Gefunkt hatte es in der Gaststätte Kox

Hückeswagener feiern Diamantene Hochzeit

Anneliese und Heinrich Wiese genießen so oft es geht die Sonne in ihrem schönen Garten in Scheideweg.
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Anneliese und Heinrich Wiese genießen so oft es geht die Sonne in ihrem schönen Garten in Scheideweg.

Am Samstag können Anneliese und Heinrich Wiese ihre Diamantene Hochzeit feiern.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Fast die gesamte Familie wohnt in Scheideweg im Umkreis von wenigen Metern. Den Mittelpunkt bilden Anneliese (85) und Heinrich (86) Wiese, die morgen Diamantene Hochzeit feiern können. 54 Gäste sind eingeladen. „Bei der Goldhochzeit waren es noch Hundert. Wir haben eine große Familie, viele Bekannte und Freunde“, sagt die Jubilarin.

Das Ehepaar wohnt im Elternhaus von Anneliese Kox, wie sie damals noch hieß. Hier lernte sich das Paar auch kennen, denn die Eltern betrieben neben der Landwirtschaft und einer Tankstelle auch die Gaststätte Kox im heutigen Wohnhaus. „Hierhin kamen alle Leute von Straßweg“, erinnert sich Anneliese Wiese. Unter den jungen Männern befand sich damals auch Heinrich Wiese aus Nordhemmern bei Hannover. „Ich war zu der Zeit Volontär bei Firma Otto Keller und Söhne in Straßweg“, berichtet der gelernte Einzelhandelskaufmann. Er kam mit der jungen Frau ins Gespräch, man lernte sich kennen und lieben. „Dazu musste erst einer von außerhalb kommen“, stellt der Jubilar schmunzelnd fest. Später stellte Heinrich Wiese seine Auserwählte seinen Eltern in Nordhemmern vor. „Die haben so stark Platt gesprochen, dass ich sie erst gar nicht verstehen konnte“, erinnert sich die 85-Jährige. Natürlich hielt Heinrich Wiese auch bei Anneliese Kox‘ Eltern um die Hand ihrer Tochter an.

Ihr Tipp: Lieber reden, als schmollend in die Ecke zu gehen

Geheiratet wurde am 1. Oktober 1962 im Hückeswagener Standesamt, nachmittags in der Pauluskirche. Im Haus Schoppmann fand die Hochzeitsfeier statt. Noch gut kann sich das Paar an den Polterabend in der elterlichen Wirtschaft erinnern: „Halleluja, da war was los.“

1963 kam Tochter Frauke, 1965 Sohn Volker zur Welt. Bis heute sind vier Enkelkinder und ein Urenkel hinzugekommen. Das zweite Urenkelkind wird im Dezember erwartet.

Heinrich Wiese arbeitete von 1962 bis zum Ruhestand 1998 als Außendienstmitarbeiter für Melitta. Da war der Familienvater viel unterwegs, nie jedoch über Nacht. „Ich war Außendienstler mit Leib und Seele“, sagt Wiese. 1985 zog das Paar in die westfälische Heimat von Heinrich Wiese nach Minden, wo die Melitta-Zentrale beheimatet ist. Seit 2009 wohnt das Paar wieder in der Schloss-Stadt. Mit den Melitta-Kollegen und deren Partner treffen sich die Hückeswagener noch heute. „Wir haben viele gemeinsame Touren gemacht und sind auch mehrmals nach Mallorca geflogen“, erzählt Anneliese Wiese. Ihr liebstes Reiseziel ist aber das Nordseeheilbad Duhnen (Cuxhaven). Zuletzt waren sie auf einer Rhein-Mosel-Flusskreuzfahrt, die sie von ihren Kindern geschenkt bekommen hatten. Der 86-Jährige geht zweimal pro Woche zum Schwimmen. Seine Frau trifft sich mit ihren Freundinnen vom „Mumm-Club“ und den „Jecken Wievern“.

Ihren Haushalt und den Garten halten die Jubilare zum größten Teil selber in Schuss. Für die Zukunft wünschen sich „Annelie“ und „Heiner“, wie sie meist genannt werden, vor allem Gesundheit. Ihr Geheimnis für eine lange Ehe: „Dem Partner Freiraum lassen, und wenn etwas nicht stimmt, darüber reden, anstatt sich schmollend in die Ecke zu setzen“, sagt Heinrich Wiese.

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