Werkstatt

Kinder bauen Rampen aus Lego für Rollstühle

Die Legorampen-Werkstattleitung Luca Isabella Mock, Charlotte und Luca Bjarne Röttel brachte jetzt zusammen mit drei Kindern die Lego-Rampen am Eingang der Bergischen Buchhandlung an.
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Die Legorampen-Werkstattleitung Luca Isabella Mock, Charlotte und Luca Bjarne Röttel brachte jetzt zusammen mit drei Kindern die Lego-Rampen am Eingang der Bergischen Buchhandlung an.

Kinderdorf im Einsatz für fünf Geschäfte in Hückeswagen.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Kaum ein Geschäft der Innenstadt lässt sich ohne Stufe betreten. Doch mit etwas Einsatz und Kreativität kann der Zugang auch barrierefrei gestaltet werden. Rampen aus Steck-Bausteinen, wie es sie unter anderem von Lego gibt, sind eine Möglichkeit. Die Pfadfinder in Wipperfürth hatten das bereits vorgemacht, nun wurde die Idee auch im Kinderdorf umgesetzt.

Dort wurden diese bunten Rampen für fünf Hückeswagener Geschäfte gebaut. Jüngst übergaben die Werkstattleiter Luca Isabella Mock (23) und Luca Bjarne Röttel (22) mit den Baumeister-Kindern Frederik, Leandro, Jonas und Tom die ersten beiden Rampen der Bergischen Buchhandlung an der Bahnhofstraße. „Die Stufen vor den Geschäften wurden vorher ausgemessen“, berichtete Luca Röttel. Die beiden Lehramtsstudenten hatten sich von einem erfahrenen Lego-Rampenbauer per Internet-Workshop Tipps und eine genaue Anleitung geholt, das Jugendzentrum hatte für ausreichend Material gesorgt.

„Die erste Rampe passt perfekt“, freute sich Luca Mock. Stabil sind sie auch, denn alle Schichten wurden miteinander verklebt und sind mit einer Rutschmatte ausgestattet. „Es war relativ einfach und hat uns und den Kindern richtig Spaß gemacht“, bestätigten die beiden Werkstattleiter.

Entstanden war die Idee im Arbeitskreis Inklusion, wo Vanessa Grünheit (Die Partei) auf die Rampen für Rollator- und Rollstuhlfahrer aufmerksam machte. Es musste jedoch noch jemand gefunden werden, der sie baut. „Wir haben dann im Kinderdorf angefragt, ob man nicht eine Werkstatt daraus machen kann“, sagte Shirley Finster (Bündnis 90/Die Grünen). Bei den Geschäften habe man nachgefragt, wer Interesse hat und gleich am Ort überprüft, ob eine Rampe überhaupt möglich ist. Neben der Bergischen Buchhandlung erhalten auch das Blumengeschäft Hö-Bi, Modehaus Sessinghaus, Schmuck Lammert und Stilmix die von Kindern gebauten Rampen. Schon Ende vorigen Jahres hatten Volker Peppinghaus und Benjamin Lenatz auf einer Stadtrundfahrt mit dem Rollstuhl Problemstellen ausfindig gemacht und eine Liste erstellt. Shirley Finster ist zuversichtlich, dass sich noch mehr Treppen barrierefrei gestalten lassen. „Wir hoffen, dass sich das Beispiel in Hückeswagen etabliert“, sagte sie.

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