Veranstaltung war ein voller Erfolg

Hämmeraner feiern Schützenfest

Die Kölner Band „Kölsch singe und drinke“ sorgte am Samstagabend für Stimmung im Festzelt.
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Die Kölner Band „Kölsch singe und drinke“ sorgte am Samstagabend für Stimmung im Festzelt.

Vor allem im Schützenzelt herrschte beste Stimmung.

Von Heike Karsten

Wipperfürth. Im Schützenzelt herrscht beste Stimmung. Es wird geschunkelt, gesungen, gelacht und getrunken. Auf der Bühne spielt die Kölner Band „Kölsch singe un drinke“, die ihren Namen zum Programm gemacht hat. Die vielen bekannten und auch weniger bekannten Lieder aus der Domstadt laden zum Mitsingen ein.

Es ist das erste Schützenfest der St. Hubertus-Schützenbruderschaft Hämmern seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Doch man könnte meinen, dass es Corona nie gegeben hat, denn die Hämmeraner haben das Feiern nicht verlernt. Neben dem Schützenhaus steht das Festzelt mit Bühne und Biertischgarnituren. Auf dem Vorplatz sind Bierwagen und Essensstand aufgebaut, für die Kinder gibt es Spiele und eine Hüpfburg. Alle sind froh, dass im Dorf endlich wieder gefeiert werden kann. „Es fühlt sich fast wie eine Zeitreise an“, sagt Fahnenträger Dennis Scheider. „Man sieht Vereinsmitglieder wieder, von denen man nicht mehr wusste, wie sie aussehen.“

Seinen Schießbetrieb hat der Schützenverein bereits im Frühjahr wieder aufgenommen, sagt Geschäftsführer Jürgen Löhr (44). Dennoch war es schwer, die Schützenbrüder wieder zu aktivieren. Von den knapp 200 Mitgliedern helfen beim Schützenfest etwa nur ein Viertel mit. Besonders spannend wurde das Königsschießen am gestrigen Montag. „Wir hoffen, dass sich dann ein neuer Schützenkönig oder eine neue Schützenkönigin finden wird“, sagt Löhr. Seit dem zuletzt gefeierten Schützenfest 2019 wird der Verein von der Jugend regiert, da sich kein König und keine Königin finden ließ. Die Jungschützen waren es dann auch, die am Samstag den Prinzen abholten und damit das Fest eröffneten. Es folgte ein Platzkonzert am Schützenhaus mit dem Tambourcorps Wipperfürth unter der Leitung von Dirk Küpper und dem Musikverein Wipperfürth unter Leitung von Tobias Sünder.

Im Großen und Ganzen ist das Fest wieder so geplant, wie vor der Pandemie. Somit finden auch der Festgottesdienst, die Gefallenenehrung, das Frühkonzert und der Festzug am Sonntag statt, ebenso wie der Familienfrühschoppen, das Königsschießen und der Krönungsball am Montag.

Die Planung des Schützenfests war eine wackelige Angelegenheit. „Es bleibt die Ungewissheit, ob die Leute wiederkommen“, gesteht Löhr. Zumal auch die Bierpreise von 1,60 auf 1,80 Euro angehoben werden mussten. „Das ist aber alles noch in einem moderaten Rahmen“, meint der Geschäftsführer. Etwas Geld in die Kasse holt sich der Verein über das Reibekuchenfest im Herbst. Das hatten die Schützen zuletzt wegen Corona in der To-Go-Variante, also Reibekuchen zum Mitnehmen, angeboten.

Die Dorfbewohner lassen ihre Vereine nicht im Stich. Regina und Volker Zuck zählen zu den treuen Besuchern. „Für uns ist es klar, dass wir den Verein unterstützen“, sagte das Ehepaar. Auch auf Daniela Förster kann der Verein zählen. Sie versorgte sich und ihren Mann nicht nur mit Speisen und Getränken, sondern übernahm auch einen Thekendienst und den Brötchenverkauf. „Es ist schön und macht Spaß, alle wiederzusehen“, sagt sie.

Unterdessen steigt die Partylaune im Zelt. In einer Band-Pause treten die Tanzbärchen des Tanzcorps Blau-Weiß-Neye auf. „Es ist der erste Auftritt in der noch nicht angefangenen Session“, sagt Betreuer Ralf Kiesewetter. Außer in der Ferienzeit, wenn die Sporthallen geschlossen sind, würde das ganze Jahr trainiert. „Wir geben alles, damit wir Karneval parat sind“, sagt er.

Optimistisch in die Zukunft blicken auch die Hubertus-Schützen in Hämmern. Klaus Löhr (76), der dem Verein seit 58 Jahren angehört, freut sich über den Zusammenhalt. „Natürlich hat sich der Verein im Laufe der Jahre verändert, aber der Ursprung ist immer noch der Gleiche: Der harte Kern ist geblieben“, betont er.

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