Skulptur „Viele Dächer für viele Kinder aus vielen Nationen“

Guski-Skulptur für Löwen-Grundschule

Philip Nitsch (v. l. ), Robert und Vater Bernhard Guski stellten das Kunstwerk auf, dem zu diesem Zeitpunkt noch die rote Dachhaube fehlte. Schulleiterin Claudia Sträter freut sich über die Spende des Voßhagener Künstlers.
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Philip Nitsch (v. l. ), Robert und Vater Bernhard Guski stellten das Kunstwerk auf, dem zu diesem Zeitpunkt noch die rote Dachhaube fehlte. Schulleiterin Claudia Sträter freut sich über die Spende des Voßhagener Künstlers.

Voßhagener Künstler entwarf für den Neubau ein Werk aus vielen bunten Dächern.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Millimetergenau schlängelte sich der Teleskoplader über den mittleren Schulhof der neuen Löwen-Grundschule. Geladen hatte er ein 300 Kilogramm schweres Kunstwerk, das der Künstler Bernhard Guski aus Voßhagen für die Schule hergestellt hatte. Ziel war der gegossene Betonsockel zwischen Amsel- und Eulenschulhof. Nach einer halben Stunde platzierte Philip Nitsch von Firma R&N Projekt aus Lüdorf das Kunstobjekt unter den Augen der Familie Guski, von Verwaltungsmitarbeiter Rainer Frauendorf, Projektleiter des Schulneubaus, und Schulleiterin Claudia Sträter. Bernhard Guski sorgte für die perfekte Ausrichtung, Sohn Robert verankerte das Objekt mit Dübeln im Sockel.

Der Künstler hat seiner Neuerschaffung einen Namen gegeben, der etwas länger ausfällt: „Viele Dächer für viele Kinder aus vielen Nationen“. Damit ist nicht allein die kulturelle Vielfalt der Kinder gemeint, die in der Schule gut behütet unterrichtet werden, sondern vor allem die Lebendigkeit, die sie in das Gebäude bringen. „Ich hatte Lust, nochmal für Hückeswagen etwas zu machen“, erklärte Guski. Vor wenigen Wochen war eine Friedensstele aus seiner Werkstatt in der französischen Partnerstadt Etaples-sur-Mer aufgebaut worden.

Das erste Modell war im Urlaub aus Pappe entstanden

Die Idee zu dem Kunstwerk für die Grundschule sei ihm schon vor der Corona-Pandemie gekommen, als der Neubau der Schule im Gespräch war: „Das Modell dazu aus Pappe habe ich im Urlaub in Berchtesgaden erstellt.“ Guski. Sechs farbenfrohe Dächer in verschiedenen Größen wurden übereinander installiert. Robert Guski hatte anhand des Entwurfs seines Vaters ein 3D-Modell per CAD konstruiert und die Stahlbleche zuschneiden lassen. Im Anschluss wurden sie verzinkt und pulverbeschichtet. Das Farbschema hat der Künstler an die Fassade des Schulgebäudes angeglichen. „Da steckt im Anschluss noch eine Woche Werkstattarbeit drin“, berichtete der 78-Jährige. Zur Finanzierung hatte sich der freischaffende Künstler für das Stipendienprogramm „Auf geht’s“ als Teil des NRW-Stärkungspakets „Kunst und Kultur“ beworben und eine Förderung erhalten.

Nach Transport und Fixierung musste Bernhard Guski noch einmal Hand anlegen und das oberste, rote Dach montieren. Pünktlich zum Schulfest und zur offiziellen Einweihung der Schule mit kleinem Festakt am heutigen Samstag kann es nun von Lehrern, Eltern, Kindern und den geladenen Gästen in Augenschein genommen werden.“

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