Show

Kesse Comedy mit Panagiota Petridou

Panagiota Petridou hatte ihr bekanntes Programm „Wer bremst, verliert!“ in Form einer Vorpremiere für die neue Tournee mitgebracht.
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Panagiota Petridou hatte ihr bekanntes Programm „Wer bremst, verliert!“ in Form einer Vorpremiere für die neue Tournee mitgebracht.

Publikum und Künstlerin hatten im gut besuchten Kultur-Haus Zach viel Spaß.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Sie kam, sah und quasselte drauflos: Die griechische Muttergottes – das bedeutet ihr Name übersetzt – und passionierte Autoverkäuferin Panagiota Petridou war am Samstagabend nach drei Jahren ins Kultur-Haus Zach zurückgekehrt. Und freute sich über die zahlreichen Gäste. „Wer war denn beim letzten Mal auch hier? Ah, ihr also. Seid ihr denn seitdem hier geblieben?“ Der Ton für den Abend war gesetzt.

Sie selbst sei nicht untätig gewesen in den vergangenen drei Jahren. „Ich bin Mutter geworden. Er sitzt draußen an der Kasse.“ Die, tja, kesse Solingerin, hatte ihr bekanntes Programm „Wer bremst, verliert!“ in Form einer Vorpremiere für die neue Tournee mitgebracht. Traditionell eine Möglichkeit für Künstler, sich vor einer Tournee noch einmal auszuprobieren, Gags zu versuchen und das in einer entspannten Atmosphäre eines kleineren Hauses. Das klappte im Haus Zach perfekt. Das lag zum einen an Panagiota Petridou selbst, deren Running-Gag die Frage war: „Wo war ich stehengeblieben?“ Und zum anderen aber auch am Publikum. Das war nicht nur extrem anfällig für die „große Schnauze“ – ihre eigenen Worte – der Solinger Griechin, sondern auch schlagfertig. Teilweise unterhielten Künstlerin und Publikum sich sogar rege. Etwa mit der Mathematiklehrerin aus Solingen oder dem Pensionär, der ganz genau aufpasste, als Panagiota Petridou die Besetzung des Stammtischs in der elterlichen Gaststätte in Solingen vorstellte. „Du warst Beamter, da ist mir klar, dass Du das besser weißt.“ Oder die Hückeswagenerin, die eine ganz ähnliche Autoanekdote wie die Comedienne erzählte, bei der offensichtlich fehlendes Öl eine wichtige Rolle spielte.

Und dann klingelte es plötzlich im Publikum. Kein Handy, sondern der Diabetes-Alarm eines Besuchers, wie sich herausstellte. „Was Schlimmes? Magst Du eine Banane?“, fragte Panagiota Petridou hilfsbereit. Ne, kam es da aus dem Publikum zurück, das würde es ja noch schlimmer machen – der Insulinwert sei zu hoch. „Ah, okay“, antwortete Panagiota Petridou und fügte mit kokettem Augenaufschlag an: „Weil ich so geil bin, was?“ Unter dem Applaus des Publikums antwortete der ältere Zuschauer: „Schnieke!“ Das würde ihr durchaus reichen, gab die Solingerin zurück: „Das nehme ich!“

Es war diese Spontaneität, diese Nähe zu ihrem Publikum, die diesen Abend zu einer runden Sache machten. Die Stimmung im gut besuchten Kultur-Haus Zach war die ganze Zeit sehr gut – weil die Chemie so passte zwischen Publikum und Comedienne.

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