Heißes Wetter

FDP fragt nach einem Hitzeschutzplan

Auch in dieser Woche könnte das Thermometer wieder in Richtung der 40-Grad-Marke klettern.
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Auch in dieser Woche könnte das Thermometer wieder in Richtung der 40-Grad-Marke klettern.

Die Hückeswagener Liberalen haben einen entsprechenden Antrag für die nächste Ratssitzung gestellt.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Für diese Woche sehen die Meteorologen die nächste Hitzewelle auch auf die Schloss-Stadt zurollen. So könnten die Temperaturen laut dem Internetportal agrarwetter.de nach einem verregneten Montag mit Höchstwerten von 24 Grad am heutigen Dienstag wieder auf 29, am Mittwoch auf 32 und am Donnerstag sogar auf 37 Grad steigen.

Für einen Sommermonat wie den August ist das jetzt erst einmal nichts Außergewöhnliches, in der Vielzahl an Hitzetagen über 30 Grad, die auch seit einigen Jahren in der Schloss-Stadt zu verzeichnen sind, dagegen schon. Angesichts dessen stellt die FDP-Fraktion für die nächste Ratssitzung am 27. September eine Anfrage zu einem Hitzeschutzplan.

„Der Sommer 2022 ist wieder außergewöhnlich warm und trocken“, schreibt darin Fraktionschef Jörg von Polheim. „Viele Menschen, besonders die Älteren, leiden unter den hohen Temperaturen. Nun will die FDP-Fraktion wissen, ob es bei der Stadt Hückeswagen Überlegungen gibt, wie man die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen schützen kann.

Hier ist die Hitze nicht so groß wie in einer eng bebauten Großstadt.

Dietmar Persian

Von Polheim: „Wird an die Aufstellung eines Hitzeschutzplanes gedacht?“ Schließlich weise das Bundesumweltministerium darauf hin, dass Hitzeschutz und -vorsorge vor allem Aufgabe der Kommunen sei.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in ganz Nordrhein-Westfalen zu spüren, wie aus einer Statistik des Landesamts für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hervorgeht. Demnach lag die Durchschnittstemperatur im Juni dieses Jahres mit 17,8 Grad „bereits im siebten Jahr in Folge über dem Mittelwert der Klimanormalperiode 1991 bis 2020 und sogar im zehnten Jahr in Folge über der Referenzperiode 1961 bis 1990“, heißt es auf der Internetseite des Landesamts.

Bürgermeister Dietmar Persian sieht den Hitzeschutzplan erst einmal als einen Aufschlag der Liberalen, die das Thema auf die Tagesordnung bringen wollen. Große Überlegungen dazu gebe es bei der Stadt noch nicht, gesteht er. „Aber wir werden uns stärker damit auseinandersetzen.“ Das gelte auch im Zusammenspiel mit dem Kreis, den Persian bei diesem Thema ebenfalls in der Verantwortung sieht. Inhalt eines Hitzeschutzplans ist es aus Sicht des Bürgermeisters, wie die Bevölkerung und insbesondere gefährdete Gruppen bei kurzzeitiger extremer Hitze geschützt und versorgt werden können. Dazu könne er ad hoc aber noch nichts sagen, sagt Persian.

Hückeswagen soll zu einer „Schwammstadt“ werden

Ein weiteres Thema, wie mit der Hitze in Hückeswagen umgegangen werden könnte, ist die Entwicklung der Infrastruktur. So soll Hückeswagen zu einer „Schwammstadt“ werden, in der das Wasser etwa bei Starkregenereignissen besser gespeichert werden kann.

Aber auch die Vielzahl an Wasser- und bewaldeten Flächen trage hier schon zu einem besseren Klima bei. „Hier sind wir in langfristigen Überlegungen“, bestätigt der Hückeswagener Bürgermeister. So seien etwa die Wupperauen, der Stadtpark und der Schlosshagen ein großer Vorteil für die Schloss-Stadt. „Hier ist die Hitze nicht so groß wie in einer eng bebauten Großstadt.“

Hintergrund

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert ein bundesweites Hitze-Alarmsystem. „Ein nationaler Hitzeplan sollte temperaturabhängige Alarmstufen sowie die jeweils zu ergreifenden Maßnahmen vorschlagen und die Zuständigkeiten transparent machen.“

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