Feierliche Hubertus-Andacht mit Jagdhörnern

Andacht mit dem Bläsercorps Ennepetal bei Kerzenschein, da es einen Stromausfall in der Kirche gab.
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Andacht mit dem Bläsercorps Ennepetal bei Kerzenschein, da es einen Stromausfall in der Kirche gab.

Zum Fest des Heiligen wurde in der Pfarrkirche St. Marien eine Andacht mit Tiersegnung gefeiert

Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald. Der Heilige Hubertus wird in der Katholischen Kirche als Schutzpatron der Jagd verehrt. Am 3. November, dem Gedenktag des Heiligen, werden sogenannte Hubertus-Messen gefeiert. Auch in Radevormwald ist das eine schöne Tradition, die in den vergangenen zwei Jahren wegen der Corona-Pandemie allerdings pausieren musste. Am Donnerstagabend war es aber doch wieder soweit.

In der Pfarrkirche St. Marien eröffnete das Bläsercorps des Hegerings Ennepetal die Andacht, wobei die Kirche trotz aller strahlenden Klänge weitgehend dunkel blieb. Ein Stromausfall sorgte im Kirchenschiff für Atmosphäre. Denn dafür wirkten die brennenden Kerzen umso schöner.

Geleitet wurde die Andacht erstmals von Pfarrer Marc D. Klein, mit veranstaltet wurde sie von den Kolpingfamilien St. Marien und St. Josef sowie dem Kochclub „Gaumenfreude“, der im Anschluss für köstliches Essen im Caritashaus sorgte.

Hubertus lebte und wirkte vor allem in Belgien. Er war ein ehemaliger Schlendrian voller Jagdfreude, der zum Christentum bekehrt worden sei, als er einem Hirsch nachgestellt habe, zwischen dessen Geweih der Legende nach ein Kreuz erschienen sei. Das habe ihm klar gemacht, dass auch Tiere zur Schöpfung gehörten. Daraufhin habe er sich zum Priester weihen lassen, wurde sogar Bischof. Und wird seitdem als Schutzpatron der Jagd verehrt.

Es müsse darum gehen, sich auch in der heutigen Zeit noch bewusst zu machen, dass man als Jäger eine Verantwortung für die Schöpfung habe. „Auch Tiere haben ein Recht auf Würde, jede Jagd muss die Liebe zu allem, was lebt, als Grundlage haben“, sagte Dr. Jörg Weber, Vorsitzender der Kolpingfamilie St. Marien und Jäger, in einer kurzen Ansprache. Das seien sicherlich spirituelle Gedanken rund um die Jagd, die nicht viele Jäger hätten, wenn sie in den Wald gingen. Dennoch seien sie wichtig, und man tue gut daran, sie sich immer wieder bewusst zu machen. Weber dankte Pfarrer Klein, der die Nachfolge des ehemaligen Diakons Herbert Moeselaken übernommen hatte, der lange Jahre die Andachten zum Hubertus-Tag gefeiert hatte.

Im Anschluss ging es nach draußen auf den Platz zwischen Kirche und Caritashaus. Dort fand die Tiersegnung statt, die allerdings wegen des Wetters kurz ausfiel. Vier Hunde waren aufgeregt, während Pfarrer Klein aus dem Buch Genesis las und die zu den Tieren passenden Segensworte sprach. Dann ging es zum Essen ins Caritashaus.

„Wir sammeln bei jeder Hubertus-Andacht Geld für einen guten Zweck“, sagte Weber. Damit würden soziale Einrichtungen oder Projekte finanziell unterstützt. „In diesem Jahr wollen wir den Erlös an unseren Bürgerbus-Verein in Radevormwald spenden“, sagte Weber.

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