Nach jahrelanger Vorbereitung

Löwen-Grundschule: Inbetriebnahme ist für Schulleiterin etwas ganz Besonderes

Schulleiterin Claudia Sträter (l.) und Sekretärin Martina Mobini freuen sich schon auf den Start im neuen Gebäude der Löwen-Grundschule. Nach jahrelanger Vorbereitung und den monatelangen Bauarbeiten geht die neue Grundschule morgen, Mittwoch, in Betrieb.
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Schulleiterin Claudia Sträter (l.) und Sekretärin Martina Mobini freuen sich schon auf den Start im neuen Gebäude der Löwen-Grundschule. Nach jahrelanger Vorbereitung und den monatelangen Bauarbeiten geht die neue Grundschule morgen, Mittwoch, in Betrieb.

Schulleiterin Claudia Sträter spricht über ihre Gefühle und Erwartungen vor dem ersten Schultag an der neuen Löwen-Grundschule.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Frau Sträter, heute ist er erste Schultag 2022/23. Wie groß ist die Freude angesichts des Umzugs ins neue Gebäude im Brunsbachtal?
Claudia Sträter: Ich freue mich riesig auf das neue Schulgebäude. Wir arbeiten gerade alle mit hohem Engagement, damit der Schulstart am Mittwoch gut gelingen kann.
Haben Sie sich jemals so auf den Start eines neuen Schuljahrs gefreut?
Sträter: Ich kann mich nicht erinnern. Grundsätzlich freue ich mich immer auf den Schulstart und die Kinder, aber in diesem Jahr sicherlich deutlich mehr. Ein neues Schulgebäude in Betrieb zu nehmen, ist einfach etwas ganz Besonderes.
Nicht nur die Schüler, auch alle Lehrerinnen, die Sekretärin und die Mitarbeiterinnen der Offenen Ganztagsgrundschule müssen sich komplett umstellen. Wo sehen Sie mögliche Schwierigkeiten ?
Sträter: Veränderungen und neue Strukturen bringen immer Verunsicherungen und Aufregung mit sich. Aus mehreren kleinen Teams muss nun ein großes und gemeinsames Team entstehen. Das ist der nächste Schritt für alle Beteiligten. Jetzt gilt es, diese neuen Strukturen zu leben.
Wann, schätzen Sie, wird sich der Schulalltag auch in dem neuen, hochmodernen Schulgebäude eingespielt haben?
Sträter: Ich denke, dass es nach den Herbstferien etwas ruhiger werden wird.
Was dürfte Kindern und Erwachsenen am neuen Standort am wenigsten schwerfallen?
Sträter: Das Haus mit Leben zu füllen.
Sie waren ab der Grundsteinlegung immer wieder an und auf der Baustelle und haben sich über den Fortgang der Arbeiten informiert. Entspricht das Gebäude Ihren Erwartungen?
Sträter: Das Gebäude übertrifft bei weitem meine Erwartungen. Es ist ja immer ein Unterschied, dies alles auf Zeichnungen zu sehen und dann vor der Umsetzung zu stehen. Viele wunderbare Details konnte ich den Plänen nicht entnehmen. Auch meine Kolleginnen und mein Kollege entdecken immer wieder etwas Neues.
Als Sie vor sieben Jahren an die Löwen-Grundschule gewechselt sind, war die Zukunft der Schule noch unklar. Was ist das Besondere an dieser Grundschule?
Sträter: Die Kinder der Löwen-Grundschule sind das Besondere – jedes einzelne für sich. Ein erfahrenes Kollegium, das engagiert und innovativ in dieser Schule arbeitet und sich auf Veränderung einlässt. Das ist nicht überall so. Und interessierte und kritische Eltern, die uns unterstützen und anpacken.
Viereinhalb Jahre nach dem Bürgerentscheid ist der Schul-Neubau bezugsbereit. Wie groß war Ihr Einfluss beziehungsweise der des Lehrerinnenkollegiums auf das neue Schulkonzept und die Ausstattung?
Sträter: Dem Neubau liegt unser pädagogisches Konzept zugrunde. Wir waren maßgeblich an der Gestaltung beteiligt. In diesem Schulgebäude stecken unsere pädagogischen Ideen und Vorstellungen. Wir haben über alles diskutiert und abgestimmt. Dafür waren sehr viel Kommunikation und Abstimmung notwendig. Abweichungen wurden mit uns immer kommuniziert, und es wurden gemeinsame Lösungen gefunden.
Was wird so ganz anders als am alten Standort sein ?
Sträter: Es ist alles anders am neuen Standort. Nichts ist vergleichbar.
Sind alle Wünsche erfüllt worden, oder fehlt etwas Wichtiges?
Sträter: Es sind alle Wünsche umgesetzt. Ich könnte nicht sagen, dass etwas fehlt.
Sie haben stressige Zeiten hinter sich – die Anforderungen der Corona-Pandemie, der normale Schulalltag und die Planungen und Vorbereitungen für das neue Gebäude und den Umzug. Was für Spuren hat das bei Ihnen und Ihren Kolleginnen hinterlassen?
Sträter: Mein Kollegium war zeitweise schon extrem belastet, ähnlich wie andere Berufsgruppen auch. Die Sommerferien waren sehr wichtig, um uns zu erholen und neue Energie zu tanken. Ich denke, dass wir rückblickend über ein großes Erfahrungsrepertoire verfügen, auf welches wir zurückgreifen können.
Läuft Ihnen da so manches nachts über die Bettdecke? Wie können Sie von diesen immensen Aufgaben Abstand nehmen?
Sträter: Problemwälzen in der Nacht habe ich mir abgewöhnt. Dann findet sich keine Lösung.
Wie wird der erste Schultag ablaufen? An einen normalen Unterricht ist ja wohl kaum zu denken.
Sträter: Am ersten Schultag werden wir uns mit den Kindern zunächst an der Kölner Straße 40 (der alte Standort; Anm. d. Red.) treffen und dann gemeinsam ins Brunsbachtal ziehen. Dort werden wir von einem kleinen Begrüßungskomitee erwartet. Anschließend werden die Klassen das Schulgebäude anhand einer Rallye erkunden. Es wird auch noch die eine oder andere Überraschung für die Kinder geben.
Was hören Sie so aus Eltern- und Kinderreisen im Vorfeld des ersten Schultags im neuen Gebäude?
Sträter: Von Kindern und Eltern höre ich, dass alle sehr aufgeregt und gespannt sind. Natürlich auch die eine oder andere Sorge, die eine Veränderung mit sich bringt.
Zur offiziellen Einweihung am 3. September hat sich Schulministerin Dorothee Feller angekündigt. Was sehen Sie in diesem Besuch?
Sträter: Frau Schulministerin Feller musste ihren Besuch leider wieder absagen
Hand aufs Herz: Wird Ihnen das alte Schulgebäude an der Kölner Straße wenigstens etwas fehlen?
Sträter Ganz ehrlich? Nein.

Hintergrund

Gesamtfläche: Der Neubau der Löwen-Grundschule entstand auf einer Gesamtfläche von etwa 5500 Quadratmetern – 2000 mehr als an der Kölner Straße.

Nutzfläche: Schülern und Lehrern steht eine Nutzfläche von etwa 2900 Quadratmetern zur Verfügung.

Drei Schulhöfe: Auf dem Gelände am Hang gibt es drei Schulhöfe auf drei Ebenen: Der Spatzenhof liegt zum Bürgerbad hin und ist Ruhebereich. Der Amselhof liegt zur Kölner Straße hin und ist Sportbereich mit Fußballtoren und einem elastischen Belag.
Auf dem zum Klettergarten hin gelegenen Eulenhof sind Spiel- und Klettergeräte aufgebaut.

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