HItzewelle

Hückeswagener bereiten sich auf die Hitze vor

Laith und Adam genießen den Tag mit Schlauchboot auf der Bever-Talsperre.
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Laith und Adam genießen den Tag mit Schlauchboot auf der Bever-Talsperre.

Der Wochenanfang wird laut der Vorhersagen der Meteorologen heiß.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Das wohl wichtigste Verhalten bei Hitze? Viel trinken! Dieser Tipp sollte in den kommenden Tagen beherzigt werden, denn es werden Temperaturen bis weit über 30 Grad erwartet. Am Wochenende bekamen die Menschen in Hückeswagen schon einen Vorgeschmack auf den Hochsommer. So zog es viele ans Wasser oder in die Eisdiele.

Etwas anstrengender war hingegen der Fußmarsch einer Wipperfürther Gruppe. Sie feierte einen Junggesellenabschied und zog mit Bollerwagen samt gekühlter Bierzapfanlage und Selbstgebrautem von der Bever-Talsperre über die Radtrasse bis nach Wipperfürth. An Flüssigkeitsnachschub mangelte es den jungen Leuten nicht. Das Brautpaar, Michelle und Benjamin Braun, wurde von seinen Freunden überrascht. „Eigentlich sind wir schon verheiratet, die Party ist aber erst im August“, verriet Michelle Braun frohgelaunt.

Im Eiscafé ist man auf die Hitze vorbereitet

Tanja Zolli und Giorgio Gasparotto vom Eiscafé Friuli haben alle Hände voll zu tun.

Gut zu tun hatte das Team vom Eiscafé Friuli am Bahnhofsplatz. Auf die anstehende Hitzeperiode ist Inhaberin Tanja Zolli vorbereitet. „Wir haben für die Eisproduktion alles eingekauft und freuen uns, dass es wieder los geht. Die ganze Mannschaft ist im Einsatz“, blickte sie gelassen auf den zu erwartenden Ansturm. Ursula Schneider und Inge Kopka ließen sich einen Eisbecher schmecken. „Für die ganz heißen Tage ist aber eine Brühe oder Hühnersuppe besser“, gab Inge Kopka einen Tipp. Sie sei auf einem Bauernhof groß geworden und habe dort immer Suppe statt Eis bei Hitze bekommen, damit der Salzgehalt des Körpers aufgefüllt wird. Ursula Schneider bleibt an solchen Tagen lieber zu Hause. „Jalousien runter und mindestens zwei Liter Wasser trinken“, lautete das Patentrezept der Seniorin.

Otmar Franzke und Frank Schaller waren am Samstag mit dem Fahrrad von Lennep entlang der Wuppersperre sportlich unterwegs. „Heute ist das Wetter optimal zum Radfahren mit Muskelkraft“, sagte Otmar Franzke. Der Düsseldorfer würde auch bei 30 Grad nicht pauschal von sportlichen Aktivitäten abraten: „Das ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wenn man sich gut eincremt und viel trinkt, ist der Fahrtwind eine gute Abkühlung.“ Auch Frank Schaller plädierte fürs Radfahren. „Man muss ja nicht immer im klimatisierten Auto sitzen“, sagte der Hückeswagener.

Sechs junge Wipperfürther nutzten das Wochenende zum Minigolfspielen im Brunsbachtal. „Es ist spannend, denn der Verlierer muss eine Runde ausgeben“, sagte Roman Fuchs. Den Abend ließ die Gruppe mit Grillen und einem Musikabend auf dem Wipperfürther Marktplatz ausklingen. Zwar wird in den kommenden zwei Wochen das Kinderdorf am Jugendzentrum (Juze) stattfinden, an den Wochenenden sei es dennoch möglich, eine Runde zu spielen, sagte Bernd Baum vom Juze-Team.

In der Bever war das Wasser schon 22 Grad warm

An der Bever-Talsperre hielt sich der Andrang an Badegästen zumindest am Samstag in Grenzen. Die Mitglieder der DLRG hatten daher Zeit und Muße, ein paar Aufräumarbeiten an der Wachstation in Angriff zu nehmen. Die Wassertemperatur lag am Samstag bei 22 Grad. Badegästen sollte jedoch bewusst sein, dass die Wachstation nur an den Wochenenden besetzt ist. Ein schattiges Plätzchen fanden Besucher auf der Terrasse des Ausflugslokals „Zur Zornigen Ameise“. „Wir haben für die nächsten Tage vor allem genug Getränke und Eis vorrätig“, versicherte einer der neuen Betreiber.

Ebenso angenehm lassen sich warme Sommertage auf dem Wasser genießen. Peter Nowack aus Solingen war mit einer befreundeten Familie aus Syrien an die Bever gekommen. Die Kinder Laith (13) und Adam (5) hatten viel Spaß beim Paddeln im Schlauchboot, während die Eltern vom Ufer aus zuschauten. „Und hinterher gibt es noch Pommes“, versprach Nowack den Jungs. An ganz heißen Tagen bleibt er selbst jedoch lieber in der heimischen Hängematte oder kühlt sich in der Wupper ab.

Kleingärtnerin Sandra Wons versorgt ihre Blumen regelmäßig am frühen Morgen mit Wasser.

Geschäftiges Treiben herrschte auch in der Kleingartenanlage Busenbach. Familien mit Kindern hatten ihre Planschbecken mit Wasser gefüllt. Kleingärtnerin Sandra Wons machte sich um ihre Blütenpracht im Garten keine Sorgen. „Früh morgens werden die Beete gegossen“, sagte sie. Noch seien die Regentonnen voll, ansonsten müsse mit dem Schlauch nachgeholfen werden. Sparen könne man an Wasser nicht, wenn die Blumen die Hitze überleben sollen. „Es ist halt ein teures Hobby“, sagte Sandra Wons. Warm wird es bei dieser Hitze nicht nur Menschen, sondern auch den Tieren. Mischlingshund Nicki hat an solchen Tagen nur wenig Lust auf einen langen Spaziergang. „Aber er geht gerne ins Wasser oder sucht sich ein kühles Plätzchen auf den Fliesen“, berichtete Hundehalterin Katja Gruhle.

Tipps gegen Hitze

  • Getränke: Für ausreichend Getränkevorräte wie Wasser oder verdünnte Säfte sorgen. Alkohol- und koffeinhaltige Getränke sollten vermieden werden.
  • Haus: Die Räume abdunkeln und auch für Schattenplätze auf der Terrasse oder dem Balkon sorgen.
  • Kleidung: Im Freien weite, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung tragen.
  • Hautschutz: Unterwegs die unbedeckten Hautstellen mit Sonnenschutzmittel eincremen.
  • Bewegung: Körperliche Betätigungen möglichst in die frühen Morgen- und späten Abendstunden.
  • Baden: Nur an ausgewiesenen und bewachten Badestellen ins Wasser gehen.
  • Auto: Menschen und Tiere auf keinen Fall alleine im heißen Auto zurücklassen.

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