Löwen-Grundschule

Eigene Zone für Elterntaxis im Brunsbachtal

Wo jetzt noch Baucontainer stehen, wird ab Mitte August die Haltestelle für die Schulbusse sein. Elterntaxis werden bis hierhin aber nicht fahren dürfen – für sie wird es eine eigene Hol- und Bringzone am Ende des ersten großen Parkplatzes im Brunsbachtal eingerichtet.
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Wo jetzt noch Baucontainer stehen, wird ab Mitte August die Haltestelle für die Schulbusse sein. Elterntaxis werden bis hierhin aber nicht fahren dürfen – für sie wird es eine eigene Hol- und Bringzone am Ende des ersten großen Parkplatzes im Brunsbachtal eingerichtet.

Ohne einen ausgezeichneten Bereich würde es vor der neuen Löwen-Grundschule zum Chaos kommen.

Von Brigitte Neuschäfer

Hückeswagen. an muss es nicht gut finden, aber es ist, wie es ist: Viele Eltern bringen ihr Kind täglich oder öfters mit dem Auto zur Schule und holen es dort auch wieder ab. Sie tun das, weil es entweder in ihren Familienalltag passt, also zum Beispiel die Schule ohnehin auf dem Anfahrtsweg zum eigenen Arbeitsplatz liegt, oder auch aus Sorge vor allem um ihre kleineren Kinder, denn natürlich drohen immer Gefahren im Straßenverkehr.

„Im Durchschnitt bringen deutschlandweit 33 Prozent der Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule und holen sie dort auch wieder ab, im besten Fall sind‘s immer noch fünf Prozent. Elterntaxis gehören einfach überall zur Lebensrealität dazu“: Das unterstrich im Fachausschuss Jens Anton Leven vom Fachbüro Bueffee.

Elterntaxis gehören einfach überall zur Lebensrealität dazu.

Jens Anton Leven

Die Stadt hat dieses auf sichere Schulwege spezialisierte Büro aus Wuppertal damit beauftragt, die Fußwege aus unterschiedlichen Bereichen von Hückeswagen zur neuen Grundschule in den Blick zu nehmen, Schwach- und Gefahrenstellen zu analysieren und Lösungsvorschläge für Konfliktpunkte zu erarbeiten.

Die Ergebnisse wurden bereits in Arbeitsgruppen der Stadtverwaltung mit Beteiligung der Polizei und des Straßenverkehrsamts besprochen. Auch die Eltern der Grundschulkinder wurden über eine Fragebogen-Aktion einbezogen und hatten dabei Gelegenheit, aus ihrer Sicht Hinweise zu Gefahrenpunkten zu geben und Verbesserungen anzuregen. Nun stellte Leven die wichtigsten Ergebnisse den Politikern im Fachausschuss vor.

Die Elterntaxis waren dabei ein großes Thema, denn: Paradoxerweise sind es nicht zuletzt Eltern, die andere Kinder auf dem Schulweg dadurch gefährden, dass sie die eigenen im Auto zur Schule bringen und mittags wieder abholen. Seit Jahren zeigt sich das tagtäglich vor allem an der Grundschule in der ohnehin engen unteren Kölner Straße. Auf den Verkehr bezogen herrscht dort morgens vor Schulbeginn und mittags nach Unterrichtsende das schiere Chaos.

Im Brunsbachtal ist die Situation besser, weil die Straße zum Sportzentrum breiter, weitestgehend frei von Gebäuden links und rechts der Fahrbahn ist und es die großen Parkplätze für Besucher der Sporthalle und des Bürgerbads gibt.

Dennoch würde es zum Chaos auch vor der neuen Löwen-Grundschule kommen, wenn die Elterntaxis bis unmittelbar vor die Schule führen, um dort ihre Kinder abzusetzen oder abzuholen und dafür die Haltestelle und Wendeschleife für Schulbusse nutzten. Leven mahnte: „Sie haben das Chaos jetzt schon vor Augen, aber Sie können auch jetzt schon die Weichen dafür stellen, dass es gar nicht erst so weit kommt.“ Dazu müsste eine klar ausgewiesene und geordnete Hol- und Bringzone für die Elterntaxis im Bereich der großen Parkplätze angelegt werden. Von da aus hätten die Kinder dann nur noch einen gesicherten Fußweg von rund 150 Metern bis zur Schule. Der sei jedem Kind auch bei schlechtem Wetter zuzumuten.

Neue Lösung wird einvernehmlich begrüßt

Aus diesen Überlegungen heraus hat die Stadtverwaltung einen konkreten Lösungsvorschlag erarbeitet, den sie im Ausschuss vorstellte. Danach soll die Hol- und Bringzone mit Pollern und Kunststoff-Elementen auf der Fahrbahn und den Parkflächen so eindeutig markiert werden, dass sich für Eltern schon rein optisch zwingend ergibt, wo genau sie ein- und ausfahren und zwischendurch im Wartebereich ihre Pkw abstellen können. Die Zufahrt bis direkt vor die Schule bliebe dann für sie versperrt.

Es ist eine zunächst provisorische Lösung, die durch Versetzen der Kunststoff-Elemente korrigiert werden kann, wenn sich in der Praxis Korrekturbedarf zeigen sollte. Da keine Umbauten und Eingriffe in die versiegelte Fläche notwendig sind, ist das Provisorium überdies mit Kosten von 10 000 bis 15 000 Euro um ein Vielfaches billiger als ein Straßen- und/oder Parkplatz-Umbau, der in früheren Ausschusssitzungen auch schon zur Diskussion gestanden hatte, seinerzeit aber unter anderem von der SPD abgelehnt worden war. Die neue Lösung wurde dagegen jetzt einvernehmlich begrüßt. Die Verwaltung wird nun unmittelbar mit der konkreten Planung und der Umsetzung beginnen. Bürgermeister Dietmar Persian zeigte sich sichtlich erleichtert über den einstimmigen Beschluss: „Wenn wir jetzt durchstarten, schaffen wir‘s vielleicht noch pünktlich zum Schulbeginn nach den Sommerferien.“

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