Neujahrsempfang

Mehr Räume für Begegnung sollen entstehen

Die Sternsinger Alexander, Simon, Jan Erik und Ben Jakob (v. l.) brauchten beim Neujahrsempfang den Segen.
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Die Sternsinger Alexander, Simon, Jan Erik und Ben Jakob (v. l.) brauchten beim Neujahrsempfang den Segen.

Neujahrsempfang des Bürgermeisters im Heimatmuseum.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Schloss-Stadt zu verbessern, ist das Ziel aller Planungen und Investitionen, die in diesem Jahr anstehen. Das machte Bürgermeister Dietmar Persian am Sonntag beim Neujahrsempfang deutlich. Nach zwei Jahren, in denen ein Treffen vor Ort nicht möglich war, hatte der Bürgermeister nun wieder alle Bürgerinnen und Bürger ins Heimatmuseum eingeladen. Etwa 70 Bürger und Vertreter aus Vereinen, Institutionen, Parteien und Kirchen waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen und sich im Anschluss in lockerer Runde auszutauschen.

Zum Auftakt spielte das Musik-Duo Wandering Souls, bestehend aus der Hückeswagenerin Lorena Manz und Gerrit Witterhold, die mit ihren gefühlvoll vorgetragenen modernen und selbst geschriebenen Songs der Veranstaltung einen würdigen Rahmen verliehen.

Eine kurze Andacht hielt Diakon Burkhard Wittwer von der Katholischen Kirchengemeinde. Er bezeichnete die anwesenden Hückeswagener als Hoffnungsträger, da sie Verantwortung für die Gesellschaft und das Gemeinwohl übernehmen. Er animierte die Gäste zum Innehalten und zu einem gemeinsamen Gebet. „Ich lade Sie dazu ein, ein Gespür dafür zu bekommen, und die positive Kraft des Schweigens in der Gemeinschaft zu erleben“, sagte Burkhard Wittwer.

Dietmar Persian griff in seiner Ansprache das Motto aus dem Stadtlogo „Hückeswagen – leben und lieben“ auf. Leben sei weit mehr als die Befriedigung der Grundbedürfnisse. Neben den vielen Festen und Veranstaltungen in der Stadt, die im vergangenen Jahr durch das Abklingen der Corona-Pandemie wieder möglich waren, sollen in Zukunft vor allem Räume für Begegnungen von Menschen geschaffen werden, um die Aufenthaltsqualität in der Stadt weiter zu verbessern. „Gerade in den vergangenen drei Jahren haben wir gespürt, wie sehr uns die direkte Begegnung mit anderen Menschen fehlt“, betonte Persian.

Hückeswagen setzt aufdie Umsetzung des ISEK

Veränderungen in diese Richtung verspricht das integrierte Stadtentwicklungsprogramm (ISEK). Hierzu zählen die Umgestaltungen des Bahnhofsplatzes und der Wupper-auen. Das Schloss – als identitätsstiftendes Gebäude von Hückeswagen – soll, unter Bewahrung der historischen Bausubstanz, durch ein neues Nutzungskonzept ebenso zu einem Begegnungsort werden. „Ein großes Projekt, auch in finanzieller Hinsicht, das wir nicht alleine stemmen können. Bisher gab es dazu nur Pläne in der Theorie. Doch die Veränderungen werden nun bald sichtbar. Wir werden in diesem Jahr vom Planen in die Umsetzung kommen“, kündigte Persian an.

Der Bürgermeister sprach bei dem Empfang auch die Sanierung der bestehenden Schulgebäude, die Fortführung des Jugendzentrums wie auch die Dringlichkeit, weitere Sportmöglichkeiten zu schaffen, an. „Wie geht es mit dem Hallenbad weiter? Schaffen wir es, weitere Sportmöglichkeiten draußen und drinnen zu errichten? Große Fragen, auf ich noch keine abschließende Antwort habe“, gab Persian offen zu.

Einen Zwischenapplaus spendeten die Neujahrsgäste für das außerordentliche Engagement der örtlichen Sportvereine. Denn es gäbe, so Persian, in kaum einer Kommune so viele Sportstätten, die von den Vereinen selbst getragen werden.

Angesichts des Krieges in Europa forderte der Bürgermeister dazu auf, im Engagement für geflüchtete Menschen nicht nachzulassen. „Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass unsere Hilfe nur für eine kurze Zeit nötig ist. Dafür gibt es zu viel Not auf der Welt.“

Zwischen den Reden zum Neujahrsempfang zogen die Sternsinger ins Heimatmuseum ein und brachten mit Liedern und Sprüchen den Segen zu den Menschen. Diese Aufgabe übernahmen in diesem Jahr die Kinder Alexander, Simon, Jan Erik und Ben Jakob. Sie kamen gekleidet in Königsgewändern und sammelten zum Abschluss der diesjährigen Dreikönigssingen-Aktion Geld für bedürftige Kinder auf der ganzen Welt – in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt Indonesien.

Dietmar Persian nutzte die Gelegenheit aber auch, um all denen zu danken, die in der Stadt für eine gute Diskussionskultur sorgen: im Stadtrat, in der Verwaltung, zwischen den Institutionen und Vereinen. „Bei allem Streiten in der Sache haben wir ein friedliches und äußerst wertschätzendes Miteinander in Hückeswagen. Vielen Dank dafür.“

Konkrete Pläne

Umgestaltung: Zu Plätzen der Begegnung umgestaltet werden sollen der Bahnhofsplatz, das Schloss und die Wupperauen. Entsprechende Pläne liegen auch für die Bahnhofstraße und den Wilhelmplatz vor.

Schulen: Neben der Sanierung der Hauptschule und später der Realschule soll in den kommenden Jahren erheblich in den Ausbau des Ganztagesbereichs an der Wiehagener Grundschule und der Erich-Kästner-Förderschule investiert werden.

Familienbüros: Der Oberbergische Kreis will in diesem Jahr mit der Einrichtung von Familienbüros starten – hierbei ist Hückeswagen Pilotkommune. Das Familienbüro ist eine Anlaufstelle für Familien, die Unterstützung benötigen.

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