Aktion

Erfolgreiche Bilanz der Woche der Abfallvermeidung

Stefanie Heymann vom Bürgerbüro der Stadt Hückeswagen war zufrieden mit der Anzahl der Teilnehmer bei der Abfallvermeidungswoche.
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Stefanie Heymann vom Bürgerbüro der Stadt Hückeswagen war zufrieden mit der Anzahl der Teilnehmer bei der Abfallvermeidungswoche.

100 Bürger verzichteten bewusst auf Müll.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Die Aktionen und Veranstaltungen, die sich mit dem Themenkomplex rund um Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimaschutz beschäftigen, sind in diesem Tagen sehr beliebt. Auch wenn es dabei manchmal eher symbolisch zugeht, ist es doch von besonderer Bedeutung, das Bewusstsein für diese Themen bei den Menschen zu wecken und zu stärken.

„Es haben mit knapp 100 Teilnehmer in diesem Jahr etwas weniger Menschen aus der Stadt an der Woche der Abfallvermeidung teilgenommen“, sagt Verwaltungsmitarbeiterin Stefanie Heymann. Sie ist nach einer Woche, in der die Teilnehmer in der Schloss-Stadt nach Möglichkeit auf unnötigen Müll verzichten sollten, dennoch sehr zufrieden. „Man konnte sich anmelden, sollte dann die eigene Müllproduktion beachten und möglichst viel davon vermeiden. Am Ende bekommen wir hoffentlich entsprechendes Feedback“, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin.

Müll zu produzieren ist einfacher, als Müll zu vermeiden

Deutschland sei lange Zeit „Müll-Europameister“ gewesen, sagt Stefanie Heymann weiter. „Wir haben nach wie vor ein riesiges Müll-Problem in Deutschland. Und eine der Hauptquellen für Abfallproduktion ist die Bekleidungsindustrie“, ergänzt sie. Daher habe sie in der Organisation der diesjährigen Woche der Abfallvermeidung eine weitere Aktion geplant – den Kleidertausch im ehemaligen Bürgerbüro mit zwei Workshop-Tagen. „Dabei ging es um das Thema Upcycling gebrauchter Kleidung“, sagt Stefanie Heymann.

Bei zwei Workshops sei die Reaktionen der Anwesenden sehr positiv gewesen. „Letztlich ist Müll zu produzieren leider nach wie vor einfacher, als Müll zu vermeiden“, sagte Stefanie Heymann. Die Woche der Abfallvermeidung bedeute nicht, dass danach plötzlich alles gut sei. „Aber sie kann ein Anstoß sein, künftig etwas anders zu machen“, sagt sie.

Der Kleidertausch wiederum sei ebenfalls gut angenommen worden. „Wobei deutlich sichtbar gewesen ist, am Ende dieser Woche, dass die Menschen nach wie vor lieber zu geben als zu nehmen scheinen. Gerade, was das Thema Kleidung angeht, sind die meisten Menschen wohl nicht bereit, auf den Second-Hand-Markt auszuweichen – vielleicht einmal abgesehen von Flohmarkt-Besuchern“, sagt Stefanie Heymann. Die Kleiderständer im ehemaligen Bürgerbüro seien am Ende der Woche der Abfallvermeidung sehr voll gewesen – an sich ein gutes Zeichen, dass die Menschen ihre gebrauchten Kleider lieber abgeben würden als sie wegzuwerfen. „Aber dass man sich gebrauchte Kleidung mitnimmt, ist offensichtlich nicht so weit verbreitet“, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin. „Wir werden die abgegebenen Kleidungsstücke an die Kleiderkammern der Stadt geben“, sagt Stefanie Heymann.

Drei Teilnehmer an der Woche der Abfallvermeidung können sich über einen kleinen Preis freuen. „Wir haben wieder mit den Unverpackt-Läden in den Nachbarstädten gesprochen – jeder hat die Zutaten entweder für ein Frühstück, ein Mittagessen oder ein Abendessen gespendet“, sagt Heymann. Unter den rund 100 Teilnehmern würden die drei Preise nun ausgelost.

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