Kirche

Es bewegt sich viel in der Gemeinde

Pfarrer Dr. Dieter Jeschke in den Büroräumen des neuen Gemeindeamtes, das nun an der Ludwig-Beck-Straße 4 zu finden ist. Fotos:
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Pfarrer Dr. Dieter Jeschke in den Büroräumen des neuen Gemeindeamtes, das nun an der Ludwig-Beck-Straße 4 zu finden ist.

Gemeindeamt ist umgezogen – Open-Air-Krippe für den Advent ist geplant

Von Stefan Gilsbach

Hückeswagen. Einen Vorteil, sagt Pfarrer Dr. Dieter Jeschke, habe der neue Standort des Gemeindeamtes auf jeden Fall: „Man findet leicht einen Parkplatz.“ Die Büroräume sind vor einigen Tagen von der Grabenstraße ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus gezogen. Wer das Gebäude an der Ludwig-Beck-Straße betritt, findet das Amt gleich auf der rechten Seite. „Eigentlich war dieser Raum ursprünglich auch als Gemeindebüro vorgesehen“, sagt der Pastor, der hinter dem Schreibtisch Platz genommen hat. An der Wand hängen Gemälde des Marktplatzes, auf denen die reformierte Kirche stets den Blickfang bildet.

Aus diesen Holzklötzen entstehen die Krippenfiguren.

Kostengründe haben die Gemeinde zu dem Umzug bewogen. „Das Haus an der Grabenstraße wird für Appartements umgebaut“, erläutert Dieter Jeschke. Viel Aufwand werde das nicht bedeuten. Auf diese Weise können Einkünfte generiert werden – viele Kirchengemeinden im Lande lassen sich derzeit mit Immobilien, die oftmals ein Klotz am Bein geworden sind, Neues einfallen.

„Wir werden am Samstag vor dem ersten Advent damit beginnen, die Krippe auszustatten.“

Pfarrer Dr. Dieter Jeschke

„Der Kopierer kann aus Gesundheitsgründen nicht hier im Büro stehen“, erläutert der Geistliche und führt in ein anderes Zimmer. Dort sind in Regalen einige Archivalien untergebracht. „Außerdem standen hier früher viele alte Bibeln und Gesangsbücher, die uns anvertraut wurden“, erzählt Jeschke. Eine Bibel wegzuwerfen, das brächten viele Menschen nicht über sich. „Dann bringt man sie halt dem Pfarrer.“ Diese frommen Bücher sowie die Bände mit der Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte haben inzwischen auch einen neuen Platz gefunden, in einem Raum in der Kirche selbst, oberhalb der Sakristei. „Dort hängen auch alte Bilder“, sagt der Pastor. „Wir machen diesen Raum nun öffentlich zugänglich, nach Vereinbarung kann dort auch ein Kaffee getrunken werden.

Die Kirchengemeinde besitzt nicht nur Immobilien, sie ist auch, was viele Radevormwalder nicht wissen, im Besitz von größeren Waldflächen im Stadtgebiet. Das führt zu einem anderen Projekt, das Pfarrer Jeschke mit Helferinnen und Helfern vorbereitet. „Bei Fällarbeiten in der Nähe von Rädereichen haben wir uns einige schöne Holzklötze gesichert. Aus denen werden nun Figuren für eine Open-Air-Krippe angefertigt.“

Dieter Jeschke führt ins Untergeschoss, wo neben dem Unperfekt-Garten die Klötze gelagert sind. Ein Engelkopf nebst Flügeln ist bereits zu erkennen. „Wir werden am Samstag vor dem ersten Advent, das ist der 27. November, damit beginnen, die Krippe auszustatten. Neben den Figuren wird die Gruppe auch den Krippenverschlag herstellen.“ Jeschke ist erfreut, dass Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule in Bergisch Born sich bereiterklärt haben, bei dem Krippen-Projekt mitzuhelfen. „Zuerst werden die Hirten und die Tiere aufgestellt, dann kommen nach und nach die anderen Figuren hinzu.“

Am gleichen Samstag soll auch die Marktandacht, die wegen der Corona-Pandemie vorübergehend ausgefallen war, wieder angeboten werden. „Wir sind immer wieder darauf angesprochen worden“, berichtet der Geistliche: „Nun wollen wir dieses Angebot wieder neu starten.“

Einen weiteren Termin sollten sich die Gläubigen vormerken: Am Sonntag, 24. Oktober, findet in der Kirche am Markt ein Festgottesdienst „450 Jahre Emder Synode“ statt. „Der Gottesdienst wird um 17 Uhr stattfinden, den gewohnten Gottesdienst um 10 Uhr gibt es daher nicht“, sagt Jeschke. Gefeiert wird zu diesem Anlass ein wichtiges Ereignis der protestantischen Kirchengeschichte: Vom 4. bis 13. Oktober 1571 trafen sich Delegierte aus Reformierten Flüchtlingsgemeinden in Emden. Die presbyterial-synodale Grundordnung wurde dort in eine bleibende Form gebracht, die später auch von der Evangelischen Kirche im Rheinland übernommen wurde.

Gemeindeamt

Kontakt: Telefonnummer und Mailadresse des Gemeindeamts bleiben unverändert: Tel. (0 21 95) 13 14

info@rade-reformiert.de

Umleitung: Wegen des Umzugs und Krankheit wird das Telefon derzeit auf die Gemeindesachbearbeiterin im Verwaltungsamt des Kirchenkreises umgeleitet.

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