Produktionshalle

Klingelnberg expandiert im Gewerbegebiet West 2

Der imposante Blick in die Halle (v. l.): Sascha Becker (Leiter Liegenschaften), Philipp Kannengießer (Geschäftsführer Produktion und Technik), Bürgermeister Dietmar Persian und Christoph Küster (Geschäftsführer Finanzen und Personal.
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Der imposante Blick in die Halle (v. l.): Sascha Becker (Leiter Liegenschaften), Philipp Kannengießer (Geschäftsführer Produktion und Technik), Bürgermeister Dietmar Persian und Christoph Küster (Geschäftsführer Finanzen und Personal.

Maschinenbauer nimmt neue Produktionshalle nach zehn Monaten Bauzeit in Betrieb.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Sie ist nicht gerade die Baustelle im Stadtgebiet, die den meisten Bürgern ins Auge gefallen sein dürfte. Doch wer regelmäßig im Gewerbegebiet West 2 in Winterhagen/Scheideweg unterwegs ist, hat sie in einem respektablen Tempo wachsen sehen. Hückeswagens größter Arbeitgeber, der Maschinenbauer Klingelnberg, hat dort im Dezember 2021 begonnen, seinen zweiten Standort mit einer 6000 Quadratmeter großen Produktionshalle sowie einem angrenzenden 2000 Quadratmeter großen Büro- und Verwaltungsbau zu erweitern.

Im typischen Klingelnberg-Grau ist die Halle auf zehn Meter Höhe gewachsen. Am Montag wurde die Halle offiziell in Betrieb genommen – die ersten Maschinen sind angekommen. „Es hat alles wunderbar geklappt, wir sind sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen geblieben“, sagt Sascha Becker, Leiter Liegenschaften.

Die Dimensionen sind eindrucksvoll: 160 Meter lang, 33 Meter breit und zehn Meter hoch erstreckt sich die Halle. Im Inneren ist im Moment noch viel Platz. „Es gibt hier 42 Maschinenplätze, die 16 Mal zehn Meter groß sind, was der Platz für unsere größten Maschinen ist“, sagt Becker.

An der Hallendecke befinden sich zwei Schwerlastkräne, die 40 und 25 Tonnen heben können. An den Seiten sind links und rechts jeweils fünf Wandlaufkräne angebracht. Wenn man sich die Dimensionen der Maschinen vor Augen hält, wird klar, dass man bei der Arbeit daran Hilfsmittel braucht.

Neben den Maschinenplätzen stehen Mediensäulen. „Dort können die Mitarbeiter alles steuern und anschließen, was sie für ihre Arbeit an den Maschinen brauchen – Strom, Druckluft und ein PC-Terminal, an dem alles digital eingesehen werden kann. Sozusagen ein papierloser Arbeitsplatz“, sagt Philipp Kannengießer, Geschäftsführer Produktion und Technik.

Vieles sei bislang noch auf Papier festgehalten und weitergegeben worden. Das sei hier am Standort West 2 Geschichte. Auch sonst sei die Produktionshalle auf dem neuesten Stand der Technik. „Wir haben die Halle nach dem KW55-Maßstab bauen lassen – die Statik der Hallendecke lässt zudem eine Belastung durch eine Photovoltaik-Anlage zu. Die noch nicht vorhanden ist, aber im Zuge der Energiepreisentwicklung sicher eine Option ist“, sagt Becker.

Eindrucksvoll auch das, was man gar nicht mehr sehen kann: die Fundamente. „Unsere Maschinen wiegen sehr viel, das heißt, dass wir nicht mit einem normalen Hallenboden arbeiten konnten. Die Fundamente gehen zwei Meter in den Boden“, sagt Becker. Noch ist die Halle zwar leer, erst zwei Maschinen sind da. „Aber in den kommenden sechs Wochen wird das schon ganz anders aussehen – dann wird die Halle voll sein“, sagt Christoph Küster, Geschäftsführer Finanzen und Personal.

In West 2 werden in erster Linie Maschinen für die Produktion der Zahnräder für Windkraftanlagen produziert. Es sei alles sehr schnell gegangen, betont Küster. „Wir haben mit den Planungen im Frühjahr 2021 begonnen, im Dezember ging es los. Die Entscheidung für den Standort in West 2, auf unserem bereits vorhandenen Grundstück, ist eine Entscheidung für Hückeswagen“, sagt er.

Aufgebaut ist die Halle so, dass am vorderen Ende, rechterhand, wenn man von der Johann-Clouth-Straße auf die Halle blickt, der Anlieferungsbereich ist. Daran schließt sich der größte Hallenteil an, die Produktion. Am linken Ende befindet sich die Verladehalle.

„Bis unsere Maschinen fertiggestellt sind, können bis zu sechs Monate vergehen. Dann durchlaufen sie einen Test, ehe sie so auseinandergebaut werden, damit sie auf bis zu vier Sattelschleppern verladen und transportiert werden können“, erklärt Becker. Beim Kunden werde die Maschine dann wieder aufgebaut und noch einmal getestet, ehe sie ihrer Bestimmung zugeführt wird.

Noch eine Baustelle ist das direkt an die Halle angrenzende und etwa 2000 Quadratmeter große Büro- und Verwaltungsgebäude. Dort ist der Trockenbau gerade in vollem Gange. „Wir planen, das Gebäude im Februar 2023 fertiggestellt zu haben. Und da der Münsterländer Totalunternehmer Brüninghoff auch die Halle so wunderbar fertig bekommen hat, gehen wir davon aus, dass auch dieser Termin eingehalten werden kann“, sagt Becker.

Hintergrund

Klingelnberg: Der Hückeswagener Maschinenbauer hat auf dem Grundstück an der Johann-Clouth-Straße noch Platz für weitere Erweiterungen. „Das Grundstück geht noch weiter in Richtung der Fahrradtrasse. Dort haben wir die Erde entsprechend angeschüttet, falls wir noch erweitern wollen“, sagt Sascha Becker, Leiter Liegenschaften bei Klingelnberg. Bei Klingelnberg arbeiten an den Standorten in Hückeswagen 800 Menschen, bei den elf Tochterunternehmen auf der ganzen Welt sind es weitere 1300. Damit ist der Maschinenbauer Hückeswagens größter Arbeitgeber. Die Unternehmenszentrale befindet sich seit 2010 in Zürich.

Kontakt: Peterstraße 45, 42499 Hückeswagen, Tel. (0 21 92) 810, E-Mail:

info@klingelnberg.com

www.klingelnberg.com

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