Sport

Hauptschul-Halle wird generalsaniert

Auch die eigentliche Turnhalle wird in den Rohbauzustand versetzt und erhält unter anderem neue Fenster und einen neuen Boden.
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Auch die eigentliche Turnhalle wird in den Rohbauzustand versetzt und erhält unter anderem neue Fenster und einen neuen Boden.

Bauausschuss hat grünes Licht gegeben.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Bei der Anzahl der Sportstätten ist die Schlossstadt nicht auf Rosen gebettet, und voraussichtlich ab den Sommerferien 2023 wird es für gut eineinhalb Jahre noch enger werden. Denn dann soll die Turnhalle der Montanusschule generalsaniert werden. Wenn alles gut läuft, könnte sie im Dezember 2024 wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden. Für die Zeit dazwischen sucht die Stadt nach Alternativen für die Hauptschüler und Sportler, die in den Abendstunden und am Wochenende die Halle nutzen, wie Ramona Michels vom Gebäudemanagement am Dienstagabend im Bauausschuss berichtete.

Einfach-Verglasung, undichte Stellen im Dach, unzureichende Dämmung der Fassade: Schon lange war klar, dass in die Sporthalle der Montanus-Hauptschule investiert werden muss. Zunächst hatte die Stadt eine energetische Sanierung geplant und dafür einen Haushaltsansatz von 900.000 Euro gebildet. Seit Frühjahr 2021 aber steht fest, dass aus der energetischen eine Generalsanierung werden muss. Dieser stimmten die Politiker im Bauausschuss nun einstimmig zu, so dass voraussichtlich bis Ende des Monats der Bauantrag beim Kreis eingereicht werden kann.

Im Vorfeld war festgestellt worden, dass einige Materialien der in den 1970er Jahren erbauten Turnhalle mit Schadstoffen belastet waren. Eine Untersuchung hatte laut Ramona Michels ergeben, dass im Gebäude Asbest-, PCB- und KMF-haltige Baumaterialien vorhanden sind. Zwar kann die Halle aktuell weiter uneingeschränkt genutzt werden, weil durch regelmäßiges Lüften sowie gründliche Reinigung und Entstaubung der Räume keine akute Gesundheitsgefahr besteht. Mittelfristig muss das Gebäude aber generalsaniert werden.

Nach den Sommerferien hatte es in einem Abstellraum im Erdgeschoss eine Probesanierung gegeben. Alles war von der Decke, dem Boden sowie den Wänden entfernt, danach eine raumlufttechnische Messung vorgenommen worden, wie Ramona Michels mitteilte. Ergebnis: „Die Werte waren heruntergegangen.“ Das war gewissermaßen der Testlauf für die anstehende Sanierung. Wenn’s voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres losgeht, wird das komplette Gebäude in den Rohbauzustand versetzt – innen wie außen. Zur Beseitigung und Entsorgung der kontaminierten Decken, Böden und Wänden muss eine Spezialfirma beauftragt werden. Danach geht es sozusagen an den Wiederaufbau. So wird das aktuelle Kalt- durch ein Warmdach ersetzt, auf dem zusätzlich eine Photovoltaikanlage errichtet werden soll. Früher war der Aufbau eines Daches anders angegangen und auf dämmende Materialien verzichtet worden. Das wird mit der Generalsanierung geändert. Dazu kommt, dass die vorhandene Deckenstrahl- gegen eine Fußbodenheizung ausgetauscht wird. „Schon deshalb, um die Decke von dem Gewicht zu entlasten, damit auf dem Dach die PV-Anlage aufgestellt werden kann“, erläuterte Ramona Michels. Natürlich werden auch der in die Jahre gekommene Hallenboden und sämtliche nur einfach verglasten Fenster erneuert.

Die Halle bekommt eine moderne Lichtsteuerung, zudem wird dort ein Raum in ein behindertengerechtes WC umgebaut. In diesem Bereich sollen sich Menschen mit Handicap auch umziehen können. „Eine Barrierefreiheit bekommen wir in dem Gebäude nicht hin“, bedauerte die Mitarbeiterin des Gebäudemanagements. „Es wird aber einen barrierearmen Zugang geben.“ Der verläuft rechts vom Eingang über den bereits vorhandenen Weg hinauf zur Halle, Rollstuhlfahrer müssten dann aber geschoben werden oder einen Elektroantrieb nutzen.

Der Sanitärbereich im Erdgeschoss wird von der Aufteilung so bleiben, wie bisher. Allerdings werden auch hier sämtliche Decken, Wände, Böden und Fliesen samt Armaturen entfernt und durch neue ersetzt. Eine große Veränderung steht jedoch den hinteren, im Hang liegenden Abstellräumen bevor. „Die benötigen wir künftig für die Technik, von der es deutlich mehr geben wird“, erläuterte Ramona Michels. Etwa für die neue Lüftungszentrale. Der noch von der BEW genutzte Traforaum wird später zur Abstellkammer umfunktioniert, weil der Energieversorger den Trafo ausbauen und durch einen modernen vor dem Gebäude ersetzen wird. Nachdem feststand, dass aus einer energetischen eine Generalsanierung werden muss, setzte die Verwaltung die Kosten auf vier Millionen Euro hoch. Nach aktuellen Berechnungen stehen nun 4,6 Millionen Euro im Raum.

„Hauptgründe für die Mehrkosten sind gestiegene Baukosten und die hohe Inflationsrate“, betonte Ramona Michels im Ausschuss. Allerdings sind auch weitere Kosten unter anderem aufgrund der Photovoltaikanlage und des barrierearmen Konzepts entstanden. Die Verwaltung kümmert sich bereits um Fördermittel und hat dafür drei „Töpfe“ im Blick. Wie hoch die Förderung aber ausfallen wird, kann momentan nicht abgesehen werden.

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