Zugunsten der Flüchtlingshilfe

Gartenfest mit Gänsehautmomenten

Die Hückeswagener Folk-Band No. 4 Mill Street gab im Garten der Familie Goldstraß ein Benefizkonzert für die Ukrainehilfe.
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Die Hückeswagener Folk-Band No. 4 Mill Street gab im Garten der Familie Goldstraß ein Benefizkonzert für die Ukrainehilfe.

Skulpturengarten der Familie Goldstraß verwandelte sich in eine Konzertfläche zugunsten der Flüchtlingshilfe.

Von Cristina Segovia-Buendía

Nach der gelungenen Premiere im vorigen Jahr, bei der Künstler Peter Goldstraß und seine Frau Regina mit den Nachbarn, dem ehemaligen Realschuldirektor Dieter Schruff und dessen Frau Gerda, spontan und sehr erfolgreich ein Benefizkonzert zugunsten des Kinderdorfes organisiert hatten, haben sie es erneut getan: Für Sonntag hatten sie Freunde, Nachbarn und Unterstützer zu einem Sommerfest im Skulpturengarten der Familie Goldstraß in Kleinberghausen eingeladen, um in netter Atmosphäre Spenden zu sammeln. Diesmal für die Ehrenamtsinitiative Weitblick in Hückeswagen und da insbesondere für die Flüchtlingshilfe Ukraine.

„Mit dieser Unterstützung und mit diesem Benefizkonzert möchten wir auch ein Zeichen setzen für Frieden, Freiheit, Selbstbestimmung“, betonte Schruff. „Gleichzeitig möchten wir für ein paar Stunden ablenken von den Gedanken an den unvorstellbaren, grausamen Krieg in der Ukraine.“ Von der Grausamkeit knapp 2000 Kilometer östlich der Schloss-Stadt war in Kleinberghausen am Sonntag nichts zu spüren: Bei strahlendem Sonnenschein verweilten dort gut 100 Besucher im prächtigen Garten unter schattenspendenden Bäumen, genossen Ambiente und die handgemachte Musik der Hückeswagener Folk-Band No. 4 Mill Street. Diese hatte für diesen Anlass ein bekanntes ukrainisches Volkslied einstudiert, dem sich sechs Ukrainerinnen, die ebenfalls am Fest teilnahmen, als spontan zusammengefundener Chor anschlossen: ein Gänsehautmoment für die Zuhörer, diese sechs Frauen, geflüchtet vor dem Krieg, umarmt an einem sicheren Ort zu sehen, die inbrünstig ein bekanntes Lied aus ihrer Heimat singen, so als würden sie ihr gesamtes Land umarmen wollen.

Künstler hatte Bank und Stuhl in ukrainischen Farben gestrichen

Zu diesem Anlass hatte Gastgeber Peter Goldstraß nicht nur sein Anwesen für den Empfang der Gäste nochmals hergerichtet, sondern auch gleich – wie es sich für einen Vollblutkünstler gehört – zu Pinsel und Farbe gegriffen und eine Holzbank sowie einen Stuhl einladend in den ukrainischen Nationalfarben, Gelb und Blau, gestrichen. „Das ist wohl, wie ein Künstler seine ukrainischen Gäste begrüßt“, sagte Schruff schmunzelnd.

Eigentlich sollte das Benefizkonzert bereits im Juni stattfinden, verriet Schruff. „Aufgrund des schlechten Wetters haben wir es aber verschoben und diesmal richtig Glück gehabt.“ Lachende Kinder liefen am Sonntagmittag bei strahlendem Sonnenschein im Garten umher. Ein solches Fest auf die Beine zu stellen, sei mit viel Zeit und Aufwand verbunden. Arbeit, die beide Familien, mit Hilfe von weiteren Nachbarn und Freunden aber sehr gerne in Kauf nähmen, wenn sie damit etwas Gutes tun können, stellte Schruff klar. „Wir haben eine tolle Nachbarschaft, die uns unterstützt und hilft, am Grillstand mit anpackt und später mit aufräumt, so dass alles schnell von der Hand geht“, berichtet Schruff.

Die Idee zu dieser Benefizaktion ist einem Zufall geschuldet, als Schruff mit einer ehemaligen Schülerin über den Garten seines Nachbarn sprach. „Wir waren uns gleich einig, dass dieser wunderbare Ort eine schöne Bühne für ein kulturelles Programm wäre.“ Das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, also aus einem reinen Konzert oder Lesung eine Benefizveranstaltung zu kreieren, kam dann fast von allein. Peter und Regina Goldstraß spielten gerne mit und stellten nun schon zum zweiten Mal ihr Gelände zur Verfügung. „Wir organisieren auch andere Aktionen für unsere Nachbarn, wie etwa das alljährliche Martinssingen oder das Ostereier-Verstecken“, verriet Goldstraß.

Hintergrund

Beim Benefizkonzert am Sonntag kamen 1795 Euro zusammen. Das Geld wollen die Familien Goldstraß und Schruff zeitnah und persönlich an die Ehrenamtsinitiative Weitblick in Hückeswagen für die Flüchtlingshilfe Ukraine überreichen.

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