Förster warnen

Waldbrandgefahr: Erhöhte Alarmbereitschaft bei Feuerwehr

Waldbrand in Bochen im August 2008: Derzeit ist die Waldbrandgefahr in Hückeswagen wieder sehr hoch.
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Waldbrand in Bochen im August 2008: Derzeit ist die Waldbrandgefahr in Hückeswagen wieder sehr hoch.

Hückeswagen erreicht vierte von fünf Warnstufen.

Von Joachim Rüttgen

Hückeswagen. Wie schnell es passieren kann, zeigte ein Waldbrand in Marienheide am Montag. Dort hatten sich 1500 Quadratmeter entzündet, die Feuerwehren aus Wipperfürth und Lindlar unterstützten ihre Kräfte in der Nachbarstadt bei der Bekämpfung der Flammen.

Auch in Hückeswagen besteht derzeit erhöhte Waldbrandgefahr. Die vierte von fünf Warnstufen ist nach Angaben von Feuerwehrchef Karsten Bilder erreicht. Man sei in erhöhter Alarmbereitschaft.

Je nach Einsatzlage und Größe des Brandes müsste die Hückeswagener Feuerwehr aber auf jeden Fall überörtliche Kräfte mitanfordern, „denn wir müssen ja vor Ort ganz schnell handeln und benötigen dann weitere Kräfte aus umliegenden Kommunen mit größeren Wassertanks“, erklärt Binder. Außerdem sei die Personaldecke – bedingt durch die Sommerferien, in denen viele Familien der Feuerwehrleute in Urlaub seien – sehr dünn.

In den vergangenen Wochen sei es im Oberbergischen Kreis immer mal wieder wegen der enormen Trockenheit zu Flächenbränden gekommen. Hückeswagen sei gottlob bislang verschont geblieben. Das bestätigt auch Roland Kissau vom Ordnungsamt. „Es ist trocken, es ist heiß, aber noch ruhig“, sagt er.

Revierförster appelliert an den gesunden Menschenverstand

Und dass es auch so ruhig bleibt, das hofft Revierförster Heiner Grüter. Es sei ganz klar vom Verhalten der Erholungssuchenden abhängig. Kippen wegwerfen, Grill- und Lagerfeuer – das seien die größten Gefahren, verbunden mit Unachtsamkeit und Ignoranz.

Generell gelte im Wald vom 1. März bis 31. Oktober ein Rauchverbot. Auch auf Grünstreifen sollten Autofahrer derzeit besser nicht parken, weil der heiße Katalysator die trockenen Gräser in Brand setzen könnte. Auch zerbrochene Gläser könnten bei den heißen Temperaturen in Verbindung mit dem Sonnenlicht wie ein Brennglas wirken. Da sei größte Vorsicht geboten.

Die größten Gefahren sieht Grüter in den trockenen Fichtenwaldbeständen und den großen Kahlflächen, wo ein Funkenflug verheerende Folgen hätte. „Das sind schon krasse Gefahren“, sagt er. Im normalen Laubwald mit der grünen Vegetation sei die Gefahr dagegen eher gering. Grüter appelliert deshalb auch eindringlich an den gesunden Menschenverstand.

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