Neuer Konrektor

Er möchte Schüler individuell fördern

Murat Arslan heißt der neue Konrektor der Realschule in Hückeswagen. Der Pädagoge ist in Remscheid aufgewachsen und zur Schule gegangen.
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Murat Arslan heißt der neue Konrektor der Realschule in Hückeswagen. Der Pädagoge ist in Remscheid aufgewachsen und zur Schule gegangen.

Murat Arslan ist neuer Konrektor der Realschule.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Gerade einmal eine Woche war Murat Arslan als neuer Konrektor der Realschule im Amt, da konnte er sich schon am Tag der offenen Tür den künftigen Fünftklässlern vorstellen und ihnen einen Einblick in die Schulform und das Schulgebäude an der Kölner Straße vermitteln. Nach dieser ersten Herausforderung möchte der 36-Jährige nun erst einmal „ankommen“ und seine neue Arbeitsstätte samt Kollegium und Schüler kennenlernen.

Nach dem Weggang von Konrektor Thorsten Schmalt im Sommer war die Stelle des stellvertretenden Schulleiters ausgeschrieben, auf die sich Murat Arslan beworben hatte. Der Vater einer sechsjährigen Tochter und eines zweijährigen Sohnes, der in Köln wohnt, möchte mit seiner Familie ins Bergische zurückkehren. „Wir möchten nach Remscheid und damit in die Nähe der Familie ziehen, solange die Kinder noch klein sind“, sagt Murat Arslan.

Der Pädagoge ist in Remscheid aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach dem Abitur an der Albert-Einstein-Gesamtschule in Remscheid studierte er an der Universität Köln Geschichte und Biologie auf Lehramt. „Die Unterrichtsgenehmigung für Mathematik habe ich nach dem Referendariat durch einen Zertifikatskursus der Bezirksregierung Köln erworben“, fügt Murat Arslan hinzu und betont: „Ich wollte schon immer Lehrer werden. Es ist eine Berufung und etwas sehr Besonderes, auf Menschen einwirken zu können.“

Der Zeugnisdruck ist für ihn nicht Neues

Seine praktische Ausbildung absolvierte er in Lohmar, danach arbeitete er als Lehrer an zwei verschiedenen Schulen in Köln. Auch die Verwaltungsarbeit einer Schule hat er als Konrektor bereits kennengelernt, weshalb ihm die Aufgaben, die jetzt kurz vor dem Halbjahreszeugnis anstehen, bekannt sind. „Das Einsammeln der Noten, die Planung der Zeugniskonferenz und der Zeugnisdruck sind nichts Neues für mich“, sagt Arslan. Zu den Aufgaben der Schulleitung zählen unter anderem die Stunden- und Vertretungsplanung. Verwaltungs- und Bildungsarbeit im Unterricht werden sich künftig voraussichtlich die Waage halten. „Ich werde auch Vertretungsstunden übernehmen und die Kollegen unterstützen“, sagt er.

Ein Schwerpunkt des neuen Konrektors ist die individuelle Förderung. Im Zuge des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW“ hat sich Murat Arslan zum Lerncoach im Bereich der individuellen Förderung ausbilden lassen. „Jedes Kind ist anders. Mein Ansatz ist es, die Kinder da abzuholen, wo sie stehen“, betont der 36-Jährige.

Hierbei spiele auch die Digitalisierung, die während der Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen hat, eine wichtige Rolle. „Die Technik wurde auf Vordermann gebracht – jetzt geht es darum, die Technik und Plattformen pädagogisch sinnvoll zu nutzen“, erklärt Arslan. Neben dem Bildungsauftrag und der Familie bleibt zwar nicht viel, aber immer noch etwas Zeit für Hobbys. „Ich spiele gerne Schach und Fußball“, gibt er an. Zumal sei er ein weltoffener Mensch und daher gerne auf Reisen. „Das geht natürlich nur, wenn man Klassenarbeiten, die vor den Ferien geschrieben wurden, gleich zu Anfang der Ferien korrigiert“, räumt er ein und lacht. Jetzt freut er sich zunächst einmal auf seine neue Aufgabe in Hückeswagen. „Ich bin an dieser Schule sehr herzlich empfangen worden“, sagt Murat Arslan, der sich nun den 460 Schülern der Realschule vorstellen wird.

Hintergrund

Ziel „Zukunftsschulen NRW – Netzwerk Lernkultur individuelle Förderung“ ist seit 2013 ein Angebot an interessierte Schulen aller Schulformen, die ihre Unterrichts- und Schulentwicklung in Netzwerken und in Zusammenarbeit mit Referenzschulen am Leitbild der individuellen Förderung ausrichten wollen.

Teilnahme: Im Regierungsbezirk Köln haben derzeit 159 registrierte Zukunftsschulen die Möglichkeit, in 31 bestehenden Netzwerken aktiv mitzuarbeiten.

Vernetzung: Schulen vernetzen sich, um sich zu Themen der Individuellen Förderung, wie zum Beispiel der Diagnostik und Beratung, schulische Förderkonzepte und Digitales Lernen auszutauschen

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