Stimmen in den Schulen

Gott sei Dank – endlich Sommerferien!

Durchschnaufen nach einem zweiten Corona-Jahr an den Schulen – das ist das, was Schüler, Lehrer und auch Eltern jetzt dringend benötigen. Bevor im Herbst womöglich die nächste Welle mit Einschränkungen kommt.
+
Durchschnaufen nach einem zweiten Corona-Jahr an den Schulen – das ist das, was Schüler, Lehrer und auch Eltern jetzt dringend benötigen. Bevor im Herbst womöglich die nächste Welle mit Einschränkungen kommt.

An den Schulen ist man über das Ende des Schuljahres froher als in normalen Jahren.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Das zweite komplette Schuljahr unter Corona-Bedingungen ist vorbei, hinter Lehrer- wie Schülerschaft liegen anstrengende Monate. Die Pandemie ist allerdings noch nicht vorbei, die nächste Welle zeichnet sich bereits ab – und niemand weiß, wie die Situation im Herbst sein wird. Unsere Redaktion hat sich zum Schuljahresende an den Schulen umgehört.

Montanusschule: Eine „nahezu komplette Entspannung“ hat Hauptschulleiter Klaus Kruska seit den Osterferien beobachtet: „In den vergangenen zwei Wochen gingen die Zahlen wieder hoch. Wir müssen einfach abwarten, was im Herbst sein wird.“ Man merke es auch im Privaten, dass die Situation sich derzeit wieder verschlechtere. „Wir werden sehen, welche Beschlüsse im Herbst gelten werden.“ Kruska treiben Personalsorgen um. „Zwei Kollegen haben uns zum Schuljahresende verlassen, eine weitere macht ein Sabbatjahr – und der Markt ist leer gefegt, so dass es schwierig ist, Nachfolger zu finden.“

Realschule: Insgesamt positiv blickt Leiterin Birgit Sköries auf die Situation: „Ich hatte durchaus das Gefühl, dass wir in den vergangenen Monaten gut aufgestellt waren. Und ich glaube auch, dass wir das für den Herbst wieder sein werden.“ Sie sei froh, dass sich das gesamte Kollegium und sehr viele Schüler hätten impfen lassen, insofern sei die Realschule gut auf den Herbst vorbereitet.

Löwen-Grundschule: Corona hat an der Kölner Straße im Moment keinen großen Stellenwert, versichert Leiterin Claudia Sträter. „Wir mussten keine Masken mehr tragen, die Tests wurden eingelagert – die nehmen wir mit ins neue Schuljahr und das neue Schulgebäude.“ Derzeit stehen die Zeichen auf den Umzug ins neue Domizil im Brunsbachtal. „Ich denke zwar schon, dass es im Herbst wieder Probleme mit Corona geben wird, aber wir sind im neuen Gebäude diesbezüglich sehr gut aufgestellt“, ist sie sicher. Die Kinder seien mit Corona sehr gut umgegangen, dennoch sei es wichtig, dass alle in den Sommerferien einmal richtig durchatmen könnten – auch die Lehrer.

Grundschule Wiehagen: Auch an der Blumenstraße wurde eine „zunehmende Entspannung, beinahe so etwas wie eine Rückkehr zur Normalität“ beobachtet, sagt Leiterin Claudia Paradies. Veranstaltungen wie die Klassenfahrten oder das Zirkusprojekt hätten stattfinden können. „Das war so wichtig für die Kinder, das habe ich auch als Rückmeldung bekommen.“ Versucht werden soll, im neuen Schuljahr normal zu starten. „Wichtig ist es dabei vor allem, die Angebote wieder machen zu können, die uns als Schule auszeichnen – unser Schulfrühstück etwa oder die alle drei Monate stattfindenden Monatsfeiern“, sagt die Schulleiterin. Es sei wichtig, das Gemeinschaftsgefühl an der Schule wieder zu stärken.

Berufskolleg: „Wir haben es trotz Entspannung auch im vergangenen halben Jahr nicht schleifen lassen“, versichert Verwaltungsleiterin Gabriele Döbler. Die Brisanz der Pandemie sei allen Beteiligten nach wie vor deutlich bewusst. „Deswegen galt die Maskenpflicht bis zum negativen Testergebnis an jedem Morgen vor dem Unterricht.“ Auf eine Rückkehr des Virus im Herbst müsse man eingestellt sein.

Förderschule Nordkreis (EKS): Konrektorin Stephanie Langmesser berichtet von einem „Schulhalbjahr, das sich weitgehend normalisiert“ habe. Es hätten Ausflüge, Klassenfahrten und die Abschlussfeiern ohne Einschränkungen an beiden Standorten in Hückeswagen und Radevormwald stattfinden können. „Das Ende des Lolli-Testverfahrens im Frühjahr bedeutete für uns eine erhebliche Entlastung.“ Mit vorsichtigem Optimismus blickt sie auf den Herbst: „Wir sehen uns aufgrund unserer Erfahrungen der vergangenen Monate in der Lage, schnell die dann gegebenenfalls nötigen Maßnahmen zu treffen.“

Wipperfürther Gymnasien: Zweieinhalb Jahre Corona-Management hätten Spuren hinterlassen, sagt EvB-Schulleiter Erhard Seifert. „ Alles stand unter dem Schatten von Corona.“ Er sieht zwar die Entspannung, betrachtet allerdings die derzeit wieder steigenden Zahlen mit leichter Besorgnis. „Ich glaube, dass die Maskenpflicht wieder kommen wird, allerdings hoffe ich, dass uns Schulschließungen erspart bleiben“, sagt Seifert, der darauf hofft, dass die Impfkampagne vorangeht und Corona irgendwann endemisch wird. Als „dringend nötig“ bezeichnet Werner Klemp, Schulleiter des St.-Angela-Gymnasiums, die Sommerferien. „Wir haben darum gebeten, die Masken weiter zu tragen. Die Lehrerschaft hat das auch konsequent getan, bei den Schülerinnen und Schülern bröckelte es ein wenig.“ Glücklicherweise seien alle Corona-Fälle leicht verlaufen. Für den Herbst kann Klemp sich die Rückkehr der Maskenpflicht an den Schulen vorstellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Sie will einfach gerne etwas zurückgeben
Sie will einfach gerne etwas zurückgeben
Sie will einfach gerne etwas zurückgeben
Ein unterhaltsames Seniorentreffen
Ein unterhaltsames Seniorentreffen
Ein unterhaltsames Seniorentreffen
1000 Kinder machen den Samstag zu ihrem Tag
1000 Kinder machen den Samstag zu ihrem Tag
1000 Kinder machen den Samstag zu ihrem Tag

Kommentare