Europäische Woche der Abfallvermeidung

Erster Preis für „Hückeswagen abfallfrei“

Claudia Küsell (2. v. r.) vom BAV und Stefanie Heymann (r.) von der Stadt warben am Etapler Platz darum, eine Woche lang zu versuchen, Abfall zu vermeiden. Wie bei dem Ehepaar Heinz und Silke Pütz. Archivfoto: wow 
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Claudia Küsell (2. v. r.) vom BAV und Stefanie Heymann (r.) von der Stadt warben am Etapler Platz darum, eine Woche lang zu versuchen, Abfall zu vermeiden. Wie bei dem Ehepaar Heinz und Silke Pütz.
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Stadt gewinnt 1000 Euro für die Teilnahme an Abfallvermeidungsaktion

Von Markus Schumacher

Vom 20. bis 28. November fand die Europäische Woche der Abfallvermeidung statt. Hückeswagen hatte sich beteiligt. „Die europaweite Aktion wurde dazu genutzt, alle Bürgerinnen und Bürger aufzufordern, eine Woche lang vollständig die Produktion von Abfällen zu vermeiden, indem sie bewusst einkaufen, konsumieren und verbrauchen“, berichtet Stefanie Heymann von der Stadtverwaltung.

Die Aktion wurde durch zahlreiche Beiträge auf den Social-Media-Kanälen der Stadt begleitet und war mit einem Gewinnspiel verbunden. Das Motto der Woche war „Wir gemeinsam für weniger Abfall – unsere Gemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit.“

Mit dieser erfolgreichen Aktion hat sich die Stadt dann beim Wettbewerb „Beste Aktion zur Abfallvermeidung 2021“ der Koordinationsstelle der Europäischen Woche der Abfallvermeidung in Deutschland beworben - und hat damit unter 1500 Teilnehmern den 1. Preis in der Kategorie „Alle weiteren Akteure“ gewonnen.

„Der 1. Preis ist mit einem Preisgeld von 1000 Euro dotiert, das in zukünftige Projekte und Ideen zur Abfallvermeidung gesteckt werden soll“, wie Stefanie Heymann erklärt.

Die Preisverleihung erfolgt am Mittwoch, 1. Juni, durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke auf der IFAT (Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft) in München.

Zum Einstieg wurden Stoffbeutel und Gemüsenetze verschenkt

Häufig sei Zeit die Ausrede, weswegen die Menschen beim Einkaufen nicht darauf achten oder nach Alternativen suchen. Diese Woche sollte den unaufschiebbaren Zeitpunkt bieten, sich mit dem eigenen Konsumverhalten auseinander zu setzen und gezielt nach Alternativen zu suchen, die gar keinen oder zumindest weniger Abfall verursachen. Um den Einstieg zu erleichtern hatte die Schloss-Stadt Hückeswagen mit dem Bergischen Abfallwirtschaftsverband auf dem Bahnhofsplatz Gemüsenetze, Stoff-Einkaufbeutel und Stoff-Brotbeutel verschenkt.

Hauptziel der Woche war es ja, sich bewusst mit dem eigenen Verhalten, den Produkten und möglichen Alternativen auseinander zu setzen. Dabei sollte auch die Müllproduktion im eigenen Haushalt überdacht und überwacht werden. Bevor die Lebensmittel oder Umverpackungen im Müll landen, sollte sich die Frage gestellt werden: „Kann ich aus diesem Produkt noch etwas machen?“ Ältere Lebensmittel oder Lebensmittelreste müssten häufig nicht weggeworfen werden. Meistens könne daraus noch die eine oder andere Leckerei entstehen.

Aber auch aus Verpackungen könne noch was Schönes entstehen, Stichwort „Upcycling“. Heymann: „Aus alten Konservendosen können Blumentöpfe oder Stifthalter entstehen, alte Pfannen können als Lampenschirme umgenutzt werden und alte Vorhänge könnten noch Kissenbezüge oder Puppenbettwäsche werden. Der Kreativität waren hier keine Grenzen gesetzt.“

Die Aktion wurde von der Verwaltung täglich durch Videos mit Tipps zur Abfallvermeidung auf den Social-Media-Kanälen der Stadt begleitet. Als Anreiz, an dieser Woche teilzunehmen, konnten die Teilnehmer Einkaufsgutscheine der Unverpacktläden der Nachbarstädte gewinnen.

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