Energie

In der Partnerstadt regt sich Widerstand gegen die Windkraft

Solche Offshore-Windradparks, wie in der Ostsee, sollen künftig vermehrt an Frankreichs Küsten entstehen. Doch dagegen regt sich Widerstand
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Solche Offshore-Windradparks, wie in der Ostsee, sollen künftig vermehrt an Frankreichs Küsten entstehen. Doch dagegen regt sich Widerstand

Fischer aus Étaples lehnen Offshore-Parks ab.

Von Axel Bornkessel

Hückeswagen. Während hierzulande die Stromerzeugung durch Windkraft akzeptiert wird, empfinden viele Franzosen diese „Ungetüme“ als Ärgernis. Präsident Emmanuel Macron lässt Windräder nun dort installieren, wo sie nur wenig Kritik erregen. So soll künftig auf dem Meer ein Teil des nationalen Strombedarfs mit Windkraft erzeugt werden.

Ende September besichtigte er einen Offshore-Park vor dem bretonischen Hafen Saint-Nazaire. Eine zweite Anlage soll Ende dieses Jahres vor der Küste des Calvados in Betrieb gehen. In Frankreich dauert die Spanne von der Planung bis zur Inbetriebnahme eines Windparks zehn Jahre. Der Präsident legte daher dem Parlament ein Gesetz zu Beschleunigung des Ausbaus von Techniken zur Gewinnung erneuerbarer Energien vor. Das Nachbarland verfügt mit seiner über 7000 Kilometer langen Küstenlinie über viele günstige Standorte für den Bau solcher Parks. Unter den sieben geplanten sind welche vor Saint-Brieuc in der Bretagne, vor dem normannischen Courseulles-sur-Mer und vor Fécamp vorgesehen.

Sorgen in Hückeswagens Partnerstadt

Ein Konflikt wegen der ungeliebten Rotormasten auf dem Festland schien mit den Windparks auf See vermieden worden zu sein, aber an der Küste regt sich neuer Ärger. Mit den Fischern in der Bretagne gab es bereits Diskussionen wegen der Ansammlung von Windrädern vor Saint-Brieuc. Nun machten auch ihre Kollegen in Boulogne und Hückeswagens Partnerstadt Étaples-sur-Mer mobil, sollen doch auch südlich der Côte d’Opale Offshore-Parks verankert werden. Grund für die Besorgnisse ist, dass die See für die Belange des Fischfangs kleiner wird. Im Mai 2021 alarmierten Vertreter der Fischer, unterstützt von Étaples ehemaligen Bürgermeister Philippe Fait und seinem Kollegen Daniel Fasquelle aus Le Touquet, die Öffentlichkeit. Letzterer meinte, dass kein Tourist am Strand Lust auf Sonnenuntergänge mit Windrädern hätte. Die Fischer wiesen auf Gefahren für den Netzfang innerhalb der Gewässer des Parks hin und beklagten, dass ihr Rat bislang nicht gehört worden sei.

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