Neue Halle

Firma Pfeiffer erweitert im Gewerbegebiet

Bürgermeister Dietmar Persian und Andrea Poranzke (Wirtschaftsförderung, l.) besuchten die Firma Pfeiffer, die ihren Hückeswagener Standort erweitert – beide hier im Gespräch mit Ina Huismann (2. v. l.) und Anke Pfeiffer. Foto: Jürgen Moll
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Bürgermeister Dietmar Persian und Andrea Poranzke (Wirtschaftsförderung, l.) besuchten die Firma Pfeiffer, die ihren Hückeswagener Standort erweitert – beide hier im Gespräch mit Ina Huismann (2. v. l.) und Anke Pfeiffer.

Voraussichtlich Ende November soll die neue Halle in Betrieb genommen werden

Von Wolfgang Weitzdörfer

Hückeswagen. Im Rückblick könnte man sagen: Es war ein Umzug auf Raten – und das pünktlich zum 60-jährigen Bestehen der Firma. Denn 1961 gründeten Helmut und Christel Pfeiffer in der Nachbarstadt Wermelskirchen ihre Bandweberei. Kein ungewöhnlicher Ort dafür, denn in Wermelskirchen – und vor allem in Dhünn – gab es eine rege Bandweber-Tradition. „Unsere Eltern haben mit der Herstellung von gewebten elastischen und unelastischen Bändern für die Mode- und Bekleidungsindustrie begonnen“, sagt Ina Huismann, die zusammen mit ihrer Schwester Anke Pfeiffer seit 2002 die Geschäfte führt.

Auch wenn bereits ab dem Jahre 2000 die Umstellung auf technische Produkte – etwa Gurte und Zubehör für die Medizintechnik, die Bereiche Outdoor/Sport, Arbeitsschutz oder den Automotiv-Sektor – begonnen hat, bleibt man dem Standort Wermelskirchen bis 2016 treu. Auf 2100 Quadratmetern wurde damals neu gebaut, nur die Konfektionsabteilung ist am bisherigen Standort geblieben. Aber das ist nun ebenfalls bald Geschichte, wie Anke Pfeiffer und Ina Huismann beim Ortstermin mit Bürgermeister Dietmar Persian und Wirtschaftsförderin Andrea Poranzke mitteilen.

Standort Hückeswagen ist derzeit im Aufschwung

„Wir erweitern derzeit um weitere 1000 Quadratmetern auf unserem Grundstück in West 2. Die hier entstehende Halle wird für Lagerfläche und Produktion genutzt“, sagt Ina Huismann. Damit werde der Standort Wermelskirchen aufgelöst, und die komplette Produktion nach Hückeswagen verlegt.

„Die Firma wächst und gedeiht, das ist schön. Ursprünglich hatten wir damals über ein anderes Grundstück in West 2 verhandelt – letztlich ist es gut, dass es nicht dieses Grundstück wurde, denn dann wäre die Erweiterung nicht möglich gewesen“, sagt Persian.

Die Fertigstellung der neuen Halle ist für Ende November geplant, die Bauarbeiten haben im Juni begonnen. „Ausgeschachtet wurde allerdings schon im vergangenen Herbst“, sagt Ina Huismann. Durch die längere Zeit der Planung habe man keinerlei Probleme mit Baustoffmangel oder Terminschwierigkeiten in den einzelnen Gewerken gehabt.

„Trotz Corona haben wir ein gutes Wachstum vorgelegt, 20 Prozent im vergangenen Jahr. Zudem konnten wir komplett auf Kurzarbeit verzichten. Und auch in diesem Jahr sieht es gut aus“, sagt Anke Pfeiffer. Zum einen sei das erklärbar dadurch, dass viele Kunden nicht von den Auswirkungen durch die Corona-Pandemie betroffen gewesen seien. „Und außerdem haben wir relativ früh mit der Maskenproduktion begonnen – wir haben Kordeln für die Masken produziert“, ergänzt Ina Huismann. Der Mut, in dieser insgesamt doch eher schwierigen Zeit eine solche Maßnahme zu tätigen, sei sehr lobenswert, sagt Persian.

Grundsätzlich sei am Standort Hückeswagen jedoch derzeit ein Aufschwung in Sachen Wirtschaft zu bemerken. „Wir bemerken, dass es in Sachen Erweiterungen und in der Produktion aufwärtsgeht. Auch für West 3 gibt es bereits viele Nachfragen für Grundstücke“, sagt Persian. Dazu passe es natürlich sehr gut, dass die Firma Pfeiffer am Standort Hückeswagen erweitere. „Sehr schön ist es da auch, dass das Unternehmen das einzige in der Schloss-Stadt ist, dass zumindest im weiteren Sinn mit Textil zu tun hat – in Hückeswagen ist die alte Textiltradition ja sogar im Stadtwappen mit dem Weberschiffchen zu sehen“, sagt Persian. Durch die Zusammenlegung der bisherigen zwei Standorte wolle man vor allem die Produktion und die Abläufe beschleunigen und optimieren. „Außerdem schaffen wir so dringend benötigte Lagerfläche“, sagt Ina Huismann. Die beiden Geschäftsführerinnen erhoffen sich davon auch eine Fortsetzung des kontinuierlichen Wachstums ihres Unternehmens.

Seit 2016 setze man in der Firma zudem auf Digitalisierung der Produktion. „Wir haben den Maschinenpark im Bereich Druckerei und Weberei erweitert und digitalisiert, um den wachsenden Ansprüchen bei der Textilbedruckung gerecht zu werden. Dazu haben wir unser Produktportfolio immer weiter ausgebaut, sowohl im Bereich gewebter elastischer und unelastischer Bänder als auch im Bereich der Konfektion“, sagt Anke Pfeiffer.

Suche

Für den Standort an der Clarenbachstraße werden weitere Mitarbeiter gesucht – und zwar in den Berufen Büro- oder Industriekaufmann, Textilmaschinenführer/Mechaniker Bandweberei, Mitarbeiter für die Näherei und Konfektion und Maschinenführer Ausrüstung und Schneideabteilung.

Kontakt unter Tel. (0 21 92) 85 12 90 oder per E-Mail.

info@pfeiffer-band.com

www.pfeiffer-band.com

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