Konzert

Flötentöne treffen auf Gospelgesang

Das Ensemble Flötentöne spielte unter der Leitung von Lothar Körschgen.
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Das Ensemble Flötentöne spielte unter der Leitung von Lothar Körschgen.

Interessante Klänge beim Konzert in der Lutherischen Kirche.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald. Es sind zwei Ensembles, die beide aus dem Schoß der Lutherischen Kirchengemeinde stammen. Das Ensemble „Flötentöne“ unter Leitung von Lothar Körschgen und der Gospelchor Radevormwald unter Leitung von Gerry Heldt hatten zum gemeinsamen Konzert in die Kirche an der Burgstraße eingeladen. Das Motto lautete „Flötentöne & Gospel“ – sehr virtuos dargeboten, gab es eine Vielzahl virtuos gespielter und gesungener Gospels beider Ensembles zu hören.

Trotz des viel zu warmen Herbstwetters waren die Kirchenbänke erfreulich gut gefüllt, als das Flötenensemble in „Swing Low Sweet Chariot“ einstieg. Die vier Flötistinnen – von der großen Bassblockflöte über die Tenor- und Altblockflöte bis zur winzigen Sopranflöte waren alle Stimmen vertreten – zeigten sich versiert und ließen die bekannten Melodien von Gospel-Songs wie „Nobody Knows The Trouble I‘ve Seen“ oder „Go Down Moses“ in einer so nur selten gehörten Klangfarbe erklingen, die aber fraglos reizvoll war – und vom Publikum eifrig beklatscht wurde.

Das Ensemble „Flötentöne“ wechselte sich mit dem Gospelchor ab, was dem Nachmittag eine doppelte Attraktivität verlieh. Wobei die jeweilige Klangfarbe und Herangehensweise unterschiedlich waren. Begleitet von Gerry Heldt am E-Piano, dazu ganz in Schwarz mit den bekannten bunten Schals gekleidet, war der Gospelchor optisch wie auch akustisch eine runde Sache.

„Gospel kann man mit Evangelium übersetzen, und Evangelium heißt Frohe Botschaft. Und wie könnte man das besser rüberbringen als durch Klatschen, Singen, Stampfen und auch Aufspringen“, sagte der Chorleiter nach dem flotten ersten Stück, das der Chor souverän und mit viel Kraft in den Kehlen dargeboten hatte.

Es wurde sehr enthusiastisch geklatscht

Und letztlich konnte man die Songs und Stücke beider Ensembles an diesem Sonntagnachmittag auch wunderbar genauso zusammenfassen. Zwar müsse man „das mit dem Aufspringen“ noch mal üben, sagte Heldt und schmunzelte. Aber an der flotten und energischen Darbietung des Chors lag das nicht, wohl eher an der eher feierlichen Atmosphäre einer Kirche. Geklatscht wurde allerdings sehr enthusiastisch, etwa nach „We Are Here To Lift You Up“, „This Little Light Of Mine“, „I’ve Got Joy“ oder dem fröhlichen „All Grace Is Thee“. Schön war aber nicht zuletzt auch die Tatsache, dass das Konzert so gut besucht war, zeigte es doch, dass Kunst und Kultur nach wie vor gebraucht werden, nach wie vor ein Publikum vorhanden ist, das sich über Musik freut, das bereit ist, zur Musik zu gehen, und nicht darauf verzichten möchte.

Ein gutes und wichtiges Zeichen, das Hoffnung macht – nicht zuletzt wohl auch den Kulturschaffenden in Radevormwald selbst.

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