Marathonlänge

Hückeswagener plant einen neuen Wanderweg

Die Wanderer aus Hückeswagen entdecken auf ihrem Marathon-Weg auch die Dhünner Hauptstraße in Wermelskirchen mit der Dorfkirche im Hintergrund. Foto: Udo Teifel (Archiv)
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Die Wanderer aus Hückeswagen entdecken auf ihrem Marathon-Weg auch die Dhünner Hauptstraße in Wermelskirchen mit der Dorfkirche im Hintergrund.

Die Wandergruppe Dhünn betreut drei „Permanente Wanderwege“, im Frühjahr soll ein vierter dazukommen.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. In und um die Schloss-Stadt gibt es drei „Permanente Wanderwege“. Solche Wege sind offiziell beim Deutschen Volkssportverband (DVV) registriert und veröffentlicht, und sie werden von Mitgliedern der Wandergruppe Dhünn gepflegt, der größtenteils Wanderer aus Hückeswagen angehören. Zum einen sind das zwei Wege rund um die Bever-Talsperre – der „Bever-Rundweg“ und „Unterwegs im Talsperrenland“. Der dritte Weg heißt „Im Kernland der Grafen von Berg“ und befindet sich rund um Schloss Burg. Diese Wege sind alle zwischen sechs und 15 Kilometer lang, es gibt sie jeweils in einer kürzeren und einer längeren Version.

Bald wird es nun einen vierten Permanenten Wanderweg geben – er soll mit gut 42 Kilometern von Hückeswagen in einer großen Runde in Richtung Große Dhünn-Talsperre und über Dhünn wieder zurück in die Schloss-Stadt führen. Er ist nahezu fertig geplant, hat aber noch keinen Namen. Er wird in etwa die Länge eines Marathons haben. Die Idee dazu hatte der Hückeswagener Pascal Ullrich, passionierter Wanderer und Mitglied der Wandergruppe Dhünn.

„Ich habe mich gefragt, wie man jüngere Menschen zum Wandern locken kann, denn auch in der jungen Altersgruppe ist Wandern eigentlich beliebt“, sagt er. Allerdings würde man die nicht mit den kurzen Strecken erreichen. Es müsse ein Event und eine Herausforderung sein. Der Vorsitzende der Wandergruppe, Joachim Kutzner, war von der Idee direkt angetan. „Ich habe Pascal Ullrich aber gesagt, dass er sich um die Pflege des Weges kümmern müsste. Denn ich bin mit den anderen drei Wegen schon ausgelastet“, betont er.

Er habe noch nie einen Wanderweg so ausgearbeitet, dass er für andere nachzuwandern sei, sagt Ullrich. „Ich habe mir überlegt, was ich den Wanderern zeigen möchte. Dabei war die größte Schwierigkeit, die 42 Kilometer einzuhalten. Denn ich habe so viele schöne Ecken im Kopf gehabt, dass es locker für das Dreifache gereicht hätte“, sagt er und schmunzelt. Irgendwann habe er gemerkt, dass seine Idee aufgehe. „Und als ich dann auch das Schloss mit in die Route eingebunden hatte, war ich glücklich“, sagt Ullrich.

Die Planung hatte dann nur wenige Stunden gedauert, weil er die Wege ohnehin regelmäßig geht. „Ich habe mit einer App die Wege markiert, die Strecken gemessen und die Lücken dann zuerst mit Karten aufgefüllt, um sie später vor Ort zu erkunden. Die gesamte Strecke bin ich tatsächlich erst einmal gelaufen“, berichtet er.

Um die Pflege des Weges muss sich künftig Pascal Ullrich kümmern

Damit aus einer geplanten Strecke aber ein Permanenter Wanderweg wird, gibt es einige Kriterien zu erfüllen. „Die fertig geplante Strecke wird beim Dachverband per Antrag vorgelegt. Dafür sind einige Unterlagen vorzulegen – die Karten natürlich, die Selbstkontrollstellen und die Wegbeschreibung etwa“, erläutert Kutzner. „Auch die Kommunen, auf deren Gebiet der Weg verläuft – in diesem Falle Wermelskirchen und Hückeswagen – müssen informiert sein und zugestimmt haben.“ Dann müsse ein Flyer mit allen wichtigen Informationen rund um den Wanderweg erstellt werden. „Auch der muss gewisse Formalien einhalten, etwa müssen Ansprechpartner, die Start- und Zielorte und weitere Informationen über den Weg angegeben sein“, sagt Kutzner.

Um die Pflege des Weges muss sich Ullrich kümmern. Einige Aufgaben hat er regelmäßig zu erledigen. „Es gibt die sogenannte Selbstkontrolle, das sind Schilder mit Buchstabenkombinationen, die alle fünf Kilometer aufgehängt sein und regelmäßig ausgetauscht werden müssen“, sagt Kutzner. „Das Startlokal – in diesem Fall der Beverblick – muss mit Startkarten versorgt werden, mit denen die DVV-Wanderer sich den Stempel für ihr Wanderheft erlaufen können.“ Außerdem muss der Weg begehbar sein. „Das muss regelmäßig überprüft werden – und wenn Rückmeldungen von Wanderern kommen, muss man sich darum kümmern“, stellt er klar. Ullrich hat eine Lieblingsstelle: „Für mich ist die schönste Stelle auf der Route das Tal der Großen Dhünn von der Odenholer Mühle über Niederdhünn bis nach Neumühle. Dort habe ich das Gefühl, an einem anderen Ort zu sein, etwa im Vorgebirge.“

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