Löwen-Grundschule

Hol- und Bringzone im Brunsbachtal ist fertig

Der Bauhof hat die Hol- und Bringzone für Eltern eingerichtet, die ihre Kinder mit dem Auto zur neuen Löwen-Grundschule fahren.
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Der Bauhof hat die Hol- und Bringzone für Eltern eingerichtet, die ihre Kinder mit dem Auto zur neuen Löwen-Grundschule fahren.

Wenn der Betrieb in der Löwen-Grundschule startet, können Eltern ihre Kinder bis etwa 150 Meter ans Gebäude heranfahren.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Es ist wie es ist: Elterntaxis gehören zur Lebensrealität dazu. Das hatte Jens Anton Leven vom Fachbüro Bueffee in der Mai-Sitzung des Schulausschusses Politik und Verwaltung deutlich gemacht. Die Stadt hatte das auf sichere Schulwege spezialisierte Büro aus Wuppertal damit beauftragt, die Fußwege aus unterschiedlichen Bereichen von Hückeswagen zur künftigen Löwen-Grundschule im Brunsbachtal in den Blick zu nehmen, Schwach- und Gefahrenstellen zu analysieren und Lösungsvorschläge für Konfliktpunkte zu erarbeiten. Dabei kamen auch die Elterntaxis zur Sprache, denn viele Mütter und Väter bringen die Grundschüler jeden Tag mit dem eigenen Auto zum Unterricht.

Um am neuen Standort nicht ein solches Chaos mit teils gefährlichen Situationen durch die an- und abfahrenden Autos wie bis zuletzt an der Kölner Straße zu bekommen, hatte die Stadtverwaltung eine Hol- und Bringzone für das Brunsbachtal ins Spiel gebracht. Das Provisorium ist nun, bis auf Kleinigkeiten, inzwischen vom Bauhof eingerichtet.

Am Morgen des ersten Schultags am Mittwoch, 10. August, werden die Löwen-Grundschüler noch an der Kölner Straße erwartet, um von dort gemeinsam mit den Lehrerinnen in die neue Schule zu gehen. Ab mittags aber kann und soll die Zone am Ende des ersten langgezogenen Parkplatzes im Brunsbachtal von den Eltern genutzt werden.

Zwischen der zweiten Einfahrt auf den Parkplatz und dessen Ende ist eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet, so dass die Autos nur Richtung neue Schule / Bürgerbad fahren können. Die Eltern müssen diesen Weg nehmen, um zur Hol- und Bringzone zu gelangen, denn dort geht nur nach links wieder zurück.

Mit rot-weißen Pollern wurden die Parkplätze im Kurvenbereich abgegrenzt, die Autos stehen dort hintereinander. Die Grundschüler gehen dann rechts von den Pollern auf dem zum Gehweg umfunktionierten ehemaligen Parkstreifen bis zur Straße und dort über eine Querungshilfe auf die Brücke, die an der unteren Einfahrt zur Mehrzweckhalle über den Brunsbach führt.

Die letzten etwa 150 Meter bis zur Schule geht’s über den Bürgersteig. Jungen und Mädchen, die mit dem Schulbus kommen, steigen dagegen direkt am Haupteingang der Schule aus. Denn dort ist eine Art Wendehammer entstanden, wo die Busse halten und anschließend wieder abfahren können.

Der vorläufige Charakter ist dem Willen der Politik geschuldet

Die Hol- und Bringzone hat nach Aussage von Bauamtsleiter Andreas Schröder einen vorläufigen Charakter. Das ist dem Willen der Politik geschuldet, die zunächst eine abgespeckte Version wollte. Erschienen der Ratsmehrheit in der Februar-Sitzung die veranschlagten Kosten von 55.000 Euro für eine feste Installation doch zu hoch. Die jetzt installierten Schilder, Poller und die Überquerungshilfe sind dagegen schnell wieder zu demontieren; die Materialkosten betragen 15.000 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für den Bauhof, über die Schröder noch keine Kenntnis hat. Später könnte der ganze Bereich aber umgebaut werden, so würde dann die Überquerung über den Bachlauf angepasst werden, sagt Schröder auf Anfrage unserer Redaktion. „Das ist eine ganz neue Situation“, stellt der Bauamtsleiter klar. Das Ordnungsamt werde sie sich daher anschauen.

„Wir werden aber nicht darauf abzielen, ab dem ersten Tag Bußgelder zu verteilen, wenn Eltern ihre Kinder nicht in der Hol- und Bringzone herauslassen, sondern bis zur Schule fahren“, stellt Schröder klar. Vielmehr solle bei solchen Autofahrern das Gespräch gesucht werden. Er macht aber auch deutlich, „dass wenig einsichtige Eltern eventuell mit Sanktionen belegt werden“.

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