Sanierung

Grundschule erhält ein neues Dach

Das Dach ist eigentlich zu flach für Ziegel, weswegen der Wind bei Regen immer wieder Wasser ins Innere blies. Jetzt wurden sie durch Trapezbleche ersetzt.
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Das Dach ist eigentlich zu flach für Ziegel, weswegen der Wind bei Regen immer wieder Wasser ins Innere blies. Jetzt wurden sie durch Trapezbleche ersetzt.

In den Sommerferien wurde in Wiehagen saniert.

Von Stephan Büllesbach

Die beiden Hückeswagener Grundschulen rücken etwas enger zusammen: Wenn am morgigen Mittwoch, 10. August, das neue Schuljahr beginnt und der neue Standort der Löwen-Grundschule im Brunsbachtal in Betrieb genommen wird, liegen zwischen ihr und der Grundschule Wiehagen an der Blumenstraße nur noch etwa 550 Meter Luftlinie.

Auf der zur B 237 hin gelegenen Gebäudeseite wurden neue Kunststofffenster eingesetzt, wie hier im Raum 1 der OGS.

Nicht nur an der Löwen-Grundschule waren und sind seit geraumer Zeit Handwerker zugange, auch an der Wiehagener Schule wurde die vergangenen sechs Wochen kräftig gearbeitet. „Wir haben die Sommerferien für Sanierungsarbeiten genutzt“, berichtet Dieter Klewinghaus, Leiter des Gebäudemanagements der Stadtverwaltung. Zusammen mit seinem Kollegen Martin Waldhelm, Projektleiter der Sanierung, stellt er im Gespräch mit unserer Redaktion die Arbeiten vor.

Nach 23 Jahren der Nutzung hatten sich zwei Problemfelder aufgetan: das Dach und die Fenster der Wetterseite, die zur Bundesstraße 237 hin liegen. „Damals waren Holzfenster eingebaut worden“, berichtet Klewinghaus. Während deren Rahmen auf den anderen drei Gebäudeseiten jetzt nur einen neuen Anstrich benötigten, mussten die an der Wetterseite durch dreifach verglaste Kunststofffenster ersetzt werden. „Das sind insgesamt 18 Fensterelemente“, sagt Waldhelm.

Seit geraumer Zeit gab es zudem Probleme mit dem Dach: Bei Regen und starkem Wind wurde Wasser ins Innere geblasen. Zwar stellte die Feuchtigkeit kein Problem für den Dachstuhl dar, aber in manchen Klassen in der oberen Etage mussten bei längerem Regen mitunter Eimer aufgestellt werden, weil es durch die Decke tropfte. Ein von der Stadt beauftragter Gutachter entdeckte das Problem: „Das Dach ist zu flach für die Ziegel“, erläutert Klewinghaus.

Deswegen wurde Regenwasser – je nachdem, wie der Wind stand – schonmal durch die Ritzen gedrückt. Um das Dach wasserdicht zu bekommen, sollte nach Auffassung des Experten eine andere Dacheindeckung her. So wurden die Ziegel jetzt durch Trapezbleche ausgetauscht. „Die sind durchgehend, haben keine Fugen, und daher kann auch kein Wasser mehr ins Innere gelangen“, bestätigt Waldhelm.

Der weitere Vorteil ist, dass die Bleche eine Gewichtserleichterung bedeuten. Nicht zuletzt deshalb kann die Stadt selbst jetzt auch eine kleine Photovoltaikanlage aufs Dach setzen, mit der sie den Strombedarf der Schule zu etwa 80 Prozent decken kann. Seit 2011 gibt es bereits entsprechende Paneele auf dem Dach, wobei die Anlage an die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) vermietet ist, die den Strom ins Netz einspeist. 20 Jahre muss die geförderte Anlage mindestens auf dem Dach verbleiben.

Weil sich aber die statischen Werte inzwischen geändert haben, konnten für die vermietete PV-Anlage kleinere, dafür aber effizientere Paneele auf das Dach gesetzt werden – statt 180 Watt Peak (Wp), wie bei den alten, erreichen diese nun eine Maximalleistung an Energie von 400 Wp, die die Anlage produzieren kann.

Die frei gewordene Fläche nutzt die Stadt nun für ihre Anlage. „Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Klewinghaus. Der Leiter des Gebäudemanagements bedauert allerdings, dass die Anlage wohl erst in ein paar Wochen in Betrieb genommen werden kann. Denn aufgrund von Lieferschwierigkeiten sind der benötigte Speicher und der Wechselrichter, die im Keller eingebaut werden, noch nicht an der Blumenstraße eingetroffen. Auch fehlen noch die neuen Glaselemente der großen Lichtkuppel in der Eingangshalle. Die kommen erst am 15. August, weswegen Schüler und Lehrerinnen die ersten Schultage mit dem großen Gerüst im Foyer leben müssen.

Für das Dach gibt die Stadt etwa 300.000 Euro aus, die Fenster schlagen mit weiteren 40.000 Euro zu Buche. Wobei diese eigentlich erst später eingebaut werden sollten. „Wir konnten aber jetzt Landesmittel für energetische Maßnahmen nutzen“, betont Klewinghaus.

Hintergrund

Anfänge: Die Grundschule Wiehagen an der Blumenstraße nahm zum Schuljahr 1999/2000 ihren Betrieb auf, nachdem das Gebäude neu errichtet worden war. Die Grundschul-Standorte in Scheideweg und an der Nordstraße waren damals zugunsten der neuen Grundschule aufgegeben worden.

Kinder: Fürs neue Schuljahr, das am Mittwoch, 10. August, beginnt, sind etwa 210 Schüler gemeldet. Darunter sind die etwa 60 i-Dötzchen, für die es am 11. August, beginnt.

Schulleitung: Ingelore Jacobs hatte die Schule von 1999 bis zum 8. Juli 2016 geleitet. Ihre Nachfolgerin ist Claudia Paradies.

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