Jubiläum

Kita Am Kamp feiert 50-jähriges Bestehen

Barbara Renzel (5. v. l.), Leiterin vom Kath. Kindergarten Am Kamp, freut sich mit ihren Kolleginnen auf das Fest.
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Barbara Renzel (5. v. l.), Leiterin vom Kath. Kindergarten Am Kamp, freut sich mit ihren Kolleginnen auf das Fest.

Am kommenden Samstag gibt es ein buntes Programm – Alltag hat sich im Vergleich zu früher deutlich verändert

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Die Lage des katholischen Kindergartens Am Kamp ist durchaus besonders. Denn direkt neben dem Friedhof gelegen, liegen der Beginn und das Ende des Lebens räumlich sehr nahe beieinander. Am kommenden Samstag, 27. August, wird dort ein besonderes Jubiläum gefeiert. „Denn unser Kindergarten wurde vor 50 Jahren gebaut. So lange bin ich zwar noch nicht dabei, allerdings leite ich den Kindergarten auch schon seit 25 Jahren“, sagt Barbara Renzel.

Seinerzeit sei der Neubau eines weiteren Kindergartens in der Schloss-Stadt nötig geworden, weil es damals nur den evangelischen Kindergarten, schon damals an der heutigen Örtlichkeit neben der Johanniskirche gelegen, gegeben habe. „Damals gingen die Kinder ja noch nicht so früh in den Kindergarten, wie das heute der Fall ist“, sagt Barbara Renzel. Dennoch seien damals mehr Plätze nötig geworden.

Ein Foto aus den 1970er Jahren.

Noch einmal vergrößert worden ist der katholische Kindergarten dann vor etwa zwölf Jahren. „Das wiederum hing mit dem verbindlichen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für alle Kinder ab zwei Jahren zusammen“, erinnert sich Barbara Renzel. Da die kleinen Kinder einen Schlafraum benötigten, habe man anbauen müssen, da der bisherige Platz nicht ausgereicht habe.

„Das Jahr bleibt uns besonders in Erinnerung. Denn im Rahmen der Umbaumaßnahmen haben wir festgestellt, dass im bisherigen Gebäude jede Menge Renovierungsbedarf bestand“, sagt die Kita-Leiterin.

Die Folge sei gewesen, dass alle drei Gruppen für ein ganzes Jahr ausgelagert hätten werden müssen. „Zwei waren auf Wiehagen in einem Container an der Ewald-Gnau-Straße untergebracht. Das war auch ganz in Ordnung, weil dort ein Spielplatz war, so dass die Kinder direkt ins Freie konnten“, sagt Barbara Renzel. Die dritte Gruppe hätte hingegen ins damals noch sehr neue Gemeindehaus an der Weierbachstraße ausweichen müssen.

Die Räume seien durchaus modern und schön gewesen. „Allerdings gab es praktisch keine Spielmöglichkeiten im Freien – der nächstgelegene Spielplatz war der an der Goethestraße“, sagt Barbara Renzel. Dennoch sei es eine spannende Zeit gewesen – vor allem, weil nicht nur das gesamte Personal und die Kinder hätten ausziehen müssen, sondern auch die ganze Einrichtung und alle Spielsachen. „Die Organisation dieses Umzugs war für uns alle durchaus eine Herausforderung“, erinnert sich Barbara Renzel.

Heute ist die Kita in einem sehr guten Zustand – auch wenn natürlich nach rund zwölf Jahren durchaus die nächsten Abnutzungserscheinungen zu bemerken sind. „Wenn viele Kinder mehrere Räume jeden Tag intensiv benutzen, dann bleibt das nicht aus“, sagt Barbara Renzel schmunzelnd.

Aktuell gebe es drei Gruppen für insgesamt bis zu 60 Kinder ab zwei Jahren. Darum kümmere sich ein durchaus stattliches Team, wie die Kita-Leiterin sagt. „Wir haben derzeit zehn feste Mitarbeiterinnen, dazu kommen drei Auszubildende sowie Reinigungskräfte und ein Hausmeister. Derzeit sind auch ab und zu noch Eltern mit hier, da die Eingewöhnungszeit unserer Jüngsten noch nicht ganz beendet ist – die neuen Kinder sind am 1. August zu uns gekommen“, sagt Barbara Renzel.

Wenn sie zurückblickt, hat sich im Kita-Alltag durchaus ein wenig verändert. „Da ist besonders die Über-Mittag-Betreuung zu nennen. Das gab es früher in diesem Maße nicht“, sagt Barbara Renzel. In der Kita Am Kamp gebe es eine Betreuungszeit von 7 bis 16.15 Uhr. „Ich habe aber tatsächlich von Kitas in Großstädten gehört, die eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung an sieben Tagen in der Woche anbieten. Das kann ich mir allerdings für uns hier in Hückeswagen nicht vorstellen – unsere Betreuungszeiten reichen offensichtlich aus“, sagt die Kita-Leiterin.

Was allerdings durchaus vorstellbar sei – und über kurz oder lange auch in Hückeswagen kommen werde –, sei die Tatsache, dass die Kinder noch jünger werden würden, wenn sie in den Kindergarten kämen. „Trotz der Veränderungen ist es ein Berufsfeld, das mir auch heute noch große Freude bring“, sagt Barbara Renzel. Und ergänzt: „Die vergangenen 25 Jahre sind tatsächlich sehr schnell vorbeigegangen.“

Hintergrund

Termin: Das Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen der katholischen Kita Am Kamp, Am Kamp 11, findet am kommenden Samstag, 27. August, in der Zeit von 12 bis 16 Uhr statt.

Aufruf: „Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele ehemalige Kindergartenkinder und Mitarbeitende zu unserem Jubiläumsfest kommen“, sagt Leiterin Barbara Renzel.

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