladen, das am Freitag, 24. Juni, im Axel-Springer-Haus in Berlin stattfindet.

Gewinner: Die Gewinner in den sieben Kategorien werden von 43 Mitgliedern der Jury ermittelt – jedes Gewinnerteam bekommt 10.000 Euro und den „StartUpTeens“-Award.

www.startupteens.de

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