85 Jahre

Gerd Kups feiert Geburtstag: Liebe zum Fußball ist immer noch da

Gerd Kups kümmert sich liebevoll um den großen Garten hinter dem Haus in Großberghausen.
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Gerd Kups kümmert sich liebevoll um den großen Garten hinter dem Haus in Großberghausen.

Das macht der ehemalige Trainer des RSV 09 heute.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Nur noch selten schaut sich Gerd Kups Fußballspiele an der Schnabelsmühle an. Der Umgangston auf dem Spielfeld ist ihm zu rau geworden. Als ehemaliger Trainer des RSV 09 standen für ihn immer der Zusammenhalt und die gemeinsame Liebe zum Sport im Vordergrund. Das hat sich bis heute nicht geändert, auch wenn der Hückeswagener am morgigen Sonntag seinen 85. Geburtstag feiern kann. „Fußball war mein Leben“, versichert Kups.

Als jüngstes von vier Kindern wurde er am 4. September 1937 in Neue Welt an der Peterstraße geboren. Die Kindheit war schön – zumindest soweit der Zweite Weltkrieg das zuließ. „Wir hatten so gut wie nichts zu essen, und wenn die Sirenen gingen, mussten wir in den Bunker“, erinnert sich Kups. So oft es ging, schaute er den älteren Spielern des Raspo beim Training auf dem damaligen Sportplatz Morgenstern an der Peterstraße zu. „Ich habe immer die Bälle wiedergeholt und zurückgeschossen“, berichtet er. Einmal holte ihn der damalige Trainer auf den Platz. „Ich sollte erst den Pfosten, dann die Latte treffen. Und es hat geklappt“, berichtet er.

1950 bauten seine Eltern mit viel Eigenleistung ein Haus an der Mühlenstraße auf dem Höchsten. Auch der damals 13-Jährige musste bei den Erdarbeiten mithelfen: „Wir haben am 9. April angefangen und sind am 9. September eingezogen.“ Kurz darauf wurde ein neuer Sportplatz an der Schnabelsmühle angelegt. „Er ist mit mir mitgezogen“, fügt Kups scherzhaft hinzu.

Erst Heinz Stühlmeyer, ein Mann, der mit nur einem Bein aus dem Krieg zurückkam, habe die Jugendarbeit im Raspo aufgebaut. Gerd Kups spielte in der Kreisauswahl und besuchte später Lehrgänge für die Trainerausbildung. „Ich war kein schlechter Spieler und mit 18 Jahren einer der jüngsten Kapitäne im Umkreis“, erzählt er. Als Jugendleiter hatte er sich für den Verein engagiert. Seine ehemalige Mannschaft, die zum Teil noch heute bei den Alte Herren spielt, laden Gerd und Gisela Kups einmal jährlich zum gemütlichen Treffen ein. „Ihren Trainer haben sie nicht vergessen. Und auch wenn ich 1991 aus dem Verein ausgetreten bin, so hängt mein Herz trotzdem noch am RSV“, versichert der Hückeswagener.

Im Schützenverein gewann er zahlreiche Pokale

Auch im Schützenverein ist Gerd Kups aktiv. Der damalige Schützenchef Klaus Manns, der ihn beim Vereinsschießen für den RSV zugesehen hatte, hatte dem Schießmeister auf die Schulter geklopft und gesagt: „Das ist einer für uns.“ Kups gibt lachend zu: „Am Bierstand auf dem Altstadtfest habe ich mich dann breitschlagen lassen.“ Zahlreiche Pokale im Keller zeugen von den sportlichen Erfolgen.

Gerne erinnert sich der 84-jährige, der seit 1978 an der Großberghauser Straße wohnt, auch an „Die lustigen Karquellenwanderer“ – eine Gruppe aus sechs Paaren, die aus dem ehemaligen Jugendvorstand des RSV 09 heraus entstanden ist. Mittlerweile genießt er das ausgiebige Frühstück mit Ehefrau Gisela und kümmert sich um Haus und Garten. Freude bereiten ihm die Spaziergänge mit Leih-Hund Emma, den Sohn Uwe manchmal vorbeibringt. Nachmittags gibt es eine Spielstunde mit Kniffel, Mensch ärgere dich nicht, Offiziersskat oder Schach. Wer verliert, muss zahlen. „Das Geld ist dann unser Taschengeld für den Urlaub“, sagt Gisela Kups.

Aus der Ruhe bringen kann Gerd Kups kaum etwas. Außer der jüngst überstandene Wasserschaden im Haus oder auch ein liegender Ball – der macht ihn immer noch nervös. Seinen 85. Geburtstag möchte er im kleinen Kreis feiern. Für die Zukunft wünscht er sich wieder etwas fitter zu werden und mobil zu bleiben.

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