Nachhaltig

Großer Andrang: 180 Bürger informieren sich über Photovoltaik

BEW und Stadt informierten über Photovoltaik
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BEW und Stadt informierten über Photovoltaik

Stadt und Versorger BEW wollen noch mehr Hückeswagener dazu animieren, selbst Strom zu produzieren.

Von Heike Karsten

Schon im März 2020 hatte die Grünen im Stadtrat den Antrag gestellt, die Bürger über die Möglichkeiten einer Eigenstromversorgung durch Photovoltaik (PV) zu informieren. Doch dann kam Corona, und daher konnte diese Idee erst am Dienstagabend – mehr als zwei Jahre später - in die Tat umgesetzt werden. Die Schloss-Stadt und die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) hatten zu einem Infoabend in die Glashalle am Bahnhofsplatz eingeladen. Womit niemand wirklich gerechnet hatte, war die große Zahl an Interessenten, die sich dort eingefunden hatten. 180 Hückeswagener verfolgten die Vorträge über Fördermöglichkeiten, Photovoltaik (PV), Elektromobilität und den Erfahrungsbericht eines privaten Nutzers und Hauseigentümers.

Die Informationsveranstaltung soll noch mehr Bürger der Stadt dazu motivieren, PV-Anlagen auf ihren Dächern, an den Fassaden oder Balkonen installieren zu lassen. „Das Thema brennt vielen unter den Nägeln, und wir müssen es nun angehen“, sagte Bürgermeister Dietmar Persian. Als erstes stellt sich jedoch die Frage, ob das eigene Dach überhaupt für eine PV-Anlage geeignet ist. BEW-Geschäftsführer Jens Langner lieferte dazu Zahlen: „Eine Studie hat ergeben, dass 56 Prozent aller Dächer geeignet sind – das wären 5000 Dächer in Hückeswagen, die noch bebaut werden könnten. Ein riesiges Potential.“

Der Hückeswagener Utz Gessner hat sein Haus in den vergangenen zehn Jahren saniert und dabei auch eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. Er teilte seine Erfahrungen mit den Zuhörern und nahm ihnen auch ein Stück weit die Angst vor den recht hohen Anschaffungskosten. „Wir haben Schritt für Schritt begonnen und erst einmal unseren Energieverbrauch reduziert“, sagte er.

Florian Bublies von der Verbraucherzentrale NRW konnte weder Fördermöglichkeiten noch eine lohnende Einspeisevergütung aufzählen: „Zurzeit gibt es 6,5 Cent pro Kilowattstunde. Da fängt man an zu schlucken – das ist nicht viel“, gab er zu. Wohl aber lohne sich die Eigennutzung. Oliver Rakow, Vertriebsleiter der BEW, nannte etliche Möglichkeiten der Solarstromerzeugung und -nutzung wie Balkon-PV, Mieterstrom und Wallboxen für das private Elektrofahrzeug. Ein Problem wurde am Abend deutlich: Denn jetzt seien Anlagen und Handwerker für die benötigten Installationen aufgrund der hohen Nachfrage nur schwer zu bekommen.

Zum Nachlesen: Die Präsentation vom Infoabend stellt die Stadt in den nächsten Tagen auf ihre Internetseite.

www.hueckeswagen.de

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