Ein Verkehrspunkt mit Hindernissen

Karin Mosner vor der hohen Bordsteinkante, die für sie ein schier unüberwindbares Hindernis ist – und nicht nur für sie. Foto: Flora Treiber
+
Karin Mosner vor der hohen Bordsteinkante, die für sie ein schier unüberwindbares Hindernis ist – und nicht nur für sie.

Parkplatz am Edeka-Markt in Bergerhof

Von Flora Treiber

RADEVORMWALD Karin Mosner wohnt in der Radevormwalder Ortschaft Bergerhof. Der Supermarkt an der Elberfelder Straße ist nicht weit von ihrem Zuhause entfernt und sollte eigentlich ohne Komplikationen für die 69-Jährige zu erreichen sein. Ganz so ungefährlich ist der Weg zum Einkaufen allerdings nicht. Besonders für Radfahrer, Erwachsene mit Kinderwagen, Fußgänger oder Menschen mit Behinderung ist der Weg über den Parkplatz gefährlich.

Karin Mosner ist meistens mit ihrem Elektromobil unterwegs, das keine hohen Kanten bewältigen kann. Der Bürgersteig, der von der Elberfelder Straße abbiegt und auf den Parkplatz des Supermarktes führt, endet nach einigen Metern. Und zwar ohne abgesenktes Ende. Die hohe Bürgersteigkante ist nicht nur für Menschen in Rollstühlen oder an Rollatoren eine Hürde, sondern auch für kleine Kinder, die zum Beispiel mit Laufrädern unterwegs sind. „Ich habe an dieser Stelle schon einige Situationen beobachtet, die gefährlich werden könnten“, sagt Karin Mosner.

Beobachtet man die Einmündung auf den Parkplatz nur wenige Minuten, fällt auf, dass die meisten Fußgänger den Bürgersteig an der Elberfelder Straße verlassen und die Einmündung für Autos nutzen, um den Supermarkt zu erreichen. Auf den ersten Metern des Parkplatzes drängeln sich Autos an allen anderen Verkehrsteilnehmern vorbei.

Nicht nur der plötzlich endende Bürgersteig ist ein Problem. Das Schild am Anfang des Parkplatzes, das die Geschwindigkeit auf zehn Kilometer pro Stunde begrenzt, wird von vielen Autofahrern ignoriert. Die Einmündung auf den Parkplatz wird wie eine Straße befahren.

„Hier müsste es eine Trennung von Autoverkehr und anderen Verkehrsteilnehmern geben. Ich denke, eine weiße Linie würde schon genügen, um Fußgängern, alten Menschen und Kindern Sicherheit zu bieten“, sagt Karin Mosner.

Der Seniorenbeirat kümmert sich in Radevormwald um kritische Verkehrspunkte, wie den an der Elberfelder Straße. Unter der Leitung von Wolf-Rainer Winterhagen hat das Gremium auf einige kritische Verkehrspunkte hingewiesen, die auch teilweise verändert wurden.

Wolf-Rainer Winterhagen will sich den Verkehrspunkt ansehen und mit auf die Tagesordnung des Seniorenbeirats setzen. „Wir sind dankbar für solche Hinweise. Die Probleme auf dem Supermarkt-Parkplatz wurden uns bislang noch nicht gemeldet, aber wir greifen das Thema natürlich gern auf“, kündigt er an.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare