Erstmal keine Turnhalle

Grundschule Wiehagen erhält OGS-Neubau

Im Hang der Wiese soll der OGS-Neubau der Grundschule Wiehagen entstehen.
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Im Hang der Wiese soll der OGS-Neubau der Grundschule Wiehagen entstehen.

Bis 2026 muss das Gebäude betriebsbereit sein.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Die gute Nachricht: An der Grundschule Wiehagen soll bis 2026 ein Neubau für die Offene Ganztagsschule (OGS) errichtet werden. Die schlechte Nachricht: Damit wird es an dieser Stelle keine Turnhalle geben. Denn als Standort für das OGS-Gebäude kommt nur der Hang am Wendehammer der Blumenstraße infrage, und der war bislang als möglicher Ort für eine Halle vorgesehen.

Aus der Politik hatte es nach der Vorstellung der Pläne durch Martin Waldheim vom Gebäudemanagement der Stadtverwaltung Fragen zur Turnhalle gegeben. Ob die denn jetzt ad acta gelegt werde?, wollte Kerstin Steffens von der SPD wissen. „Vor 15 Jahren haben wir uns mit der Turnhalle beschäftigt“, blickte Bürgermeister Dietmar Persian zurück. Umgesetzt sei das Projekt aber nie, weil die Stadt die Möglichkeiten dafür nicht gehabt hätte. Persian weiß zwar, dass vor allem der Vereinssport eine weitere Halle benötigt. „Wir haben aber bei der OGS einen Rechtsanspruch zu erfüllen“, stellte er klar. Das Gebäude für die Grundschule Wiehagen müsse daher jetzt gebaut werden.

Erstklässler haben aufgrund des Ganztagsförderungsgesetzes ab August 2026 einen Anspruch auf eine ganztägige Förderung, die bis August 2029 auf jedes Grundschulkind ausgeweitet wird. Persian verwies darauf, dass beim Neubau der Löwen-Grundschule im Brunsbachtal auf ausreichende OGS-Räume geachtet worden sei. Für die Grundschule an der Blumenstraße, die vor 24 Jahren in Betrieb genommen worden war, gibt es nun allerdings keine Möglichkeit eines Anbaus. Daher muss auf der Wiese wenige Meter entfernt ein Neubau entstehen.

Von den aktuell 226 Schülern werden 77 in der OGS betreut, die im Bestandsgebäude untergebracht ist. Der Neubau soll laut Waldheim so konzipiert werden, dass sich dort um weitere 100 Jungen und Mädchen gekümmert werden kann.

Vorgesehen sind im ersten Stock vier Gruppenräume sowie je ein Büro und Sozialraum, im Erdgeschoss sollen ein großer Bewegungsraum, eine multifunktionale Mensa sowie eine Küche und eine Spülküche entstehen. Mensa und Bewegungsraum werden durch eine mobile Trennwand getrennt, könnten aber zu einem kompletten Raum vergrößert werden. Dieser könnte dann laut Persian nach Schulschluss für Sportvereine zur Verfügung gestellt werden, etwa für Gymnastik- oder Yogaangebote.

Aktuell ist die Verwaltung im Austausch mit der Bezirksregierung, wie Alexander Stehl, Leiter des Fachbereichs Bildung und Soziales, im Ausschuss berichtete. Die Stadt geht von etwa 3,4 Millionen Euro für den Neubau aus, wobei sie sich eine 80-prozentige Förderung durch das Land erhofft. Noch ist aber nicht klar, wie die Förderung für die OGS aussieht. Und so lange die nicht feststeht, könne auch noch nicht gebaut werden. „Aber wir müssen jetzt in die Gänge kommen und den Planungsprozess anstoßen“, betonte Persian mit Blick auf 2026.

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