Kunst

Erwin Graumann stellt in Schwelm aus

Erwin Graumann stellt ab dem 21. August im Schwelmer Haus Martfeld aus.
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Erwin Graumann stellt ab dem 21. August im Schwelmer Haus Martfeld aus.

Hückeswagener präsentiert seine Werke unter dem Motto „alles hat seine zeit“

Hückeswagen. Unter dem Motto „alles hat seine zeit“ präsentiert der Hückeswagener Künstler Erwin Graumann von Sonntag, 21. August, bis 9. Oktober, im Schwelmer Museum Haus Martfeld einen Teil seiner Werke. Beginn der Vernissage am Sonntag ist um 11 Uhr.

Graumann, der 1948 in Bamberg geboren wurde, 1971 nach Wuppertal zog und seit 1980 mit seiner Familie in Hückeswagen lebt, hatte schon früh durch seinen Vater das Interesse am Malen und Zeichnen entdeckt. Nach der Mittleren Reife wurde er zunächst Beamter bei der Bundesbahn, um später über den Zweiten Bildungsweg ein Lehramtsstudium in Wuppertal zu beginnen. „Bis zum Eintritt in den Ruhestand 2011 war ich im Schuldienst tätig, zuletzt für 29 Jahre an der Hauptschule in Radevormwald“, berichtet Graumann. Zwar habe er Kunst nicht studiert, aber als Lehrer auch das Fach unterrichtet.

In seiner fränkischen Heimatstadt besuchte er seit seiner frühen Jugend alle Kunstausstellungen. „Besonders prägend war dabei eine ab 1965 laufende Ausstellungsreihe im ,studio b‘ in den Privaträumen des Bamberger Arztes Dr. Regus mit Werken von Karl Otto Götz, Bernard Schultze, Fred Thieler, Gerhard Hoehme, Peter Brüning und weiteren Künstlern“, erinnert sich Graumann. Diese Ausstellungen habe ihn mit dem Informel in Berührung gebracht, einer Kunstrichtung der Nachkriegszeit. Hierbei gehe es um das Festhalten an Formlosigkeit und Spontaneität im Schaffensprozess und um eine deutliche Abgrenzung von den im Dritten Reich erzwungenen Darstellungsformen. „Das Informel ist eine künstlerische Haltung, kein gemeinsamer Stil“, erläutert der Hückeswagener. Die Protagonisten hätten ihre eigenen Ausdrucksformen gefunden.

Ab 1985 besuchte er Mal- und Zeichenkurse in Wipperfürth bei Christoph Hardenbicker, der viel Spielraum für das Entwickeln eigener Gestaltungswünsche ließ. Vorwiegend beschäftigte sich Graumann dort zunächst mit Landschaftszeichnungen in kleineren Formaten, ging aber dann zu abstrakten Gestaltungsversuchen über. „Später brachte ich zunehmend Farbe ins Spiel.“ Seit Beginn seines Ruhestands begann er, Bilder in den Formaten 70 Mal 50 Zentimeter mit Temperafarben auf Zeichenkarton zu malen, mit denen er an die im „studio b“ gesehenen Bilder anknüpft – „allerdings in eigenständigen Umsetzungen“.

Die in Schwelm geplante Ausstellung unterscheidet sich von früheren Ausstellungen in Hückeswagen, Schwerte und Bamberg insofern, als dass dieses Mal auch Bilder seit 1985 gezeigt werden und nicht nur die seit 2012 entstandenen größeren Formate. Vor allem handelt es sich um Landschaftszeichnungen, abstrakte Zeichnungen und Mischtechniken. büba

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