Weihnachtsgeschäft

Gute Einkaufsstimmung in den Geschäften

Andrea und Hans-Jürgen Neuenfeldt kaufen seit Anfang an bei Uwe Heinhaus ein. Für das Weihnachtsfest gibt es für Andrea Neuenfeldt einen Rucksack aus Leder, für den Ehemann einen neue Geldbörse – und auch noch eine Überraschung vom Christkind.
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Andrea und Hans-Jürgen Neuenfeldt kaufen seit Anfang an bei Uwe Heinhaus ein. Für das Weihnachtsfest gibt es für Andrea Neuenfeldt einen Rucksack aus Leder, für den Ehemann einen neue Geldbörse – und auch noch eine Überraschung vom Christkind.

Einzelhändler sind mit dem Weihnachtsgeschäft bislang zufrieden.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Krieg in der Ukraine, damit einhergehend Energiekrise und Inflation und obendrauf noch der Klimawandel - da ist es für manchen schwer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Dennoch ist die Stimmung unter den Hückeswagener Einzelhändlern in der Vorweihnachtswoche zum Endspurt des Weihnachtsgeschäfts gut.

Rita‘s Weinlädchen: Eigentlich sei sie ganz zufrieden, versichert Rita Schuldner-Lapp. „Die Leute kommen, sie sind freundlich und gut gelaunt – und wollen Weihnachtsgeschenke.“ Der Kundenzuspruch sei aber noch nicht wieder so gut wie zu Vor-Corona-Zeiten. „Gin und Whiskey sind neben Wein sehr gefragt. Und seit einem Jahr verkaufen wir auch Met in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen“, sagt die Inhaberin. Auch Essig und Öle würden gut nachgefragt, genau wie kleine Likörfläschchen.

Mode Sessinghaus: Die vergangenen Corona-Jahre seien „außer Konkurrenz schlecht“ gewesen, betont Dirk Sessinghaus. Insofern könne er das bisherige Weihnachtsgeschäft auch als weitgehend zufriedenstellend bezeichnen. „Es ist eine gewisse Zurückhaltung merkbar, aber die Kunden wissen eben, dass sie bei uns gut beraten werden. Und viele möchten auch den lokalen Handel unterstützen“, hat er festgestellt.
Die bislang kalten Temperaturen seien für den Modehandel gut gewesen, da dann auch Winterkleidung nachgefragt werde. „Gerade rund um den Weihnachtsmarkt haben wir vor allem Schals Mützen und Handschuhe verkauft“, sagt Sessinghaus.

Schmuck und Optik Lammert: Als „noch etwas schleppend“ bezeichnet Bernd Lammert den Weihnachtsverkauf. „Aber das sind wir in unserer Branche gewöhnt, dass vor allem die Herren erst ganz kurz vor Weihnachten einkaufen gehen“, sagt der Schmuck- und Uhrenverkäufer.
Ein wenig komme es auf die nächsten Tage an. „Darauf setzen wir unsere Hoffnung“, sagt Lammert. Für die männlichen Kunden habe er einige Sets aus Schmuckstücken zusammengestellt. „Herren bekommen ja eher weniger Schmuck, aber hier haben wir die neue Serie ,Seemannsgarn‘. Das sind alte Taue, die zu Armbändern und Spangen umgearbeitet wurden“, sagt Lammert.

Bergische Buchhandlung: Bücher seien wieder typische Weihnachtsgeschenke, sagt Natalia Prinz. „Es werden nicht nur viele Neuerscheinungen gekauft, sondern oft auch besondere Ausgaben, die man sich vielleicht nicht einfach so kauft.“ Nachgefragt würden auch jetzt immer wieder Krimis und Thriller. „Es hat mal ein, zwei Wochen gegeben, in denen ich mehrfach gehört habe, dass die Kunden ‚etwas Leichteres‘ wollten. Aber das hat nicht lange angehalten“, versichert Natalia Prinz.

Stilmix: Rundum zufrieden ist Karsten Schlickowey. „Vor allem der vierte Adventssamstag war richtig gut besucht“, betont der Inhaber von Stilmix. Er merke, dass die Geschenke größer würden. „Der Anteil der verkauften kleinen Deko-Artikel ist kleiner geworden“, sagt Schlickowey. Offensichtlich würden mehr Gemeinschaftsgeschenke, die dafür teurer seien, gekauft. „Vor allem die Outdoor-Küchen-Artikel, Geschirr und Spirituosen sind bei den Kunden besonders gefragt.“

Mode Winkler: Mehr als zufrieden zeigt sich Christoph Winkler vom Modegeschäft Winkler’s. „Es ist schon jetzt ein großartiges Ergebnis, das auch in der letzten Woche vor Weihnachten noch einmal besser werden wird“, ist er überzeugt. Bereits zu Anfang dieser Woche sei er beim Ergebnis von 2019 – und das sei ein sehr gutes Jahr gewesen.
„Wir haben für die Kunden aber auch alles möglich gemacht. Das war anstrengend, wird aber wertgeschätzt“, sagt er. Trends sehe er auch: „Bei den Frauen sind vor allem weite Mäntel und Jacken gefragt, auch bei den Herren werden die Hosen wieder etwas weiter“, sagt Winkler.

Leder- und Spielwaren Heinhaus: Uwe Heinhaus merkt, dass die Kunden in seinem Geschäft vermehrt wieder auf die Beratung setzen: „Das geht bei uns querbeet durch alle Geschäftsbereiche und ist ein Trend, der sich hoffentlich fortsetzen wird.“ Bei den Spielen seien es derzeit vor allem die großen Klassiker – etwa „Scotland Yard“ – oder Rätselspiele, die nachgefragt würden. „Auch gepuzzelt wird nach wie vor gerne, vor allem die 1000er- und 1500er-Puzzles“, sagt Heinhaus. Er merke deutlich gestiegene Kundenströme und gehe mit Bestimmtheit davon aus, dass sich auch die Vorweihnachtswoche so entwickle. „Wir sind wirklich sehr zufrieden“, versichert Heinhaus.

Schmuck und Optik Mücher: Den Optimismus kann Daniel Mücher nur bedingt bestätigen. „Es ist bislang noch recht zurückhaltend. Vielleicht liegt es an der Energiekrise“, sagt der Augenoptikermeister. Insgesamt sei im Einzelhandel die Tendenz in den vergangenen Jahren schon rücklaufend. „Ich würde ja tendenziell zur Anschaffung von Gold raten, denn das ist über die lange Sicht einfach eine sichere Bank“, sagt Mücher.

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