Graffiti und Müll nach Party auf Schulhof

Unter anderem eine zerbrochene Bierflasche und Schnapsfläschchen zeugen von der „Party“ auf dem Schulhof der ehemaligen KGS.
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Unter anderem eine zerbrochene Bierflasche und Schnapsfläschchen zeugen von der „Party“ auf dem Schulhof der ehemaligen KGS.

Eine Zeugin hatte Freitag eine Gruppe von Jugendlichen gesehen.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Das Herbstlaub hat sich wie eine Decke über Teile des Schulhofs der ehemaligen Katholischen Grundschule (KGS) gelegt, sonst wären die Hinterlassenschaften des Wochenendgelages noch deutlicher zu sehen. Im Bereich der Toiletten liegen etliche Schnapsfläschchen, zerbrochene Bierflaschen, eine zerborstene Weinflasche, eine leere Chipstüte, zerknüllte Energiedrink-Dosen sowie diverse Verpackungen (unter anderem von Schnapsgläsern) auf dem Boden. Der Mülleimer inmitten der Szenerie dagegen ist leer. Fünf, sechs Jugendliche hatten hier offenbar am Freitagabend „Party gemacht“. Eine Zeugin, die sich bei der Polizei meldete, hatte gegen 23 Uhr vom Schulhof her Musik und Gegröle gehört und die Gruppe gesehen.

Womöglich ist diese auch für eine beschädigte Toilettentür sowie für Graffiti-Schmierereien im Bereich der Kölner Straße verantwortlich, bei denen mit rosa Sprühfarbe auf Häusern, Garagen und einem Handwerker-Transporter Striche, Punkte und die Zahl 187 hinterlassen wurden. Letztere etwa wurde auf das Schulschild neben der Treppe zum Schulhof gesprayt. „Die Tatzeit können wir im Moment auf den Bereich zwischen Freitag, 20.30 Uhr, und Samstag, 11 Uhr, eingrenzen“, berichtet Polizei-Sprecher Michael Tietze auf Anfrage.

Zahl „187“ wird alsDrohung genutzt

Bei der Bedeutung der Zahl 187 verweist er auf das Internet. Demnach ist sie die Nummer des Mord-Paragrafen im kalifornischen Strafgesetzbuch, die von Jugend- und anderen Gangs aufgegriffen und als Drohung benutzt wird. Inzwischen sei die Zahl Teil der Jugendsprache. „Was sie im Hückeswagener Fall zu bedeuten hat, kann ich nicht sagen“, sagt der Polizei-Sprecher.

Bei der Stadt sind die Fälle von Vandalismus und Ruhestörung auf dem KGS-Schulhof bekannt, wie Roland Kissau vom Ordnungsamt und Stadtkämmerin Isabel Bever bestätigen. „Das ist jetzt typisch für den Herbst“, sagt die stellvertretende Verwaltungsleiterin.

„Es ist noch schön, wird früh dunkel, und dann kann man ungestört Blödsinn machen.“ Die Ordnungsstreifen der Stadt seien zwar zu unterschiedlichen Zeiten unterwegs, könnten jedoch nicht überall sein. Letztlich gebe es in der Schloss-Stadt vergleichsweise wenig Ärger mit Vandalismus, versichert Isabel Bever. Allerdings verweist sie darauf, dass solch ein Verhalten ein gesellschaftliches Problem sei und die Beseitigung der Schäden zulasten der Steuerzahler ging. 

Michael Tietze bestätigt die Einschätzung der Stadtkämmerin, dass es in Hückeswagen beim Thema „Vandalismus“ vergleichsweise ruhig zugeht. Zumindest, was den Bereich KGS angeht: „Wie die Einsatzauswertung der vergangenen sechs Monate zeigt, ist der Schulbereich aus polizeilicher Sicht bislang unauffällig gewesen“, versichert der Polizei-Sprecher. Im Juni sei eine Fensterscheibe zu Bruch gegangen, Anfang Mai und Anfang Juli seien in drei Fällen Ruhestörungen vom Schulhof gemeldet worden. „In einem Fall haben die Kollegen sechs Personen angetroffen und Platzverweise erteilt“, berichtet Tietze.

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