Warnstufe rot

Feuerwehr pumpt Keller und Gebäude leer

Mit Tauchpumpen musste die Feuerwehr die in Gebäude eingedrungenen Wassermassen abpumpen.
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Mit Tauchpumpen musste die Feuerwehr die in Gebäude eingedrungenen Wassermassen abpumpen.

Helfer wurden bis zum Nachmittag zu mehreren Einsätzen gerufen. Am Abend spitzte die sich Lage nochmal zu.

Von Michael Kremer

Mit Tauchpumpen musste die Feuerwehr die in Gebäude eingedrungenen Wassermassen abpumpen.

Die andauernden, teils starken Regenfälle haben nach Angaben von Feuerwehr-Sprecher Morton Gerhardus in Hückeswagen bis zum Mittag für ein paar wenige Einsätze gesorgt - am Nachmittag änderte sich das allerdings. Der erste Alarm ging um 7.12 Uhr bei der Hückeswagener Feuerwehr ein. Mit dem Stichwort „Keller unter Wasser“ wurden die Einsatzkräfte in den Hambüchener Weg gerufen. „Vor Ort bestätigte sich die Lage“, berichtet Gerhardus.

Das Geschehen stellte sich für die Einsatzkräfte wie folgt dar: Über die Lichtschächte wurde Wasser durch die dahinterliegenden Fenster in den Keller gedrückt. Um das eingedrungene Wasser aus dem Keller zu pumpen, wurde eine Tauchpumpe eingesetzt. Um dem Wasser schneller Herr zu werden, wurde im weiteren Verlauf des Einsatzes eine zweite Tauchpumpe eingesetzt. Zum Schutz vor einem erneuten Wassereinbruch forderte die Feuerwehr den Baubetriebshof mit gefüllten Sandsäcken nach, womit weitere Wassermassen um das Haus herum geleitet werden.

„Hückeswagen befindet sich aktuell immer noch in der Warnstufe rot.“

Morton Gerhardus, Sprecher der Feuerwehr Hückeswagen

Parallel dazu gab es eine Alarmierung in den Heinrich-Heine-Weg. Dort musste die Feuerwehr allerdings nicht tätig werden. Zwischenzeitlich wurde der Unwettermeldekopf (UMK) der Feuerwehr besetzt, um die Kreisleitstelle zu entlasten. In der Straße Zum Sportzentrum war der Einlauf des Brunsbachs verstopft. Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Baubetriebshof bereits tätig und gewährleistete ein sicheres Abfließen des Wassers.

Gegen 9.30 Uhr ging es für die Feuerwehr zu einem Firmengelände an der Peterstraße. „Dort war das Wasser in eine Produktionshalle eingedrungen“, schildert der Feuerwehr-Sprecher die Lage. Deshalb schützte die Feuerwehr die Eingänge mit Sandsäcken.

Mit Tauchpumpen musste die Feuerwehr die in Gebäude eingedrungenen Wassermassen abpumpen.

Der nächste Einsatz führte die Kräfte der Feuerwehr in den Mühlenweg. Dort drückte das Wasser durch einen Sickerschacht aus dem Boden nach oben. Die hauseigenen Pumpen kamen nicht mehr hinterher, so dass kurzerhand mit der Tauchpumpe der Feuerwehr nachgeholfen und der Sickerschacht trockengelegt wurde.

Um 13 Uhr wurde die Bereitschaft der Feuerwehr zunächst aufgehoben. „Hückeswagen befindet sich aktuell immer noch in der Warnstufe rot“, erklärte Morton Gerhardus am Nachmittag. Die Wetterlage könne noch einmal anziehen und auch Gewitter mit sich bringen. Gerhardus: „Wir bitten alle Hückeswagener und Hückeswagenerinnen, vorsichtig zu sein und im Notfall nicht zu zögern und den Notruf zu wählen.

Starkregen in der Umgebung

Radevormwald: -sg- Während in Hagen seit der Nacht auf Mittwoch der Ausnahmezustand herrscht, ist Radevormwald vom Starkregen wenig betroffen gewesen. Die Feuerwehr teilte am Vormittag mit, es habe keinerlei Einsätze wegen Wasserschäden gegeben. Von so einer ruhigen Nacht konnten die Kollegen in Hagen nur träumen, sie waren rund um die Uhr im Einsatz. Große Teil der Stadt standen unter Wasser.

Wupper: Der Wupperverband hatte in den vergangenen Tagen gewarnt, es könne durch den erwarteten, extremen Regen zu Hochwasser an der Wupper und an deren Zuflüssen kommen. „Im Laufe des Mittwochs rechnen wir noch mit viel Regen, und die Pegel werden steigen“, erklärte Verbandssprecherin Susanne Fischer am Morgen. „Es gibt also weiterhin die Gefahr von Hochwasser – und bei uns herrscht Alarmbereitschaft.“ Damit die Talsperren, beispielsweise die Wupper-Talsperre bei Radevormwald, nicht über die Ufer treten, sei in den vergangenen Tagen noch verstärkt Wasser an den Fluss abgegeben worden.

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