Modellregion

Mehr Öko-Lebensmittel aus der Region

Ein Fokus der Öko-Modellregion Bergisches Rheinland liegt auf der Erhöhung der Anteile von Bio-Milch und Bio-Rindfleisch.
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Ein Fokus der Öko-Modellregion Bergisches Rheinland liegt auf der Erhöhung der Anteile von Bio-Milch und Bio-Rindfleisch.

Drei Kreise haben sich zu einer Modellregion zusammengeschlossen.

Von Stefan Gilsbach

Oberberg. Die oberbergische Region hat sich im vergangenen Jahr mit den benachbarten Kreisen Rhein-Berg und Rhein-Sieg mit einem Konzept für die Förderung als „Öko-Modellregion Bergisches Rheinland“ beworben – mit Erfolg. Ende Oktober fand die Auftaktveranstaltung statt, nun beginnt die eigentliche Projektarbeit.

Wie der Oberbergische Kreis mitteilt, sollen die jeweiligen Bedingungen vor Ort im Zuge der Projekte berücksichtigt werden. Lebensmittel aus ökologischer und nachhaltiger Erzeugung sollen eine wesentliche Rolle spielen.

Der oberbergische Landrat Jochen Hagt betont die bereits gute Zusammenarbeit der vielen Akteure, beispielsweise in Landwirtschaft und Naturschutz. Das sei eine Voraussetzung für das Gelingen: „Wir wollen neue Impulse für Verarbeitung, Vermarktung und Absatz heimischer Öko-Produkte setzen und nachhaltig Wertschöpfung generieren. Eine enge Vernetzung von Erzeugung und Handel steigert die Wertschöpfung in der Region. Neben landwirtschaftlichen Betrieben sollen Verbraucherinnen und Verbraucher genauso für regionale, nachhaltige Produkte gewonnen werden.“

Auch die stellvertretende Landrätin des Rhein-Sieg-Kreises, Notburga Kunert, weist auf die Bedeutung der Wertschöpfung ökologischer und regionaler Produkte für Verbraucher hin. Sie betont das Alleinstellungsmerkmal der Region. Ein Fokus liege auf der Erhöhung der Anteile von Bio-Milch und Bio-Rindfleisch. Auch die Verarbeitung und Vermarktung der im Bergischen Rheinland erzeugten landwirtschaftlichen Bio-Produkte solle insbesondere in der Region gestärkt und ausgeweitet werden. So stellt die gemeinsame Betrachtung ökologischer und regionaler Aspekte ein wichtiges Ziel dar.

„Durch die Öko-Modellregion sollen Projekte angestoßen und umgesetzt werden, in denen insbesondere die regionalen Gegebenheiten Berücksichtigung finden. Viele gute Ideen sind bereits in den bergischen Regionen entwickelt worden. Mit der Förderzusage durch das Land und einem jährlichen Zuschuss von jeweils bis zu 80.000 Euro können wir viele davon umsetzen“, sagte der Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Stephan Santelmann.

Anteil des Ökolandbaus liegt in den drei Kreisen bei 17 Prozent

Weitere Ziele der Öko-Modellregion sind die Erweiterung der Produktpalette und die Erhöhung des Gemüseanbaus mit Stärkung alternativer Vermarktungsformen. Mehr Vernetzung und Zusammenarbeit von Erzeugern, Verarbeitern und Verbrauchern ist das Ziel. Bereits jetzt ist der Anteil des Ökolandbaus in den drei Kreisen ansehnlich, nach dem Stand von 2021 sind es durchschnittlich 17 Prozent. Damit liegt die Region deutlich über dem Landesdurchschnitt, hier beträgt der Anteil des ökologischen Landbaus nur 6,5 Prozent. 

Öko-Modellregionen sind vom Land NRW geförderte Bündnisse zur Stärkung und zum Ausbau des Ökolandbaus in NRW. Sie sind ein Instrument zur Unterstützung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Diese sieht vor, dass der Anteil des Ökolandbaus bis 2030 auf 20 Prozent gesteigert werden soll. Die Laufzeit ist bis Ende 2024 bemessen mit einer Förderung von bis zu 80 Prozent (maximal 80.000 Euro pro Region und Jahr). Weitere Kosten werden von den Kreisen und Kreiszusammenschlüssen getragen. Durch die Etablierung von Öko-Modellregionen soll „eine verstärkte und erweiterte Vernetzung von Verarbeitungs- und Vermarktungsmöglichkeiten auf regionaler Ebene, etwa im Lebensmittelhandwerk, im Handel, in der Gastronomie oder in öffentlichen Kantinen, geschaffen werden“, teilt der Kreis mit. Eine bessere Erschließung regionaler Absatzpotenziale soll das Interesse an einer Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf die ökologische Wirtschaftsweise steigern.

Hintergrund

Konzept: Öko-Modellregionen haben sich bereits in anderen Bundesländern als Impulsgeber in der Entwicklung regionaler Bio-Wertschöpfungsketten etabliert. In Nordrhein-Westfalen sind sie ein neues Format. Die Öko-Modellregionen in NRW wurden 2021 erstmalig durch das damalige Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) ausgerufen.

Anzahl: In bislang zwei Wettbewerbsphasen wurden 2021 und 2022 insgesamt fünf Öko-Modellregionen in NRW ins Leben gerufen.

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