Langjähriger Schützen-Kommandeur wird 80 Jahre alt

Falk Renner, ehemaliger Schützenkönig wird im Juni 80. Jahre alt.
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Falk Renner, ehemaliger Schützenkönig wird im Juni 80. Jahre alt.

Am Donnerstag feiert Falk Renner seinen Geburtstag.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Einen besseren Kommandeur als Falk Renner hätte sich der Hückeswagener Schützenverein kaum wünschen können. Nach dreijähriger Bundeswehrzeit kehrte Falk Renner 1968 als Offizier in die Schloss-Stadt zurück und brachte die Fähigkeit mit, sich militärisch zu bewegen und entsprechende Befehle zu erteilen. Genau zu der Zeit suchte der Schützenverein von 1636 einen Nachfolger. Das ist mittlerweile mehr als 50 Jahre her. Doch noch heute ist der 79-Jährige im erweiterten Vorstand des Vereins aktiv, marschiert bei Festzügen mit und zapft auch gerne für seine Schützenbrüder das Bier an der Theke.

Am kommenden Wochenende muss Falk Renner keinen Thekendienst übernehmen, sondern steht selbst einmal im Mittelpunkt bei der Geburtstagsfeier zu seinem 80. Geburtstag. Dass so eine Feier nicht billig ist, weiß der zweifache Schützenkönig aus den Jahren 1989/1990 und 1995/1996 nur zu gut. „Entweder ist einem das die Sache wert oder nicht“, sagt er und lacht. Am 8. Juni 1942 wurde Falk Renner in Goslar geboren und wuchs im Elternhaus an der Peterstraße in Hückeswagen auf. Dort betrieben seine Eltern die Feilen- und Werkzeugfabrik Rennerwerke.

Als Kind besuchte er die evangelische Volksschule an der Weierbachstraße, später das Engelbert-von-Berg-Gymnasium. An die Schulzeit schloss sich eine Lehre als Universalhärter bei den Deutschen Edelstahlwerken (später Thyssen) in Remscheid an. Nach dem Wehrdienst verpflichtete sich Renner als Zeitsoldat, bis er 1968, nach drei Jahren zurück in sein Elternhaus an die Peterstraße zog. Das war auch die Zeit, in der er Kontakt zum Schützenverein aufnahm.

„Der Schießstand war zu der Zeit noch primitiv, es wurde draußen geschossen. Aber die Kumpanei war sehr gut und ist es noch heute“, betont der Jubilar. Das erste Schützenfest habe er „zur Probe“ mitgemacht, bevor er 1970 Mitglied im Verein wurde – mittlerweile als Ehrenmitglied. Seine Schützenuniform zieren zahlreiche Anstecknadeln und Orden. Viele Jahre marschierte er bei den Umzügen mit Säbel und Federbusch vorne weg. Doch noch heute kann der Verein auf sein treues Mitglied zählen, wenn Not am Mann ist oder Hilfe gebraucht wird. „Solange ich das kann, mache ich das“, kündigt Renner an.

„Ich war viel von zu Hause weg und in ganz Europa unterwegs“, sagt der ehemalige interne Firmen-Auditor. Der elterliche Betrieb bot dem jungen Mann damals keine Perspektive, denn schon 1967 erwarb Firma Klingelnberg Söhne die Rennerwerke und ließ den Gebäudekomplex 1972 abreißen.

Privat sind aus zwei Ehen zwei Söhne hervorgegangen. Seit 2007 ist Falk Renner wieder Junggeselle und lebt (seit 2005) in einer Einliegerwohnung an der Kölner Straße. Das Reisen hat er über all die Jahre nie aufgegeben und ist auch heute mit seiner neuen Lebensgefährtin mehrmals im Jahr unterwegs. Einen Ausgleich zu seinem Berufsleben fand er immer beim Reiten und Versorgen seines Pferdes. Die Zeit im Pferdestall nach Feierabend sei wichtig für sein inneres Wohlbefinden gewesen.

Vor seiner Zeit als Schützenbruder war Falk Renner zehn Jahre in der DLRG aktiv. So musste er als Bergungstaucher der DLRG zwei Ertrunkene aus dem Wasser ziehen.

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