Bäcker

Es gibt Bütterken für 216 Kinder

Jörg von Polheim mit Erziehern und Kindern des Kindergartens der Kreuzkirche.
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Jörg von Polheim mit Erziehern und Kindern des Kindergartens der Kreuzkirche.

Bäckermeister besucht Kindergärten.

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Morgens schmierte die Mutter, je nach Anzahl der Kinder, Unmengen an Butterbroten. Die „lieben Kleinen“ mussten schließlich die Unterrichtszeit überstehen, bis das Mittagessen auf dem Tisch stand. In vielen Familien ist heute nicht mehr so: Da bekommen die Kinder süßes Gebäck oder eine Chipstüte in den Tornister gestopft – oder sie erhalten einen Euro, um sich unterwegs etwas zu essen zu kaufen.

Jörg von Polheim kennt das. Der Bäckermeister von der Kölner Straße, seit dreieinhalb Jahren der Landesinnungsmeister, nahm daher gerne an einer Aktion der Bäckerinnung Bergisches Land in Zusammenarbeit mit der IKK Classic teil. Der Hückeswagener hatte von der Krankenkasse 216 Butterbrotdosen erhalten und morgens entsprechend viele Butterbrote geschmiert – einen Teil mit Fleischwurst, den anderen mit Gouda. Dann machte er sich auf den Weg in drei Kindertagesstätten: den Margarete-Starrmann-Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt auf dem Dierl, den Kindergarten der Kreuzkirche an der Montanusstraße und den Gerda-Franke-Kindergarten des Johannesstifts, wo gleich drei der vier Enkel von Polheims betreut werden. Überall erhielten die Jungen und Mädchen eine neue, bunte Dose, in der ein belegtes Nullbrot lag.

Mit den neuen Butterbrotdosen hoffen er und seine Kollegen im Bergischen Land, dass wieder vermehrt Eltern morgens ein Brot belegen und den Kindern mitgeben.

Als von Polheim in den drei örtlichen Einrichtungen eintraf, wurde er mit großen Augen empfangen. Denn einen Bäckermeister in typischer Kluft bekommen die Knirpse nicht jeden Tag zu Gesicht. „Für die Kinder ist es wichtig, zu sehen, dass es jemanden gibt, der die Brote backt“, betonte er.

Über seinen Besuch freute sich auch Elke Chudziak, Erzieherin des Stift-Kindergartens. „Wir haben die Gelegenheit für ein gemeinsames Frühstück genutzt“, erzählte sie. Die Kinder hätten die Brote auch alle aufgegessen. Wobei die Jungen und Mädchen von ihren Eltern sehr gut versorgt würden und ihre Mehrwegdosen mitunter „ganze Büffets“ mit Broten und Obst enthielten. Die Erzieherinnen bitten nur, dass den Kindern keine Brote mit Schoko-Aufstrichen oder andere gesüßte Lebensmittel mitgegeben werden.

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