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Großberghausen 18 hat schnelles Internet

Platzwart Michael Radermacher hat lange auf schnelles Internet gewartet. Die ursprünglich installierten Anschlüsse mussten teils erneuert werden.
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Platzwart Michael Radermacher hat lange auf schnelles Internet gewartet. Die ursprünglich installierten Anschlüsse mussten teils erneuert werden.

Acht Monate musste Platzwart und Beverklause-Wirt Michael Radermacher warten.

Von Stephan Büllesbach

Es liegen nur acht Zahlen zwischen der 18 und der 26, für die Telekom aber waren das Lichtjahre. Immerhin hat sich das „Drama“ um das schnelle Internet für Michael Radermacher, Platzwart des Campingplatzes II an der Bever-Talsperre und Wirt der Beverklause, zum Guten gewendet. Hat er doch endlich den bestellten Highspeed-Anschluss des Bonner Telekommunikationsriesens. Aber der Weg dahin war ein langer – und ein kurioser.

Im Frühjahr bucht Radermacher bereits den Tarif Magenta XL mit einem Datenvolumen von 250 Megabit pro Sekunde im Down- und 50 MBit/s im Upload bei der Telekom, nachdem die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) auch Großberghausen ans schnelle Glasfasernetz angeschlossen hatte. Sogar sämtliche Glasfaseranschlüsse hat er im Keller seines Lokals liegen – aber er bekommt kein schnelles Internet. Zu hören bekommt er von dem Mitarbeiter der Hotline lediglich: „Sie können diesen Tarif nicht buchen. Wir haben Sie nicht im System.“ Das Einzige, was Radermacher haben könne, sei eine 6000er-Leitung. „Aber die habe ich schon“, sagt er im April. Das sei zu wenig.

Die Nachfrage bei der BEW ergibt einen Verdacht, der sich nach Recherche von Florian Grunwald, Teilprojektleiter Vertrieb Glasfaser, bewahrheitet: Das Problem ist die Hausnummer. Die Adresse des Gebäudes, in dem die Beverklause untergebracht ist und der IG Zeltplätze Bever-Talsperre (IGZ) gehört, ist Großberghausen 18. Unter der Nummer hat die BEW auch den Glasfaseranschluss installiert, und selbst der große grüne Verteilerkasten an der Einfahrt zum Campingplatz II trägt die Aufschrift „Großberghausen 18“. Tatsächlich aber müsste das Gebäude die Hausnummer 26 tragen – so jedenfalls ist es beim Katasteramt hinterlegt. Und danach richtet sich die Telekom. Deswegen kann der Mitarbeiter der Hotline Radermachers Anschluss auch nicht finden. „Die Nummer 26 ist ein Sanitär- und WC-Gebäude“, sagt Radermacher und verweist auf das kleine, etwa 30 Meter entfernte Gebäude inmitten des Campingplatzes.

Als das Problem gelöst zu sein scheint, geht es dennoch nicht weiter. Es soll noch bis Anfang Dezember dauern, bis Radermacher endlich ans schnelle Glasfasernetz angeschlossen wird. Zwar liefert die Telekom den notwendigen Router umgehend nach Großberghausen 18. Aber es dauert eine Weile, bis das von der BEW beauftragte Unternehmen die Anschlüsse abgearbeitet und neu ausgestattet hat. „Die Telekom hat auf die Lieferfreigabe seitens der BEW gewartet“, berichtet der Platzwart und Wirt. Die kam dann in der Adventszeit.

Die Geschichte hinter der Hausnummer der „Beverklause“ ist folgende: Anfang der 1960er Jahre wurde der Campingplatz errichtet und mit ihm als Hauptgebäude das Sanitär- und WC-Haus – dem wurde die Adresse Großberghausen 18 zugewiesen. 1993/1994 errichtete die IG Zeltplätze die „Beverklause“, wozu es auch einen Bauantrag gab. Und das Bauamt hatte diesem Gebäude damals die Hausnummer 26 zugewiesen. Wahrscheinlich hatte die IGZ die Hausnummer falsch angebracht, nachdem die Beverklause zum neuen Hauptgebäude auf dem Campingplatz geworden war.

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