Feiertag

Jecke BVB-Fans feiern Goldhochzeit

Kordula Zweering (70) und ihr Mann Günter Zweering (73) feiern am Donnerstag ihre Goldene Hochzeit. Gefeiert wird aber erst im März.
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Kordula Zweering (70) und ihr Mann Günter Zweering (73) feiern am Donnerstag ihre Goldene Hochzeit. Gefeiert wird aber erst im März.

Viele gemeinsame Hobbys verbinden Kordula und Günter Zweering – Am Donnerstag ist das Paar 50 Jahre verheiratet.

Von Heike Karsten

Einmal im Leben Prinzenpaar sein – diesen Traum haben sich Kordula und Günter Zweering erfüllt. Die beiden jecken Karnevalisten haben sich über die Narrenzunft Neye und den Tanzcorps Blau-Weiß Neye in Wipperfürth kennen und lieben gelernt. In der Session 1977/1978 waren sie Prinz und Prinzessin des Vereins mit allem, was dazugehört. Mittlerweile ist das Paar nicht mehr im Karnevalsverein aktiv – den Humor hat es aber bis heute nicht verloren. Es gibt dennoch genug Gründe, um Spaß zu haben und zu feiern. Der nächste Grund ist die anstehende Goldhochzeit, die die Hückeswagener mit etwa 50 Gästen aus dem Familienkreis im März feiern wird.

Standesamtlich sind Kordula und Günter Zweering seit dem 12. Januar 1973 verheiratet, im März folgte die kirchliche Trauung in der Wipperfürther Klosterkirche. Der gebürtige Hückeswagener vom Fürweg und die Wipperfürtherin aus Oberröttenscheid sind sich in jungen Jahren mehrfach über den Weg gelaufen, bevor aus ihnen ein Paar wurde. „Wir haben uns beim Schwimmen an der Bever, beim Schützenfest in Hämmern und in der Tanzschule getroffen, schon bevor ich auf ‚die Jagd‘ gegangen bin“, sagt Günter Zweering und lacht.

Kordula Harmuth, wie sie damals noch hieß, wuchs mit vier Brüdern auf. Von Kind an war sie Tanzmariechen im Tanzcorps Blau-Weiß Neye. Ihre Mutter hatte als erste gemerkt, dass sich zwischen den jungen Leuten etwas anbahnte. „Ich glaube, er ist hinter dir her“, soll sie zu ihrer Tochter gesagt haben. Fast täglich holte Günter Zweering, der mit seinen Eltern in die Neye-Siedlung und damit ganz in die Nähe seiner Auserwählten gezogen war, die junge Frau von der Arbeit ab.

1973 heirateten Günter und Kordula Zweering.

„Ich habe eine Lehre als Schneiderin bei Pelzmoden Schiebahn in Wipperfürth gemacht, später aber bei Radium gearbeitet“, erzählt die heute 70-Jährige. Günter Zweering hatte den Beruf des Drehers bei Klingelnberg erlernt, ging dann zum Bund und arbeitete danach bis zum Eintritt in den Ruhestand als Maschineneinrichter bei der Firma GKN in Radevormwald. Nach der Bundeswehrzeit machte er seiner Auserwählten einen Heiratsantrag und trat mit ihr vor den Traualtar. Ihr Brautkleid hatte sich die junge Schneiderin selbst genäht. Tochter Michaela kam 1977 zur Welt, Sohn Marcel 1986. Ein Jahr vor der Geburt des zweiten Kindes zog die Familie nach Hückeswagen in ein Haus an der Lindenbergstraße.

Neben den vielen Karnevalsaktivitäten waren die Eheleute auch in verschiedenen Wipperfürther Kegelvereinen aktiv und gingen gerne zum Angeln. Die gefangenen Fische werden noch heute selbst geräuchert. Mit dieser Fischspezialität bestückte das Paar unter anderem das Buffet ihrer Silberhochzeitsfeier vor 25 Jahren. „Wir haben das ganze Buffet selber gemacht. Als die Feier los ging, waren wir schon fix und fertig“, berichten die Eheleute rückblickend. Diesen Fehler möchten sie bei ihrer Goldhochzeit nicht noch einmal wiederholen, um auch selbst das Fest genießen zu können.

Nach der Pensionierung verkleinerte sich das Paar und zog in eine Wohnung an der Goethestraße. Seit vier Jahren wohnen die Eheleute im Haus der Tochter auf Wiehagen und erfreuen sich hier an dem großen Garten und an der Nähe zu den Enkeltöchtern (fünf und elf Jahre).

Ihre Wohnungseinrichtung verrät eindeutig die Liebe zum Fußballverein Borussia Dortmund. Gelb-schwarze Kissen, Gläser und Lampen zieren das Wohnzimmer. Zum heutigen Alltag zählen lange Spaziergänge und vor allem das Kartenspielen mit Freunden, Kindern und den Geschwistern von Kordula Zweering. Die Männer spielen Skat, die Frauen das weniger bekannte Kartenspiel „20 ab“. Wer verliert, zahlt in die Spielkasse. Von dem Geld gibt es jedes Jahr gemeinsame Vier-Tages-Fahrten mit allen Beteiligten. „Das ist immer sehr lustig“, freuen sich die Jubilare schon auf die erste Fahrt nach der langen Corona-Zwangspause. Bei ihren Urlaubsreisen zieht es die Familie gerne ans Wasser, wie an die Nord- und Ostsee oder auch nach Walburg-Wallbach in die Rhön oder zum Kurort Bad Westernkotten bei Soest.

Es geht aber nicht nur lustig zu im Hause Zweering. Der 73-Jährige hat den Nebenjob als Sargträger bei Beerdigungen von seinem Schwager übernommen. Für die Zukunft wünschen sich die Jubilare vor allem Gesundheit. Auf die 50 gemeinsamen Ehejahre sind die Hückeswagener zu Recht stolz. „Man hat sich mal etwas versprochen: in guten wie in schlechten Zeiten. Darauf kann man entweder pfeifen oder gemeinsam durch Krisen gehen. Das haben wir gemacht“, betont Günter Zweering, der seine Wahl bis heute nicht bereut hat. „Für mich war sie die schönste Frau der Welt und ist es auch heute noch“, macht er seiner Ehefrau ein besonders schönes Kompliment nach fast 50 gemeinsamen Jahren als Ehepaar.

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