Einsatz

Landrat versüßt den Heiligabend-Dienst

Jochen Hagt (2. v. l.) in Rade mit den Rettungskräften Monika Jenne (2. v. r.), Valentin Slomka und Nadja Kempf, Praktikantin des DRK.
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Jochen Hagt (2. v. l.) in Rade mit den Rettungskräften Monika Jenne (2. v. r.), Valentin Slomka und Nadja Kempf, Praktikantin des DRK.

Jochen Hagt dankte den Rettungsdienstmitarbeitern im Nordkreis für ihre Arbeit.

Von Heike Karsten

Nicht allen Einsatzkräften der Rettungswachen im Nordkreis konnte Jochen Hagt seine Weihnachtsgrüße persönlich überbringen. In der Schloss-Stadt musste der Landrat den Karton mit dem Weihnachtsstollen vor die Tür stellen, da die Retter gerade zu einem Einsatz unterwegs waren.

In der Rettungswache an der Marienstraße, gleich neben dem ehemaligen Krankenhaus, versahen die Notfallsanitäter Manuel Hedbawny (25) und Kai Nordquest (44) an Heiligabend ihren 24-Stunden-Dienst bis 8 Uhr morgens. Bis zum frühen Abend waren sie schon zu mehreren Einsätzen unterwegs – darunter ein entgleister Blutdruck. Ein besonderes Weihnachtsessen hatten die Kollegen nicht geplant. „Da ich als Vertretung eingesprungen bin, konnten wir uns nicht absprechen“, erklärte Manuel Hedbawny.

Etwas im Voraus zu planen sei in diesem Beruf sowieso nicht gut, wie Kai Nordquest lachend zufügt. „Es ist wie Murphys Gesetz: wenn man etwas plant, funktioniert es nicht. Plant man ein Essen, fährt man genau dann raus, wenn das Essen auf dem Teller liegt“, berichtet er aus Erfahrung. Dennoch warfen die Notfallsanitäter in der Hoffnung auf einen ruhigen Abend einen Blick auf die DVD-Sammlung neben dem Fernseher. Viel Platz gibt es in der Hückeswagener Rettungswache nicht. Schon seit 2021 sucht der Oberbergische Kreis, der Träger aller Rettungswachen im Kreis ist, nach einem neuen Standort für die Wachen in Hückeswagen und Radevormwald. „Die erhöhten Anforderungen an die Rettungswachen lässt sich in den alten Gebäuden nicht mehr abbilden“, sagte Landrat Jochen Hagt. Jährlich ist er abwechselnd im Süd- und Nordkreis unterwegs, um den Einsatzkräften seinen Dank auszusprechen und ein kleines Präsent zu überreichen.

Zum Platz- komme der Personalmangel hinzu, weshalb der Kreis in einer Kooperation mit der Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren sein eigenes Fachpersonal ausbildet. Da der Kreis die Rettungswachen betreibt, sind sie nach einheitlichem Schema konzipiert. „Wir sind ein Team, wir sprechen eine Sprache, und es gibt ein einheitliches System. Man kann dadurch die Wache wechseln und woanders aushelfen und weiß trotzdem, wo alles ist“, sagte Notfallsanitäter Valentin Slomka.

Radevormwald

Manuel Hedbawny (l.) und Kai Nordquest freuten sich in Hückeswagen über das Präsent vom Landrat.

In dem Weinkarton, den Landrat Jochen Hagt am Heiligen Abend auch den Einsatzkräften der Radevormwalder Wache mitgebracht hatte, befand sich natürlich kein Alkohol, sondern ein großer Weihnachtsstollen. Persönlich bedankte er sich für die Dienstbereitschaft am 24. Dezember. Notfallsanitäter Valentin Slomka (26) und Rettungssanitäterin Monika Jenne (46) nahmen gegen Mittag das Präsent entgegen, nachdem sie gerade von einem Einsatz zurückgekommen waren. „Heute ist relativ viel los“, berichteten sie schon nach dem ersten Viertel ihres Dienstes. Für den Abend stand dennoch ein Raclette-Grill bereit, bei dem sich schnell der Stecker ziehen lässt.

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