Schulleiter

„Ich wäre nie auf die Idee gekommen, hier wegzugehen“

Nach 17 Jahren verlässt Thorsten Schmalt die Realschule, für die der Voßhagener Künstler Bernhard Guski vor 22 Jahren eine Skulptur erstellt hatte, und leitet nun die Albert-Schweitzer-Reaschule in Lennep.
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Nach 17 Jahren verlässt Thorsten Schmalt die Realschule, für die der Voßhagener Künstler Bernhard Guski vor 22 Jahren eine Skulptur erstellt hatte, und leitet nun die Albert-Schweitzer-Reaschule in Lennep.

Thorsten Schmalt verlässt Realschule Hückeswagen nach 17 Jahren.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Eines stellt Thorsten Schmalt gleich fest: „Ich wäre nie auf die Idee gekommen, hier wegzugehen!“ Viel zu sehr hängt der 51 Jahre alte Wermelskirchener, der Physik Biologie und Geografie unterrichtet, an der Städtischen Realschule. Im vorigen Jahr war Jörg Bergemann auf Schmalt zugekommen und hatte gefragt, ob er nicht als sein Nachfolger die Lenneper Realschule leiten möchte. „Letztlich hatte ich nichts zu verlieren“, sagt der 51-Jährige. So stellte er sich den umfangreichen Prüfungen der Bezirksregierung, um Schulleiter zu werden. „Das war dann so erfolgreich, dass ich den Job bekommen habe.“

Da stand aber noch das Votum der Schulkonferenz aus. „Wenn die mich nicht gewollt hätte, wäre ich auch nicht nach Lennep gegangen“, unterstreicht er. Doch die künftigen Kollegen votierten fast einstimmig. Als dann auch noch der Schulausschuss der Stadt Remscheid am 15. Mai sein Okay gab, stand fest: Die Hückeswagener Realschule verliert ihren beliebten stellvertretenden Schulleiter.

Dabei hatte Schmalt ursprünglich mit der Schulform Realschule nichts am Hut und wollte Gymnasiallehrer werden. So hatte er ein Referendariat am Remscheider Gertrud-Bäumer-Gymnasium absolviert. Um die Jahrtausendwende war es aber schwierig, an einem Gymnasium unterzukommen, daher begann der Wermelskirchener 2003 an der Realschule Overath. Zwei Jahre später wechselte er als zweiter Konrektor an die Realschule Hückeswagen.

Da musste Schmalt erst einmal den damaligen Schulleiter Dieter Schruff von sich überzeugen. „Er hatte die Angewohnheit, Bewerber drei Mal zu Gesprächen einzuladen“, erinnert sich Schmalt. „Am Ende unseres dritten Gesprächs sagte Schruff dann zu mir: ,Ich glaube, das könnte was werden.‘“

Seine Bilanz nach 17 Jahren an der Kölner Straße fällt positiv aus, beim Rückblick vergisst er seinen Mentor nicht: „Dieter Schruff hatte die Schule bereits hervorragend und modern aufgestellt.“ In den Jahren seit 2005, als Schmalt dort seinen Dienst begann, sei weiterhin „unendlich viel passiert“. So habe dank der Unterstützung durch den Schulförderverein und die Kooperation mit Sparkasse und Firma Pflitsch viel angeschafft werden können. Dazu gekommen seien die Weihnachtsbasare und Konzertabend – „zwei Markenzeichen der Schule“.

Mit der Förderschule Nordkreis fahre die Realschule regelmäßig in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz. Zudem seien die Cambridge-Zertifikate eingeführt worden. „Man kann sich hier als Schüler wohlfühlen“, betont Schmalt. „Als Lehrer aber auch.“

In seiner Freizeit sitzt der 51-Jährige gerne am Steuer eines Reisebusses und chauffiert für ein rheinisch-bergisches Unternehmen Fahrgäste durch die ganze Republik.

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