Wettbewerb

Miss Germany: Hückeswagenerin im Halbfinale

Gina Stellbrinck, hier beim Miss-Germany-Treffen im Europa-Park Rust, lebt seit 2018 in Hückeswagen. Die 31-Jährige will Miss Germany werden, um anderen Frauen Mut zu machen.
+
Gina Stellbrinck, hier beim Miss-Germany-Treffen im Europa-Park Rust, lebt seit 2018 in Hückeswagen. Die 31-Jährige will Miss Germany werden, um anderen Frauen Mut zu machen.

Gina Stellbrinck hat es unter die letzten 20 Kandidatinnen geschafft.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Vor kurzem verkaufte Gina Stellbrinck ihre selbst gemachten Beton-Kreationen auf dem Weihnachtsmarkt in Köln-Nippes. Etwa zur gleichen Zeit erhielt die Hückeswagenerin die gute Nachricht: Sie hat es in die Top 20 der aktuellen Miss-Germany-Staffel 2022/ 2023 geschafft und ist damit im Halbfinale.

Vor drei Jahren hat sich die Miss-Germany-Wahl vom veralteten Konstrukt des Schönheitswettbewerbs verabschiedet. Seitdem geht es um eine Auszeichnung für Frauen, die Verantwortung übernehmen, eigene Geschäftsideen und Talente umsetzen und sich für andere Frauen einsetzen. Zu ihnen zählt auch die in Hückeswagen lebende Kunsthandwerkerin Gina Stellbrinck. Mit vielen Inspirationen kehrte die 31-Jährige vom Erfahrungsaustausch „Network Experience“ zurück, der an zwei Tagen im Europapark Rust stattfand. Erstmals lernten sich alle 40 verbliebenen Kandidatinnen der aktuellen Staffel persönlich kennen und konnten an Workshops teilnehmen. Mit dabei war auch der neue Miss-Germany-Chefjuror Bruce Darnell, der dabei aus seinem Leben erzählte.

Bei dem Treffen ging es vor allem darum, die eigene „Mission“ noch besser auszuarbeiten. Zudem mussten sich die Frauen auf der Bühne vorstellen und unter anderem überzeugend vortragen, warum eine andere Mitkandidatin Miss Germany werden soll. „Das war sehr aufregend, und wir konnten alle kaum schlafen, weil so viele Eindrücke entstanden sind“, berichtet Gina Stellbrinck. Für den eigenen Pitch – ein Begriff aus der Startup-Szene, um die eigene Geschäftsidee zu präsentieren – hatte sie auf der Bühne eine Minute Zeit. „Handwerkliche Berufe haben kein Geschlecht“, lautet das Motto ihrer Rede. „Ich wünsche mir, dass jeder Mensch seiner Leidenschaft nachgehen kann.“ Mit diesen Worten begann die 31-Jährige ihren Bühnenauftritt. Künstlerische und handwerkliche Berufe würden viel zu oft unter den Teppich gekehrt. „Ich hätte mir eine Berufsorientierung gewünscht, die meine Fähigkeiten erkennt und mich in die richtige Richtung bringt“, sagte Gina Stellbrinck. Etwas mit den Händen zu erschaffen, sei besonders erfüllend. „Ich möchte Künstlerinnen, Schülerinnen und Handwerkerinnen zusammenbringen, etwas kreieren und mit den alten Rollenbildern aufbrechen“, sagte sie.

Vor zwei Jahren hatte sich Gina Stellbrinck selbstständig gemacht und möchte nun auch anderen Frauen und jungen Menschen Mut machen, ihre Träume und Wünsche zu verwirklichen. Bühnenerfahrung hat die Hückeswagenerin nicht – die Aufregung war ihr daher schon ein wenig anzumerken, zumal auch Chefjuror Bruce Darnell zugegen war. In dem Video von ihrem Auftritt, das die Miss-Germany-Kandidatin auf ihrem Instagram-Account (@atelier_florentine) veröffentlicht hat, ist allerdings auch deutlich die Leidenschaft zu erkennen, mit der sie ihren Wunsch vorträgt.

Das nächste Ereignis bei Miss-Germany folgt im Januar mit dem „Personality Camp“. Dort treffen die Top 20 auf Mentoren der unterschiedlichsten Branchen. Der Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben. „Er soll mehrere Flugstunden entfernt liegen“, berichtet die 31-Jährige. Den Spaß an der Teilnahme hat die Wahl-Hückeswagenerin, die in Wermelskirchen aufgewachsen ist und 2018 in die Schloss-Stadt zog, nicht verloren. „Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich so weit komme“, versichert sie.

Eine Konkurrenz unter den Frauen sei (noch) nicht zu spüren. Im Gegenteil: „Es sind schon Freundschaften entstanden, und man freut sich richtig auf das nächste Wiedersehen“, versichert sie.

Hintergrund

Juror: Mit dem Model, TV-Moderator und Unternehmer Bruce Darnell steht das erste Jury-Mitglied der neuen Miss-Germany-Staffel 2022/2023 fest. „Ich freue mich, Miss Germany in der neuen Ausrichtung zu begleiten und Frauen zu finden, die Verantwortung übernehmen“, sagt er. „Wir suchen keine Models, sondern Menschen, die begeistern.“ Ihn interessierten vor allem die Geschichten hinter den Personen.“ „Ich freue mich, die besonderen Charaktere auf ihrem Weg zu begleiten.“

Moderation: Die Moderation des Miss-Germany-Finales am Samstag, 4. März 2023, im Europa-Park in Rust (Baden-Württemberg) werden erstmalig RTL-Moderatorin Frauke Ludowig und deren Tochter Nele (19 Jahre) übernehmen.

Siegprämie: Die Siegerin erhält mit der Fördersumme von 25.000 Euro die Möglichkeit, ihre „Mission“ umzusetzen.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Busse: Donnerstag und Freitag drohen Streiks
Busse: Donnerstag und Freitag drohen Streiks
Busse: Donnerstag und Freitag drohen Streiks
Hier fährt der Mercedes von Aldi-Chef Theo Albrecht
Hier fährt der Mercedes von Aldi-Chef Theo Albrecht
Hier fährt der Mercedes von Aldi-Chef Theo Albrecht
Erdbeben: Familien bangen um Verwandte
Erdbeben: Familien bangen um Verwandte
Erdbeben: Familien bangen um Verwandte
Nachfrage bei der Rentenberatung ist stark gestiegen
Nachfrage bei der Rentenberatung ist stark gestiegen
Nachfrage bei der Rentenberatung ist stark gestiegen

Kommentare